Von EREBOS zu EREBOS 2 – Rück- und Ausblick

Von EREBOS zu EREBOS 2 – Ursula Poznanski - Rück- und Ausblick - AstroLibrium

Von EREBOS zu EREBOS 2 – Ursula Poznanski – Rück- und Ausblick

Ein neues Icon auf dem Smartphone? Ein rotes „E“, das plötzlich erscheint? War da nicht mal was? Kommt uns das ein wenig bekannt vor? Gab es nicht mal ein Spiel, das man am PC ganz exklusiv spielen konnte? Ein Spiel, über das man auf keinen Fall reden durfte, das keinen Fehler verzieh, das nicht mehr gestartet werden konnte, wenn man auch nur einen Fehler beging und das dem Spieler Aufgaben stellte, die im realen Leben bewältigt werden mussten? Na klar. Da war was. Vor fast 10 Jahren. „EREBOS“ von Ursula Poznanski war im Jahr 2010 ein literarischer Gassenhauer. In aller Munde und Gesprächsthema an jedem Bücherstammtisch.

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Von EREBOS zu EREBOS 2 – Ursula Poznanski – Rück- und Ausblick

Ihr erinnert Euch? Ihr habt EREBOS gelesen? Na dann seid Ihr hier genau richtig. Blicken wir gemeinsam zurück und dann nach vorne. Oh ja, es gibt ein Vorne. Was ich vor fast 10 Jahren zu „EREBOS“ schrieb, wird jetzt wieder wichtig. Denn es geht weiter mit diesem epochalen Jugendthriller. EREBOS is back. EREBOS 2 kommt. Zunächst ein Blick zurück:

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Von EREBOS zu EREBOS 2 – Ursula Poznanski – Rück- und Ausblick

„Es beginnt immer nachts. Nachts füttere ich meine Pläne mit Dunkelheit.
Wenn es etwas gibt, worüber ich im Übermaß verfüge, so ist es Dunkelheit.
Sie ist der Boden, auf dem gedeihen wird, was ich wachsen lassen möchte.“

So beginnt EREBOS von Ursula Poznanski. Mit diesen Worten zieht die Autorin ihre Leser in eine Geschichte hinein, die funktioniert, die begeistert und sich im Gedächtnis dauerhaft festkrallt. Woran liegt das? Was macht einen Roman aus, der aus der Masse vergleichbarer Bücher heraussticht und Leser aller Leserschichten nachhaltig fesselt?

Ursula Poznanski hat ein High-Script vorgelegt. Bestechend: Die grundlegend neue Idee eines dynamischen Computerspiels namens EREBOS, das auf beängstigende Art und Weise das reine Spiel mit der realen Welt kombiniert und verbindet. EREBOS wird gezielt in Umlauf gebracht, sein Inhalt bleibt jedoch für Außenseiter geheim. Und genau dieser Exklusivitäts-Mechanismus macht es in kurzer Zeit zum Spielestatussymbol. Hier spiegelt Ursula Poznanski ernsthafte Bedürfnisse von Jugendlichen wider:

– Zugehörigkeitsgefühl
– Abenteuerlust
– Individualität
– Privatsphäre
– Fluchtstreben aus dem tristen Alltag

Diese Ebenen werden von EREBOS bedient und die scheinbare Exklusivität der Spielwelt sorgt dafür, dass sich die EREBOS-Beteiligten im unsichtbaren Strudel des Geschehens verfangen und süchtig werden – süchtig nach Bestätigung und Erfolg. Die Grenzen verschwimmen, als das Computerprogramm Aufträge erteilt, die nicht mehr in der virtuellen Welt, sondern im realen Leben der Spieler ausgeführt werden müssen, in einer Welt, in der Computerspiele keine besondere Relevanz haben. Plötzlich sind alle Spieler gezwungen zu agieren, um einerseits das finale Ausscheiden zu verhindern und auf der anderen Seite den Zugang zum nächsten Level zu erhalten.

Doch welches Ziel verfolgt das Spiel? Wer steckt hinter EREBOS?

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Die österreichische Autorin veröffentlicht diesen Roman in einer Zeit, [Anmerkung des Rezensenten: im Januar 2010] die dadurch gekennzeichnet ist, dass Jugendliche stundenlang vor ihren Computern sitzen, in die Tiefe virtueller Spielewelten eintauchen und ihre Eltern nicht nachvollziehen können, wieso es nicht möglich ist, den Ablauf des Spiels für eine kurze Essenspause zu unterbrechen. Sie schreibt es in einer Zeit, in der viele Erwachsene stundenlang vor dem Rechner sitzen und ihrer Umgebung nicht mehr erklären können, warum eine Teilnahme am sozialen Leben nicht möglich ist, weil man schließlich etwas verpassen könnte in der virtuellen Welt. Eine digitalisierte Dimension des Seins beginnt um sich zu greifen und das Verhalten der Eltern findet plötzlich seine Entsprechung im Spielverhalten von Kindern. Überraschend?

Ursula Poznanski spiegelt diesen problematischen Teil unserer Gesellschaft und siedelt in diesem Szenario eine spannungsgeladene Handlung an, die in ihrer Brisanz und Aktualität einfach nur als brillant zu bezeichnen ist. Also, Rechner aus und ran ans Buch. LESEN: Ihr Jugendlichen vor den PCs in denen Egoshooter das Leben regieren! LESEN: Ihr Erwachsenen in Euren virtuellen Umgebungen und LESEN: Ihr Liebhaber erstklassiger Romane! Und bitte nicht vergessen:

„Loslassen ist einfach, wenn man sich erst einmal dazu entschlossen hat.“

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Das schrieb ich vor fast 10 Jahren, also lange bevor ich hier in den Tiefen meiner kleinen literarischen Sternwarte versank. Erebos war der Startpunkt meines Lesens an der Seite von Ursula Poznanski. Ich bezeichne sie noch heute als die Fluchthelferin meines Lesens, weil ich wohl tausende Kilometer in schnellster Gangart zurücklegte, in der Hoffnung, ihren jeweiligen Thriller mit heiler Haut zu überstehen. Und jetzt, nach so langer Zeit überrascht uns Ursula Poznanski mit der Fortsetzung eines Thrillers, der für mich eigentlich abgeschlossen schien. Jetzt sorgt die Kunde von „EREBOS 2“ für eine Aufregung in der Fangemeinde, die man mit Händen greifen kann. Es knistert, flimmert und vibriert. Und ich? Heute gehöre ich zum sogenannten Inneren Kreis. Heute ist es mein Privileg, das Erscheinen von „EREBOS 2“ als „Afficionado“ zu begleiten. Doch vor der Fortsetzung gilt es sich an eine Zeit, die längst vergangen scheint, zu erinnern.

Ist EREBOS noch präsent in Eurem Langzeitgedächtnis? Was verbindet Ihr heute mit dieser Geschichte und was erwartet Ihr von der Fortsetzung? Ich bin sehr gespannt auf Eure Antworten und dann legen wir im August los, wenn EREBOS uns wiederfindet. In wenigen Wochen ist es soweit und solltet Ihr noch EREBOSLOS sein, die Zeit ist reif, eine Geschichte zu entdecken, die damals bahnbrechende Wirkung hatte und nichts an ihrer Relevanz eingebüßt hat. Greift zur Sonderausgabe (ein Schmuckstück) und dann hinein in eine Fortsetzung, auf die sich die Bücherwelt unglaublich freut.

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Von EREBOS zu EREBOS 2 – Ursula Poznanski – Rück- und Ausblick

„EREBOS 2“ – Ich bin zurück und habe überlebt. DAS FAZIT:

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Von EREBOS zu EREBOS 2 – Ursula Poznanski – Rück- und Ausblick

Die Frage ob EREBOS 2 ein würdiger Nachfolger von EREBOS ist, hat sich mir nie gestellt. 10 Jahre nach der Deaktivierung eines Computerspiels auf Leben und Tod hat Ursula Poznanski einen Relaunch hingelegt, den man so nicht programmieren kann. EREBOS ist wieder aktiv. Das Programm hat dazugelernt und nichts von dem verloren, was es damals so gefährlich machte. Es zieht Menschen in seinen Bann und verwickelt sie in einen Dialog am Rechner und am Smartphone, dem sie sich nicht entziehen und verweigern können. Dazu ist das Bedrohungszenario, mit dem EREBOS aufwartet viel zu gefährlich. Auch Spieler von einst, die dieser Welt schon lange entsagt haben, sind wieder Teil des perfiden Spiels.

Nick verliert alle Fotos, die er gerade von einer Hochzeit gemacht hat. EREBOS hat sie beschlagnahmt und nur durch den erneuten Eintritt ins Spiel kann er sie Schritt für Schritt zurückgewinnen. Perfide. So oder so ähnlich geht es auch den neuen Spielern. Es geht um ihre Existenzen, wenn sie im Spiel gegeneinander antreten. Auch diesmal führen die Aufgaben in die reale Welt. Was Ursula Poznanski dann jedoch verursacht ist phänomenal. Hatte man in EREBOS noch den Konflikt zwischen Realität und Game zu verarbeiten, so kommt jetzt eine Ebene hinzu, die ich nicht erwartet hätte. Sind die Identitäten der Spieler auch im wahren Leben mit Vorsicht zu genießen? Hat sich das Spiel in eine Richtung entwickelt, die nicht nur Böses im Sinn hat? Wer hat EREBOS reaktiviert und mit welcher Absicht? Gut und Böse verschwimmen zu einem Nebel, der sich vollständig lichtet und seine Leser staunend zurücklässt. Das ist großes Kino!

„EREBOS 2“ ist ein literarisch fesselnder mehrdimensionaler Identitätskonflikt, in dessen Sog man untergeht und wie neugeboren wieder auftaucht. 

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„Thalamus“ von Ursula Poznanski – Reine Kopfsache

Thalamus von Ursula Poznanski

Das versprach gemütlich zu werden. Brachte mich Ursula Poznanski bisher in ihren Thrillern doch immer wieder dazu die Turnschuhe zu schnüren und ihren Protagonisten atemlos auf der Flucht vor dem Bösen auf der Welt zu folgen, so sollte es diesmal ganz anders werden. Ich verbannte mein Sportdress außerhalb meiner Reichweite und habe mich auf ein eher therapeutisches Lesen eingestellt. Spannend, gerne, aber rasend auf keinen Fall. Das würde das Setting nicht hergeben. Diesmal war es reine Kopfsache. In ihren bisherigen Romanen ging es um die gute Konstitution ihrer Protagonisten, weil sie sonst keine Überlebenschance gehabt hätten. Bei Timo (17) ist das ganz anders.

Er spielt die wesentliche Rolle in „Thalamus“, dem neuesten Jugendthriller aus der Feder der österreichischen Autorin, die in ihrem früheren Leben Medizinjournalistin war und nun quasi aus dem Vollen schöpfen konnte. Ich legte mich hin, machte es mir sehr bequem und bereitete mich darauf vor, Timo durch dieses Werk zu folgen. Das sollte ja so schwer nicht sein. Ein Motorradunfall, eine schwere Kopfverletzung, eine Operation am offenen Schädel und die nun folgende langwierige Rehabilitation hatten den Jungen in einen erbärmlichen Zustand versetzt. Laufen war da kaum drin. Ich entspannte mich, hatte doch die Fluchthelferin meines bisherigen Lesens mal eine Atempause für mich eingebaut.

Thalamus von Ursula Poznanski

Timos Sprachzentrum ist in Mitleidenschaft gezogen. Motorische Fähigkeiten sowie die Koordination seiner Bewegungen: Fehlanzeige. Er ist ans Bett gefesselt. Jedoch an ein Bett in bestem Hause. Der Markwaldhof gilt als DAS renommierte Reha-Zentrum für jene Patienten, denen ein Schädelhirntrauma einen Strich durch das sorgenfreie Leben gemacht hatte. Beste Ärzte, Hirnspezialisten, Logopäden und Physiotherapeuten ohne Ende kümmern sich hier um die schnelle Wiederherstellung der Traumatisierten. Timo hat eigentlich gute Aussichten auf Heilung. Jetzt bräuchte er Geduld und Konzentration, um durch Übungen wieder zurück ins Leben geführt zu werden.

Er kann sich nicht äußern, zum Schreiben reicht die Motorik nicht aus und so wird aus dem aktiven jungen Mann ein passiv alles über sich ergehen lassender Patient. Er wird gefüttert, lernt schrittweise das Sprechen und irgendwann soll er sich auch wieder auf eigenen Beinen bewegen können. Einzig sein Verstand ist nicht betroffen. Er ist im höchsten Maße aktiv und ein aufmerksamer Beobachter der Ereignisse, die den Alltag von Timo bestimmen. Manchmal denkt er zu träumen, oder traut dem eigenen Verstand noch nicht ganz, aber wenn etwas bei ihm funktioniert, dann sein Kopf. Nur Kopfsache.

Thalamus von Ursula Poznanski

Ich setzte mich an sein Bett, lesend und hörend. Und eigentlich hatte ich gar nicht vor, mich von hier fortzubewegen. Im Buch aus dem Loewe Verlag versunken oder der Stimme von Jens Wawrczeck im Hörbuch aus dem Hause Der Hörverlag aufmerksam zuhörend, kontrollierte ich Timos Vitalfunktionen, half bei der täglichen Logopädie und beobachtete seine langsamen Fortschritte in der Physiotherapie. So hätte es durchaus bleiben können. Fast jedoch hätte ich vergessen, wer diesen Roman geschrieben hatte und dass der Begriff „Thriller“ im Klappentext deutlich zu lesen war. Ursula Poznanski hatte in der packenden Einleitung dieses Romans lediglich das Setting beschrieben, in dem ich in den folgenden Stunden am eigenen Leib erlesen und erhören durfte, was es heißt, Zeuge ungewöhnlicher Vorfälle zu werden.

Das Gehirn ist komplex und Unfallschäden haben oft weitreichende Folgen. Wenn man jedoch das Gefühl hat, dass unsere Denkmaschine perfekt funktioniert, dann wird es umso dramatischer, Dinge zu beobachten, die nicht wahr sein können. Timo beginnt an sich zu zweifeln, weil er zum Zeugen von Vorfällen wird, die einfach unmöglich sind. Da wandelt sein komatöser Zimmernachbar, der sich den ganzen Tag nicht bewegt und intensiv gepflegt werden muss, nachts quietschfidel durch Zimmer und spricht klar und deutlich. Da hört Timo Stimmen in seinem Kopf, die er unmöglich geträumt haben kann. Da erhebt auch er sich plötzlich, wie ferngesteuert aus seinem Bett und ist in der Lage, sich fast so zu bewegen, wie vor seinem Unfall. Naja, und zuletzt kann er nur durch die Kraft seiner Gedanken das Licht im Raum an- und ausschalten. Was geht hier ab?

Thalamus von Ursula Poznanski

Ursula Poznanski lotet in ihrem Thriller „Thalamus“ die Chancen und Risiken der modernen Schulmedizin aus und wägt ab, wie weit man gehen darf, um Patienten zu helfen. Die Gratwanderung zwischen medizinischer Notwendigkeit und wirtschaftlichem Interesse gelingt ihr ebenso brillant, wie die psychologische Tiefenzeichnung der Ärzte, die unter dem Deckmantel humanistischer Weltbilder ganz andere Ziele verfolgen. Hier spannt Ursula Poznanski einen Handlungsbogen, der Timos Schicksal ins Zentrum des Romans rückt, dann aber Schlag auf Schlag auf die anderen Patienten ausfächert. Wir schwanken lesend und hörend zwischen Zweifel und Unglauben, erkennen aber schon bald, dass es sich hier nicht um Hirngespinste handelt, unter denen die Traumatisierten leiden. Greifbar, authentisch und technisch nicht unwahrscheinlich, was uns hier packt.

Und dann ist es auch schon vorbei mit meinem gemütlichen Lesen. Hätte ich doch meine Turnschuhe eingepackt. Aus der inneren Dynamik schwappt die Story in greifbar hektische Betriebsamkeit, der man sich nicht entziehen kann. Timo kommt dem großen Geheimnis der Reha-Klinik auf die Spur. Er macht sich damit zum Hoffnungsträger für die Freunde, die er dort fand, aber gleichzeitig auch zur Zielscheibe jener, für die Timo zur existenziellen Gefahr wird. Ein medizinischer Hightech-Thriller, der im eigentlichen Sinn verschreibungspflichtig sein sollte. Gut nur, dass er nicht nur Privatlesern, sondern auch für uns Kassenleser rezeptfrei zugänglich ist. Zu Risiken und Nebenwirkungen der hochspannenden Unterhaltungs-Pille sollte man allerdings keinen Arzt oder Apotheker befragen. Blogger und Buchhändler tun es auch… Sie schwören nämlich auf Romane, die süchtig machen.

Und jetzt renne ich doch noch durch die Gänge des Markwaldhofs. Ich hätte es ja wissen müssen. Hilfe…

Thalamus von Ursula Poznanski

Mein Tipp frisch von der Frankfurter Buchmesse: Wer künftig Erwachsenen-Thriller von Ursula Poznanski lesen möchte, der sollte bei Droemer-Knaur Ausschau halten. Der spektakuläre Verlagswechsel wird am 1. Februar 2019 unter dem Titel „Vanitas – Schwarz wie Erde“ offensichtlich… Bleibt gespannt, da kommt Großes auf uns zu.

Vanitas – Schwarz wie Erde – Ursula Poznnski – Februar 2019

„Aquila“ von Ursula Poznanski – Siena lässt grüßen

Aquila von Ursula Poznanski

Aquila“. So schallt es durch den Bücherwald. Der neue Psychothriller aus der Feder von Ursula Poznanski entwickelt sich zum literarischen Gassenhauer dieser Tage. Es würde bedeuten, Eulen nach Athen zu tragen, den Freunden der kleinen literarischen Sternwarte zu erklären, welche Bedeutung die Bücher der bekanntesten Löwenmähne des deutschsprachigen Buchmarktes für mich haben. Ursula Poznanski ist und bleibt die Fluchthelferin meines Lesens, weil ich in jedem ihrer bisherigen Bücher durch mein Lesen raste und zum Weltrekordler in literarischen Verfolgungsjagden mutierte. Meine Artikel zu ihren Werken legen davon ein mehr als deutliches Zeugnis ab.

Erebos, Saeculum, Layers und Elanus waren Meilensteine. Ein Radiointerview für Literatur Radio Bayern und mein Gastbeitrag auf dem Blog des Loewe Verlages sind wegweisend zu einer Autorin, die ebenso eloquent wie sympathisch ist.

Aquila ud mehr von Ursula Poznanski – AstroLibrium

Anders als bei den bisherigen Büchern finden Sie im Folgenden keine klassische Rezension. Ich finde es spannend, mich den Fragen des Loewe Verlages zu Aquilazu stellen und auf diese Art und Weise indirekt über mein Lesegefühl und seine Folgen Auskunft  geben zu können. Ohne jede Erinnerung an die letzten beiden Tage kommt Nika in ihrer Wohnung in Siena zu sich. Von ihrer Mitbewohnerin fehlt jede Spur und in Nika regt sich der Verdacht, dass etwa Schreckliches passiert sein muss. Warum? Nun, Nikas Zustand und die Indizien sprechen eine mehr als deutliche Sprache.

– Sie ist verdreckt und verletzt…
– Sie ist in der eigenen Wohnung gefangen…
– Ihr Handy ist verschwunden, der Laptop unbrauchbar…
– Den Badezimmerspiegel ziert der Schriftzug „Letzte Chance“…
– In ihrer Jeans findet sie einen Zettel mit unverständlichen Nachrichten

Als der Freund ihrer Mitbewohnerin Jenny erscheint, lichtet sich der erste Nebel in einer Mischung aus Eifersucht, Streit und Handgreiflichkeiten, die sich an jenem Abend abgespielt haben, an den sich Nika noch erinnern kann. Was nun beginnt, ist die wilde Jagd durch eine Stadt, die ihre Adlerklauen in die Psyche der jungen Studentin schlägt.

Aquila von Ursula Poznanski – Eine Spezial

Atemlos wie immer hat mich Ursula Poznanski auch diesmal am Ende ihres neuesten Thrillers an der Hand genommen und alle Rätsel gelöst, die mir schlaflose Nächte und ruhelose Tage bereitet haben. Es war deshalb sehr spannend für mich, mit den Fragen des Loewe Verlages auseinanderzusetzen, weil sie schon genau die Punkte berühren, die mich als Leser bewegt haben.

1. Eine fremde Stadt:

Nika begibt sich für ihr Studium auf das Abenteuer „Siena“ in eine fremde Stadt, ohne ihre Familie, ohne Freunde. Hand aufs Herz: Hast du das auch schon einmal gemacht oder würdest es gerne tun?

Allein auf mich gestellt in einer fremden Stadt? Klar. Im Laufe eines Lebens kommt das alleine schon aus beruflichen Gründen oder in Urlauben recht häufig vor. Und wenn es das Schicksal will, dass man aus der Eifel stammt, dann wird eine Reise nach München mit den ersten Arktisexpeditionen durchaus vergleichbar. Die neue Welt. Das Ende des bekannten Universums. Ich habe es tatsächlich überlebt, auch ohne Internet, GPS oder Handy. Das war damals alles Zukunftsmusik. Eine Welt der Telefonzellen, Stadtpläne, Walkmans und Musikkassetten. Hier wurde noch Auge in Auge gechattet (ohne Skype).

Aquila von Ursula Poznanski

2. Stell dir vor:

Du wachst auf, bist in deiner Wohnung eingeschlossen. Ohne Schlüssel, Internet oder Telefon und kannst dich nicht erinnern, wie du in diese Situation gekommen bist. Wie befreist du dich aus deiner Lage?

Sehen wir es mal so: Die meisten Wohnungen in Mitteleuropa gelten ja im Allgemeinen nicht als besonders einbruchssicher. Wenn sie eines aber noch viel weniger sind, dann ausbruchssicher. Aus einer verschlossenen Wohnung zu entkommen, auch wenn diese in einem oberen Stockwerk liegt, ist eher unproblematisch. Wohnung bedeutet zugleich Einrichtung, Einrichtung bedeutet Alltagsgegenstände und das bedeutet Werkzeug. Ein einfaches Messer oder ein Schraubenzieher reichen aus, den Schlüsselzylinder an der Eingangstür zu entfernen und zu entwischen.

Darüber hinaus ist kein Fenster so verschlossen, dass es von innen nicht zu öffnen ist. Also zur Not Fenster auf und raus. Je nach Etage stellt sich nur die Frage, ob man hier springen kann oder sich das Abseilen an Betttüchern empfiehlt. Feel free. Es gibt mehr als nur einen Weg in die Freiheit.

3. Orientierung

Nika nutzt die Gebäude der Universität, Cafés, aber auch GPS zur Orientierung in Siena. Welche Möglichkeiten nutzt du, um dich in einer fremden Stadt zurecht zu finden.

Man nutzt das örtliche Informationsangebot vor Ort aus. Stadtpläne finden sich an allen Bushaltestellen. Den Weg ins Stadtzentrum zu finden ist dann ein Leichtes. Hier kommt man zur Not auch schwarzfahrend voran, was ja auch die Spannung erhöht. Danach ist es nur noch wichtig, die Touristeninformation zu finden und sich mit einem Stadtplan zu versorgen. Hotels helfen da erfahrungsgemäß ebenso aus und schon kann man seine Kreise ziehen. Und vielleicht hat man ja auch Glück und findet mit dem international so beliebten Hilfsmittel des aufgesetzten hilflosen Hundeblickes ja einen ortskundigen und hilfsbereiten Fremdenführer (oder in meinem Fall eben eine Fremdenführerin).

Ansonsten gilt bei absoluter Orientierungslosigkeit immer wieder das bewährte Prinzip der Semmeltüten-Navigation. Man wird kaum eine Bäckerei finden, die ihre Adresse nicht auf der Brötchentüte verewigt hätte. Prima für den Startpunkt einer Reise.

Aquila von Ursula Poznanski

4. Sprachbarriere

Deine Freundin ist verschwunden. Du willst sie bei der italienischen Polizei als vermisst melden. Wie schaffst du das trotz Sprachbarriere?

Gerade in Italien stelle ich mir das grundsätzlich nicht so schwierig vor. Die Polizei dort ist ebenso wenig auf den Kopf gefallen, wie die unsere, wenn ein Italiener versucht hier eine Vermisstenanzeige auf Italienisch aufzugeben. Ansonsten hilft in Italien das Code- Wort „Amanda Knox“ und schon wird die Polizei so hellhörig, dass sich der Rest schon fast von allein ergibt.

5. Ohrwurm

Irgendwie lösen die ersten Zeilen des Songs „Smells like teen spirit“ von Nirvana bei Nika sehr starke Emotionen aus. Welcher „Ohrwurm“ hat das zuletzt bei dir geschafft?

Ein Ohrwurm, der für nachhaltige Gänsehaut gesorgt hat. Revolverheld: Ich lass für dich das Licht an“, weil dieser Song meine romantische Ader in aller Tiefe berührt und mich natürlich auch an besondere Ereignisse im Jahr 2015 erinnert, ohne die ich nicht leben möchte.

6. Mit welchem Buch vergleichbar?

Italien, enge mittelalterliche Gassen, eine nervenaufreibende Spurensuche und die hitzige Jagd nach der Lösung eines Rätsels –  In welchem Buch hast du dich schon einmal auf eine ähnlich spannende Reise gewagt?

Ursula Poznanski hat mit Aquila ein Thrillerniveau erreicht, das ich zuletzt bei Inferno von Dan Brown erlebt habe. Gedächtnisverlust, lebensbedrohendes Szenario und die Kulisse einer altehrwürdigen italienischen Stadt mit historischem Ambiente haben mich an der Seite von Robert Langdon durch Florenz rasen lassen. Auch er hatte nur zwei Tage aus dem Gedächtnis verloren und stand vor schier unlösbaren Aufgaben, die eng mit der Geschichte der Stadt verbunden waren. Hier geben sich nun Florenz und Siena die literarische Hand. Grandios.

Aquila von Ursula Poznanski – Das Hörbuch mit Laura Maire

Abschließend noch ein Wort zur Hörbuchfassung zu Aquila“ aus dem Hause Der Hörverlag. Hier spricht sich uns Laura Maire in einer brillanten Interpretation der völlig verunsicherten Nika ins Herz. Diese Stimme trägt das Hörbuch durch die Straßen von Siena. Man spürt die teilweise naive Hilflosigkeit, die zunehmende Überforderung und die innere Qual, angesichts der Vielzahl unbeantworteter Fragen schier zu verzweifeln. Laura Maire investiert viel, wenn sie Nika stimmlich mit Leben füllt. Besonders lebendig sind jene Passagen gelungen, in denen Nikas radebrechendes Italienisch mit dem allzu schnellen Italienisch der Menschen konfrontiert wird, die sie umgeben. Hier lässt Laura Maire ein Sprachflair entstehen, das einfach grandios ist und der Handlung zusätzliche Authentizität verleiht.

Ich hatte mir diese zarte Stimme so sehr für dieses Hörbuch gewünscht, weil sie eben auch zu Stärke erwachen kann, an Dringlichkeit zunimmt und Selbstbewusstsein entwickelt, wo man Nika schon fast aufgeben möchte. Diese Interpretation ist mehr als gelungen und bringt die literarische Strahlkraft von Ursula Poznanski auf den Punkt.

Lesen und / oder hören? Entscheiden Sie selbst. Hauptsache, Sie reisen nach Siena und erleben einen absolut rasanten Psychothriller, der am Ende keinerlei Fragen offen lässt. Und mir bleibt zu hoffen, dass ich irgendwann eine kleine Rolle in einem Roman von Ursula Poznanski spielen werde. Ich drücke mir selbst die Daumen, vermute aber schon jetzt, dass ich es maximal bis zur Leiche auf dem Seziertisch bringe. Das jedoch wäre schon ein Anfang…

„ELANUS“ – Ursula Poznanski

Elanus von Ursula Poznanski

Elanus von Ursula Poznanski

SIE ist die Fluchthelferin meines Lesens. Das Leitthema in ihren Romanen Erebos, Saeculum und Layers hat mich zum Weltrekordler in Verfolgungsjagden gemacht. Ich habe keine Ahnung, wie viele Kilometer ich in ihren Büchern bereits auf der Flucht war und dabei dunkle Wälder, Häuser oder Straßenschluchten rastlos durchquert habe. Es müssen zahllose Wege sein, die ich mit ihr lief.

Ursula Poznanski – Autorin zahlloser Bestseller und Phänomen meines Lesens. Ich habe sie porträtiert, interviewt, habe ihre Romane gelesen, Artikel geschrieben und den Weg ihres Schreibens verfolgt. Immer wieder hat sie mich dabei aufs Neue überrascht, fasziniert und zum Staunen gebracht. Ungesehen würde ich ihre Bücher lesen, mich ihr anvertrauen und schon auf der ersten Seite wissen, dass ich nicht enttäuscht würde.

Ursula Poznanski hat mich noch nie im Stich gelassen, nie offene Fragen ungeklärt im luftleeren Raum stehen lassen oder Cliffhanger nur dazu benutzt, die Spannung nur künstlich hochzuhalten und sie dann am Ende eines Romans wirkungslos verpuffen zu lassen. Eigentlich müssten Sie jetzt gar nicht weiterlesen, wenn ich nun ihren neuesten, im Loewe Verlag erschienenen Jugendbuch-Thriller vorstelle. Nehmen Sie nur die klare Botschaft mit nach Hause: LESEN IST PFLICHT.

ELANUS von Ursula Poznanski

Elanus von Ursula Poznanski

Elanus von Ursula Poznanski

Sie sind ja noch da! OK, wenn Sie an dieser Stelle noch in meiner kleinen literarischen Sternwarte verweilen, sind Sie entweder noch kein treuer Leser von Ursula Poznanski, oder es macht Ihnen nichts, aber auch gar nichts aus, einer Lobeshymne zu folgen. Ich kann nicht anders. Ich flog durch diesen neuen Thriller und fand doch Unterschiede zu ihrem bisherigen Schreiben, die mich dazu veranlassen, mein bisheriges Bild der ganz persönlichen „Fluchthelferin“ ein wenig zu revidieren.

Wie bereitete ich mich auf ELANUS vor? Ganz einfach. Laufschuhe anziehen, einen Rucksack mit Notration auf den Rücken, Konditionstraining abschließen, Stadtpläne ins Smartphone einspeisen und schon kann es losgehen. Tempo aufnehmen und schauen, wie ich schnellstmöglich von A nach B gelange, dabei überlebe und möglichst zeitgleich mit dem Protagonisten unversehrt neue Schauplätze zu erreichen. Ich war bereit.

Und nun? Nichts da mit Flucht, keine Spur von überhöhtem Lesetempo und keine Schweißperlen auf meiner Stirn, weil ich wie ein Spitzensportler sprinten musste. Nein. Nichts von alledem. Dafür wartet „ELANUS“ mit Überraschungen auf, die ich so nicht auf dem Leseschirm hatte. Ich werde auf Wahrnehmungsebenen angesprochen, die ich mit gar nicht zugestehen wollte. Ich werde psychologisch verwickelt, an meiner ganz im Verborgenen liegenden voyeuristischen Ader gepackt und von Neugier geschüttelt, für die ich mich fast schon zu schämen glaubte.

Elanus von Ursula Poznanski

Elanus von Ursula Poznanski

Ich würde niemals andere Menschen überwachen, sie beobachten oder ihnen auch noch nachspionieren. Ich käme gar nicht auf die Idee, so etwas zu tun, aber es kann zu Situationen im Leben kommen, in denen es sehr ratsam sein kann, etwas mehr von den Menschen zu wissen, mit denen man täglich zu tun hat. Zumindest ist das die Sicht von Jona Wolfram. Der 17-jährige hochbegabte Wunderschüler, dessen Intelligenz ihn von seinen gleichaltrigen Mitschülern so weit abhebt, dass er schon jetzt ein Stipendium an einer Elite-Universität antritt, hat allerdings auch ein anderes Talent.

Er beherrscht die hohe Kunst, sich in kürzester Zeit überall unbeliebt zu machen. Mein, sonderlich sympathisch kommt der junge Mann nicht rüber. Jona polarisiert, zieht Neider an, wie die motzten das Licht und versucht durch Arroganz und Überheblichkeit einen Schutzwall um sein unsicheres Innenleben zu ziehen. Auch an der neuen Uni ist es nur eine Frage von Minuten, bis er den lebensälteren Studenten das Gefühl gibt, nur unterdurchschnittlich begabt zu sein. Das hat er drauf! Und wie.

Jona ist allerdings ehrlich zu sich selbst. Er kennt seine Schwäche nur zu gut, und ahnt, was auf ihn zukommt. Sein Verhalten zu ändern oder einfach mal freundlich und höflich zu sein – das lässt sein Verstand nicht zu. Jona Wolfram ist der Musterkandidat eines hochbegabten, nicht lebensfähigen Außenseiters. Mit einem Unterschied. Seine Verteidigungsstrategie gegen Ausgrenzung und Mobbing ist ausgefeilt. Sie ist greifbar und passt in einen Alu-Koffer. Seine Überlebensfähigkeit ist bestimmt durch Vorsprung an Wissen und Information. Jona Wolfram hat zusätzliche Augen und Ohren.

ELANUS

Elanus von Ursula Poznanski

Elanus von Ursula Poznanski

Sein Spion ist eine Hightech-Drohne. Jonas System ist ausgefeilt. Eine SMS reicht aus. Spyware installiert. Autopilot an. Verfolgungsmodus aktiviert. Und schon sucht sich ELANUS ihren Weg ganz allein, überträgt Video- und Tonsignal, zeigt das Privatleben der überwachten Menschen und versorgt Jona mit den Informationen, die für ihn nichts anders sind, als ein persönliches Frühwarnsystem bei drohenden Konflikten. Eine tolle Idee, gäbe es da nicht ein paar kleinere Probleme.

Linda zum Beispiel. Sie rückt in den Fokus der Privatüberwachung, weil sie hübsch ist und Jana keine andere Idee hat, wie er sich ihr nähern könnte. Also sammelt er fleißig Informationen über sie. Autopilot – an. Oder Marlene Eine Mitstudentin, die zufällig zum ELANUS-Opfer wird, weil Jona einige Menschen an seiner UNI verunsichern möchte. Oder seine Gastfamilie, der es einfach nicht gelingt, Jona in ihren Alltag zu integrieren, weil er zu sehr nach normalem Leben aussieht. Und natürlich einen Dozenten der Uni, den Jona in einer sehr kompromittierenden Situation mit einer Studentin beobachtet.

Als Jona mit seinem Überwachungswissen in die Offensive geht, realisiert er sehr schnell, dass er anscheinend in ein Wespennest gestochen hat. Und die Verflechtung der scheinbar zufälligen Ereignisse, deren Zeuge er durch ELANUS wird, zieht sich wie ein roter Faden durch sein Leben an der Elite-UNI. Ein Selbstmord bringt das Fass zum Überlaufen und aus dem Jäger wird der Gejagte. Wem kann Jona noch vertrauen? Was hat er wirklich aufgedeckt und kann er sich mit ELANUS verteidigen, wenn er selbst in den Fokus gerät? Jonas schnelle Auffassungsgabe ist jetzt gefragt und zum ersten Mal in seinem Leben ahnt er, was es bedeutet, Freunde zu haben. Zu spät?

Elanus von Ursula Poznanski

Elanus von Ursula Poznanski – Das Interview

Jedenfalls nicht zu spät für mich, um zu realisieren, dass ich genau jetzt die richtige Entscheidung getroffen hatte, indem ich meine Lese-Laufschuhe bereits trug. Es war so klar. Ich hatte es ja kommen sehen, denn nun beginnt das Wespennest aktiv zu werden und auszuschwärmen. Das Ziel all derer, die Jona mit ELANUS aufgeschreckt hatte ist klar. Jetzt hilft nur noch die Flucht und schon wird Ursula Poznanski zur Fluchthelferin meines Lesens.

Diesmal jedoch bin ich nicht allein, denn am Himmel über mir, dort, wo es niemand vermutet, fliegt die zuverlässige Drohne namens ELANUS, die Jona und mich konstant im Auge behält. Ich hoffe, dass ihr Akku so lange hält, bis wir das letzte Geheimnis der Elite-Universität gelüftet haben. Eine Flucht mit umgekehrten Vorzeichen, was sie nicht minder lebensgefährlich macht.

Lesensgefährlich ist ELANUS auf jeden Fall. Ursula Poznanski greift hier ein heißes Thema gekonnt auf und verstrickt ihre Leser in ein Geflecht aus Zufällen und zerstörten Plänen. Sie nimmt uns mit auf eine Gratwanderung der Wahrnehmung. Wem oder was können wir vertrauen? Ist jede Beobachtung der Schlüssel zur Lösung oder neigt man dazu, Dinge falsch zu interpretieren? Und letztlich bleibt eine große Frage für uns alle: Kann man sich Freundschaft erschleichen? Ein Hose-Runter-Roman vom Feinsten.

Denn Leser und Protagonisten müssen feststellen, dass man manchmal die Hose runterlassen muss, um sich Freundschaft und Vertrauen zu verdienen. Aber lest einfach selbst. Ich kann nicht weiterschreiben. Ich bin noch auf der Flucht. Halte durch, ELANUS…

Und wer noch nicht genug hat... „AQUILA“ beschleunigt den Puls weiter…

Elanus von Ursula Poznanski

Layers und Elanus von Ursula Poznanski

[FBM 15 Interview] Mit Ursula Poznanski auf der Flucht

Ursula Poznanski - Das Buchmesse-Interview - Frankfurt 2015

Ursula Poznanski – Das Buchmesse-Interview – Frankfurt 2015

SIE ist die Fluchthelferin meines Lesens. Das Leitthema in ihren Romanen Erebos, Saeculum und Layers hat mich zum Weltrekordler in Verfolgungsjagden gemacht. Ich habe keine Ahnung, wie viele Kilometer ich in ihren Büchern bereits auf der Flucht war und dabei dunkle Wälder, Häuser oder Straßenschluchten rastlos durchquert habe. Es müssen zahllose Wege sein, die ich mit ihr lief.

Sie hat mich mit einer scheinbar harmlosen Datenbrille ausgestattet und mir einen jungen Protagonisten zur Seite gestellt, der auf sich allein gestellt war, als die Welt über ihm zusammenbrach. Sie hat mir gezeigt, dass die Wahrheit oftmals vielschichtig ist und ständig hinterfragt werden muss. Sie hat mich dazu gebracht, Flyer zu verteilen und mich vor Reiterstandbildern dabei anstarren zu lassen. Und sie brachte mich auf Trab. Literarisch gesehen, natürlich.

SIE – Das ist Ursula Poznanski. Thriller Autorin von Format, die es vermag, ihre Leser ohne Blutrausch-Orgien zu fesseln und dabei doch von der ersten bis zur letzten Seite ihrer Romane treu an ihrer Seite zu bleiben. Sie bringt Erwachsene dazu, sich in die Jugendbuchabteilungen zu schleichen, um nach Thrillern Ausschau zu halten, die zwar fesseln, aber nicht traumatisieren.

Ursula Poznanski - Das Phänomen - Mit einem Klick zum Artikel

Ursula Poznanski – Das Phänomen – Mit einem Klick zum Gastbeitrag beim Loewe Verlag

Sie veranlasste mich dazu, in einem Gastbeitrag für den Loewe Verlag der Frage nachzugehen „Sind Ursula Poznanskis Jugendthriller die Erwachsenenbücher von morgen?“ Das Feedeback auch auf diesen Artikel zeigt mir deutlich, dass Leser jeden Alters ihr vertrauen. Und das hat einen guten Grund:

Ursula Poznanski ist und schreibt fair. Sie holt nicht weit in die Vergangenheit eines ganzen Kontinents aus, nur um die Seiten von einem Mord zum nächsten zu füllen. Sie benötigt keine 28 Romanfiguren, die alle so schräg sind, als wären sie eben einem Kuriositätenkabinett entsprungen, und sie führt uns keine Ermittler vor Augen, die selbst psychisch „sowas von einen an der Klatsche haben“, dass sie im normalen Leben schon lange nicht mehr bei der Polizei wären.

Ich freue mich daraufUrsula Poznanski  auf der Frankfurter Buchmesse mit meinem Mikrofon verfolgen zu dürfen. Literatur Radio Bayern wird sich an ihre Fersen heften und versuchen, ein gnadenloses Flucht-Interview mit ihr zu führen. Mich interessieren ihre Pläne, Leitideen und Gedanken zur Entwicklung des Thrillers. Und vieles mehr.

Mit einem Klick zum Buchmesse-Interview mit Ursula Poznanski

Mit einem Klick zum Buchmesse-Interview mit Ursula Poznanski

Folgen Sie mir bitte, wenn ich Schicht für Schicht von dem ans Tageslicht bringe, was Ursula Poznanski in Layers so vielschichtig beschrieben hat.

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Hier geht es weiter mit Ursula Poznanski. „ELANUS – Die Überwachung mit einer Drohne wird für den Überwacher zum lebensgefährlichen Ritt auf der Rasierklinge.

Und wer noch nicht genug hat... „AQUILA“ beschleunigt den Puls weiter…

Elanus von Ursula Poznanski

Elanus von Ursula Poznanski