Über die Kunst, ein Gentleman zu sein – Earl of Chesterfield

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Über die Kunst, ein Gentleman zu sein – Earl of Chesterfield

Über die Kunst, ein Gentleman zu sein 

Der Start dieses Leseprojekts verdient einen kleinen Einleitungsartikel. Es war in Leipzig, als uns beim Manesse-Bloggertreffen 2019 das kleine und harmlos wirkende Bändchen „Über die Kunst, ein Gentleman zu sein“ vorgestellt wurde. Der Verlag hat die Zielgruppe für dieses scheinbar zeitlose Brevier fest im Blick: Ein Muss für Söhne, Brüder, Ehegatten und alle Männer, die ernsthaft an sich arbeiten. Doch schon bei der Buchvorstellung regte sich leichter Widerstand in mir. Der Text stammt aus dem 18. Jahrhundert. Ihn heute in unsere Zeit zu übertragen und das Mantra vom Gentleman in einen rein maskulinen Kontext zu drängen, erschien mir gewagt. Ich stellte mir Fragen:

Auf welchem Frauenbild basierte das damalige Leitbild eines Gentleman?
Sind es wirklich Charakterzüge, die hier gefragt sind, oder anerzogenes Verhalten?
Welchen Stellenwert haben Anstand, Höflichkeit und Stil heute?
Sind die hier formulierten Normen als Einbahnstraße zu verstehen?
Hat die Emanzipation nicht alles über den Haufen geworfen?
Ist das wirklich ein reines Männerding?

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Über die Kunst, ein Gentleman zu sein – Earl of Chesterfield

Fragen, die ich nicht in einem kleinen Artikel beantworten möchte. Aber durchaus Fragen, die mich beschäftigen. So sehr, dass ich dem Earl of Chesterfield eine kleine Projektseite gewidmet habe. Ich werde das Buch so lesen, wie sein Sohn es damals zu Gemüt geführt bekam. In kleinen Häppchen. So waren die väterlichen Briefe an seinen Filius auch gedacht. Keine Reizüberflutung. Steter Tropfen höhlt den Stein. So könnte man dieses Brevier auch sehen. Ich werde mich diesen Briefen nähern und sie an der heutigen Zeit, an den veränderten Rollenbildern und an ihren Aussagen reiben. Ich bin fest davon überzeugt, dass meine Reise in die Vergangenheit nicht nur für Gentlemen, sondern vielleicht auch für Gentlewomen relevant sein könnte.

Der Originaltitel des Buches erweitert das Spektrum des Breviers um viele Aspekte, die beachtenswert sind. The Art of Becoming a Man of the World and a Gentleman. Weltmann und Gentleman. Kunstfertigkeit. Das ist keine Männersache, glaubt mir. Und wenn, dann basiert sie auf einem Frauenbild, das heute zum Relikt verkommen ist. Ich möchte Euch mitnehmen auf meine Reise. Auf der Seite des Gentleman-Projekts der kleinen literarischen Sternwarte werden die Posteingänge von einst gewogen und auf ihre Relevanz geprüft. Meine Damen, meine Herren. Folgen Sie mir. Es hat bereits begonnen… Sehr achtsam jedenfalls…

Das Gentleman-Projekt bei AstroLibrium

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Mit einem Mausklick geht´s zum Gentleman-Projekt… (hier)

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Der Bayerische Buchpreis 2019 [Buchpreisblogger]

Der Bayerische Buchpreis 2019 - Buchpreisblogger - AstroLibrium

Der Bayerische Buchpreis 2019

Manchmal wird man von seiner eigenen Geschichte eingeholt. Mein Bloggerleben begann vor vielen Jahren mit dem Besuch der Corine. Dieser internationale Buchpreis wurde einst auf Initiative des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels und unter der Schirmherrschaft des Bayerischen Ministerpräsidenten verliehen. Ich durfte zwei dieser wirklich magischen Preisverleihungen erleben, Kontakte knüpfen und diesen Buchpreis als literarisches Sprungbrett für mein eigenes Schreiben über die Welt der Literatur auf meinen Plattformen nutzen.

Die Corine existiert nicht mehr. Still und heimlich wurde sie 2011 ersatzlos aus dem Kalender der großen internationalen Literaturveranstaltungen gestrichen und möglichst medienunwirksam erfolgte keine offizielle Meldung zu ihrem plötzlichen Verschwinden. Ein illustres bayerisches Kapitel war geschlossen und mir blieb nichts übrig, als meinen Erinnerungen freien Lauf zu lassen und einen emotionalen Abgesang auf die Corine zu verfassen. Ich zweifelte daran, dass es irgendwann gelingen würde, in Bayern einen Buchpreis reanimieren zu können, der den Glanz der Corine aufnimmt und in medialer Hinsicht sichtbarer macht.

Von der Corine zum Bayerischen Buchpreis - AstroLibrium

Von der Corine zum Bayerischen Buchpreis

Der Bayerische Buchpreis hat es geschafft. Ein neues Format, neue Richtlinien und eine breite Resonanz haben diese Auszeichnung für deutschsprachige Autoren auf die Säule gehoben, von der man die kleine Porzellan-Corine einst gestürzt hatte. Seit 2014 wird er nun vergeben und ich habe seine Entwicklung aufmerksam beobachtet. Und so schließen sich plötzlich einige Kreise, die mir seit vielen Jahren sehr am Herzen liegen. Als mich die Anfrage erreichte, ob ich bereit sei, als offizieller Buchpreisblogger vom diesjährigen Bayerischen Buchpreis zu berichten, konnte ich nur begeistert zustimmen.

Auf der Grundlage der unvergessenen Corine darf ich nun einen kleinen Löwen aus Porzellan begleiten, der am 07. November in München den Besitzer wechselt. Es wird ein rauschendes Fest. Es wird eine heiße Phase nach der Nominierung der sechs Bücher aus den Bereichen Belletristik und Sachbuch, die im spannenden Finale „open stage“ von der dreiköpfigen Jury diskutiert werden, bis die beiden Gewinner feststehen.

Drei Juroren
Zwei Kategorien
Drei Romane
Drei Sachbücher
Sechs nominierte Autoren
Zwei Buchpreis-Gewinner
Ein Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten
Drei offizielle Buchpreisblogger

Der Bayerische Buchpreis 2019 - Buchpreisblogger - Astrolibrium

Der Bayerische Buchpreis 2019 – Buchpreisblogger

Das sind die Rahmendaten. Wundert Euch also bitte nicht, wenn mein Fokus bis zum November auf den nominierten Büchern und Schriftstellern liegt. Eine eigens gestaltete Projektseite zum Bayerischen Buchpreis hält Euch auf dem Laufenden. Wer gehört zur Jury, welche Titel sind nominiert, wer sind meine Favoriten, welche Buch-Blogger begleiten den Buchpreis. Fragen, auf die ihr HIER Antworten findet.

Die Buchpreisblogger des Bayerischen Buchpreises sind:

Evelyn Unterfrauner vom Buch- und Lyfestyleblog Book Broker
Steffi Sack mit ihrem Buchblog Nur Lesen ist schöner und last but not least
Arndt Stroscher mit der kleinen literarischen Sternwarte AstroLibrium

Der Bayerische Buchpreis 2019 bei AstroLibrium

Der Bayerische Buchpreis 2019 - Die nominierten Bücher - AstroLibrium

Der Bayerische Buchpreis 2019 – Die nominierten Bücher

Und schon geht es los: Die nominierten Bücher für den Bayerischen Buchpreis:

Belletristik

Carmen Buttjer: Levi (Galiani)
Steffen Kopetzky: Propaganda (Rowohlt Berlin)
David Wagner: Der vergessliche Riese (Rowohlt)

Sachbuch

Cornelia Koppetsch:
Die Gesellschaft des Zorns. Rechtspopulismus im globalen Zeitalter (transcript)
Jan-Werner Müller:
Furcht und Freiheit. Für einen anderen Liberalismus (Suhrkamp)
Dieter Thomä:

Warum Demokratien Helden brauchen. Plädoyer für einen zeitgemäßen Heroismus (Ullstein)

Der Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten geht an:

Joachim Meyerhoff (hier geht`s zur Pressemeldung)

Und natürlich werde ich auch von der Preisverleihung in der Allerheiligen-Hofkirche der Münchner Residenz berichten. Ein spannender Oktober liegt vor uns. Das Finale im November wirft schon jetzt seine Bücher voraus. Möge das Lesen beginnen…

Der Bayerische Buchpreis 2019 - Buchpreisblogger - AstroLibrium

Der Bayerische Buchpreis 2019 – Buchpreisblogger

Die Nordsee von Tom Blass

Die Nordsee von Tom Blass - AstroLibrium

Die Nordsee von Tom Blass

Als der Entschluss feststand, in diesem Jahr das Städtedreieck Amsterdam, Delft und Den Haag in den Mittelpunkt unserer Urlaubsreise zu stellen, begann auch schon die Sichtung meiner literarischen Wegbegleiter. Sehnsuchtsorte und Sehnsuchtsbücher gehen Hand in Hand, wenn die Reisetaschen und Koffer gepackt werden. Museen und Galerien erzählen nicht immer ihre eigene Geschichte. Manchmal ist es ein Roman, der für die Auswahl der Destination verantwortlich ist. Mit dem „Distelfink“ nach Den Haag, „Das Mädchen mit dem Perlenohrring“ nach Delft bringen und das Anne-Frank-Haus in Amsterdam mit dem Buch „Alles über Anne“ besuchen. Entscheidungen, die meine literarische Landkarte schicksalhaft vorbestimmt hatten. So ist das im Lesen.

Und doch drängte sich ein weiteres Buch auf, ohne das man eigentlich gar nicht verreisen darf, wenn man ein Land besucht, das unter dem Meeresspiegel liegt. Mein Eindruck sollte mich nicht trügen, denn schon bei der Ankunft an unserem Ferienhaus standen wir vor einem Deich, der das gesamte kleine Dorf vor dem Wasser beschützte. Sollte er brechen, das war schnell klar, würde es auch nicht reichen, sich aufs Dach zu flüchten. Leben unter dem Meeresspiegel, eine besondere Rahmenbedingung für eine Zeit, die von Entspannung, Kultur und Lebensfreude geprägt sein sollte. „Die Nordsee“ war omnipräsent. Ob direkt am Strand, in Kanälen, Grachten und Wasserwegen, die in der Landschaft tiefe Spuren hinterlassen.

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Die Nordsee von Tom Blass

Die Nordsee – Landschaften, Menschen und Geschichte einer rauen Küstevon Tom Blass stach aus der Reihe aktueller Neuerscheinungen als Wegbegleiter deutlich heraus. Einen weiteren Reiseführer wollte ich nicht mitnehmen. Ein wissenschaftliches Sachbuch sollte es nicht sein, aber ich wollte mehr über ein Meer erfahren, das im Lauf der Zeit einen Ruf erworben hat, der es rauer, gefährlicher und wilder erscheinen lässt, als es vielleicht wirklich ist. Nein, seichter Badeurlaub mit Bestwettergarantie ist mit der Nordsee nicht drin. Das sieht man deutlich, wenn man sich an unterschiedlichen Stellen der Küste nähert. Besonders bei schlechtem Wetter, wolkenverhangenem Himmel und entsprechender Windstärke zeigt dieses Randmeer, das es sich sehr wohl zu größerem berufen fühlt. Das ist ein Meer. Keine Randerscheinung des Atlantiks. Ein Meer mit der Identität eines Schelfmeeres, das den randlichen Bereich eines Kontinents bedeckt.

Tom Blass erweckt schon auf den ersten Seiten nicht den Eindruck, ein Sachbuch oder eine Meeresreportage verfasst zu haben. In diesem Buch ist Leben drin, es passt sich der Gezeitenlage seines Namensgebers an. Es überflutet mich mit Anekdoten und wasserdichten Geschichten. Es bringt mich den Menschen näher, die im wahrsten Sinn nah am Wasser gebaut haben und es lässt mich in den Phasen der Ebbe im Sediment nach Zeugen der Vergangenheit suchen. Dabei ist das Buch keine Wattwanderung für wasserscheue Landratten. Hier muss man sich schon drauf einstellen, dass einem das Wasser manchmal bis zum Hals steht. Spätestens dann, wenn die Menschen ins Spiel kommen, die von und mit der Nordsee leben.

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Die Nordsee von Tom Blass

Spannend wird ein solch umfassendes Werk, wenn man es selbst greifen kann. Ich stand mit dem Buch staunend an unserem Deich, betrachtete das Brassemermeer, als Teil der holländischen Seenplatte über dessen weitläufige Wasserarme die Nordsee in greifbare Nähe rückte. Was mir Tom Blass in diesen ruhigen Momenten meines Lesens über Deiche erzählte, hat mich tief beschäftigt und steht noch immer stellvertretend für die von ihm beschriebene komplexe Welt, in der ich mich befand. Fast schon poetisch erklärte er mir die Poesie dieser Polder. Als gäbe es eine Deichhierarchie bezeichnet man die Schutzwälle je nach ihrer Nähe zum Meer mit eigenen Namen. Der wachende Deich ist der wichtigste, der schlafende Deich sichert ihn in der zweiten Reihe ab und ganz zuletzt, wenn alle Dämme brechen, steht der träumende Deich bereit, sich in die Wellen zu werfen. 

Ich freundete mich mit meinem träumenden Deich an. Vertraute ihm. Und las mich an jedem Tag ein wenig tiefer in das wundervolle Buch hinein. Ich habe viel gelernt, bin bestens unterhalten worden und verbinde viele Details mit Ausflügen an die Strände in der näheren Umgebung. Die Magie der alten Seebäder, die Naturbelassenheit einiger menschenleerer Abschnitte und die umtriebige Geschäftigkeit der Hafenstädte zeigten mir viele Facetten eines Meeres, das Lebensader und Lebensgefahr in sich vereint. In den Kapiteln seines Buches lässt Tom Blass die Menschen nicht aus dem Auge, die im Angesicht mit den Nordseewellen lebten, leben und weiterleben werden. Eingriffe in die Natur spielen eine wichtige Rolle in seinem Buch. Der Mensch hat begradigt, dem Meer Land abgewonnen, Wasserwege schiffbar gemacht, Hafenbecken ausgebaggert und in letzter Zeit Windparks mitten im Meer errichtet. Blass stellt Zusammenhänge dar, die mit bloßem Auge nicht sichtbar wären.

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Die Nordsee von Tom Blass

Bedrohlich wirkt nicht immer nur die Nordsee. Viel bedrohlicher ist der Mensch, der ihre strategisch wichtige Lage zu nutzen sucht. Der Blick in die Geschichte zeigt, dass kriegerische Auseinandersetzungen immer zur Folge hatten, dass man die Nordsee im schlimmsten Sinne nutzbar machte. Da wurden im Zweiten Weltkrieg Deiche gesprengt um Landstriche zu überfluten und Gegner zu ersäufen. Da wurde mit dem Leben jener Menschen gespielt, die hier nicht mehr auf dem Trockenen saßen und nicht zuletzt hat man auf dem Meer selbst die ein oder andere große Schlacht ausgefochten. Tom Blass arbeitet viele dieser Facetten so intensiv und unterhaltsam heraus, dass es keine Arbeit ist, dieses Buch zu lesen. Es riecht und schmeckt nach Meer. Es hinterlässt auch nach dem Lesen Gezeitentümpel, die nicht mehr austrocknen. Es bringt Kuriositäten zutage, über die man nur kopfschüttelnd schmunzeln kann und lenkt doch den Blick auf mehr.

Kulturelle Vielfalt, wirtschaftliche Abhängigkeiten im Wandel der Zeit und der ganz normale kleine Mann oder die kleine Frau im Hafen machen dieses Buch fast zu einem Standardwerk dieses Meeres. „Die Nordsee“ hat mir ein Bild vermittelt, das auch nach meiner Heimkehr haften geblieben ist. Es macht mich schon neugierig auf neue Reisen in die Länder, die ihre Küste an die Nordsee anlehnen. Es macht mich aber auch wach für aktuelle Nachrichten, wie sich die Region verändert, welche Pläne man hat, wie ein ewiges Gleichgewicht vielleicht doch aus der Bahn geworfen werden kann und was der Mensch seiner Umwelt durch kleine Eingriffe im Großen antun kann. Dem Mare Verlag ist nicht nur inhaltlich ein maritimer Volltreffer gelungen. Das kleine Buchkunstwerk hat einen Ehrenplatz in meiner Bibliothek und wird sicher erneut mit mir auf Reisen gehen.

Danke an meinen träumenden Deich. Schlaf gut…

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Die Nordsee von Tom Blass

Noch mehr Meer bei AstroLibrium. Stecht mit mir in die literarische See.

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Bernard v. Brentano – Der Beginn der Barbarei in Deutschland

Bernard von Brentano - Der Beginn der Barbarei in Deutschland - AstroLibrium

Bernard von Brentano – Der Beginn der Barbarei in Deutschland

Nein, keine Sorge. Niemand hat die Absicht eine literarische Mauer zu errichten! Nein, keine Sorge. Das im Folgenden vorgestellte Buch hat nichts, aber auch gar nichts mit der aktuellen sozialpolitischen Situation unserer Gesellschaft zu tun. Also, bitte die Ruhe bewahren, zurücklehnen und einen Blick hinter die Kulissen eines Werks werfen, das aus der Zeit gefallen scheint. „Der Beginn der Barbarei in Deutschland“ klingt in unseren Ohren natürlich verdächtig nach der Aufarbeitung der letzten Landtagswahlen. Es klingt, als würde endlich der Rechtsruck in unserem Lande literarisch aufgearbeitet und auch die geprägte Schriftart des Covers lässt uns ahnungsvoll zusammenzucken.

Aber nein, ich kann Sie beruhigen. Es ist handelt sich hier um ein Buch, das bereits 1932 erschienen ist und das aus der Feder des deutschen Schriftstellers, Lyrikers und Journalisten Bernard von Brentano stammt. Keineswegs begeben wir uns lesend auf ein Terrain, das geeignet wäre unser Weltbild ins Wanken zu bringen. Keineswegs hat dieses Buch das Potenzial, die Zustände der Weimarer Republik in unsere heutige Zeit zu spiegeln. Und auf gar keinen Fall dürfen wir uns von diesem Buch eine Hilfestellung erwarten, wie wir mit unseren aktuellen Problemen umgehen. Belasten Sie dieses Buch also bitte nicht mit einer Erwartungshaltung, der es gar nicht gerecht werden will. Lesen Sie und… naja, dann werfen Sie einfach mein Eingangsstatement über Bord, wenn Sie mögen. Das jedoch wäre barbarisch und das wollen wir doch nicht mehr sein. Oder?

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Bernard von Brentano – Der Beginn der Barbarei in Deutschland

Bernard von Brentano schrieb in den Jahren 1931 und 1932 über die Stimmung in einem Land, das er immer weiter abdriften sah. Die politischen Zustände der Weimarer Republik schienen sich als Wegbereiter einer wirtschaftlichen Fehlentwicklung in einem nicht aufzuhaltenden Prozess zum Steigbügelhalter des nahenden Nationalsozialismus zu entwickeln. Die Unzufriedenheit der Menschen wurde immer lauter. Sie ließ sich gar messen. Arbeitslosigkeit, Unterversorgung, Armut und Entrechtung der Arbeiter griffen immer mehr um sich. So entschloss sich Bernard von Brentano, nicht nur eine Krise zu beschreiben, sondern sie von den Ursachen ausgehend zu erklären und die Folgen für den Einzelnen zu beleuchten.

Klar. Er machte sich mit diesem Werk keine großen Freunde in einem Land, in dem die Hakenkreuze schon auf Fahnen aufgenäht wurden und es darf den geneigten Leser im 21. Jahrhundert nicht wundern, dass genau dieses Buch 1933 verboten war. Wie viele andere Bücher auch, wurde es öffentlich auf dem Scheiterhaufen der Braunen Horden verbrannt. Der Autor wurde zur Emigration in die Schweiz gezwungen. Und dabei hatte er mit der unverhohlenen Warnung vor der beginnenden Barbarei gar nicht die Nazis gemeint. Das mussten sie wohl in den falschen Hals bekommen haben und auf diesem historischen Missverständnis beruht der wohl legendäre Status dieser Reportage, die in vielerlei Beziehungen geeignet ist, auch heute noch kräftig missverstanden zu werden.

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Bernard von Brentano – Der Beginn der Barbarei in Deutschland

Räumen wir einfach damit auf. Begeben wir uns mit den geschulten Augen eines brillanten Beobachters in die Zeit, die er beschreibt und lassen wir uns auf ihn ein. Akzeptieren wir die Schwächen dieser Reportage, die Brentano später selbst einräumt und die dazu führen, dass er sich in gewisser Weise von diesem Buch distanzierte. Ich habe jeden Standpunkt, jede Perspektive als Inspiration empfunden, weil es dem Autor gelungen ist, eine Zeitscheibe so facettenreich zu beleuchten, dass man die Antworten auf Fragen findet, die uns intensiv beschäftigen. Warum fliehen die Massen in die Arme von Nationalsozialisten, warum ist diese Zuflucht aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten sogar nachvollziehbar und wo sind die Ursachen zu finden. Das Verständnis für diesen sozialen Umbruch kann unsere Augen öffnen und dafür sorgen, ihm mit offenen Augen zu begegnen. Verständnis verhindert Wiederholung.

Brentano bereist das zermürbte Deutschland. Er besucht verarmte Bergarbeiter in der schwersten Stunde ihrer Existenz. Er analysiert die Folgen eines Grubenunglücks und wirft einen ungeschönten Blick auf die Verzweifelten, denen jede Lebensgrundlage genommen wurde. Er beschreibt den Niedergang der Landwirtschaft und die um sich greifende Mechanisierung als Ursache für die zunehmende Arbeitslosigkeit. Er geht in die Arbeiterviertel und vermittelt die Stimmungslage angesichts einer Krise ohne echte Auswege. Er beschreibt die Schieflage zwischen Arm und Reich. Zerpflückt die großen Industriellen und Kapitalisten, die fernab jeder Wertschöpfung das Individuum in einem täglichen Überlebenskampf ausbeuten. Er legt die Finger in alle Wunden.

Bernard von Brentano - Der Beginn der Barbarei in Deutschland - AstroLibrium

Bernard von Brentano – Der Beginn der Barbarei in Deutschland

Sein Barbarei-Begriff bezieht sich nicht auf die am Horizont auftauchenden Nazis. Er bezieht sich auf Karl Marx, der einer solchen Krise nur den Sozialismus als Entwurf entgegenhält, der ein Abdriften in eine totale menschliche Barbarei verhindern kann. In diesem Sinne gewinnt das Kollektiv immer mehr Bedeutung und das Recht des Starken wird konterkariert. Seine Befürchtung mündet in den Gedanken, dass am Ende dieser wirtschaftlich-sozialen Sackgasse die Selbstzerfleischung des Menschen steht. Da liegt auch der wesentliche Kritikpunkt, der das Buch aus heutiger Sicht zu einem nicht ganz leicht verdaulichen Werk werden lässt. Brentano sieht Lösungen im Kommunismus. Er sieht Karl Marx und dessen Theorien als wegweisend an. Fünfjahrespläne, gesteuerte Wirtschaftssysteme zum Nutzen des Kollektivs und eine Umverteilung des Eigentums sind für ihn zu diesem Zeitpunkt Stellschrauben, an denen man drehen könnte, um die Barbarei zu verhindern.

Später distanzierte er sich von diesen Thesen. Später erkannte er, wie Wertschöpfung im Kommunismus funktionierte und welche Opfer die einfachen Arbeiter auch dort zum Erreichen der Sollvorgaben zu erleiden hatten. Hier müssen auch wir uns fernhalten im Verständnis für jene Reportage. Sie ist aus der Zeit in unsere Hände gefallen. Bernard von Brentano beschreibt eine Republik im Niedergang. Er greift nach jedem Strohhalm, der Besserung verheißt. Er hat sich später deutlich korrigiert. Das alles ändert nichts an der schieren Wucht der Beschreibung. Es ändert nichts an dem Blick auf das Leben im Angesicht des drohenden Untergangs. Wo Brentano den Kommunismus als möglichen Ausweg sah, da flüchtete die Masse von einem Desaster ins nächste. Populisten hatten Angst geschürt, verdoppelt und Sündenböcke präsentiert. Ein Automatismus, der auch heute noch zu greifen scheint.

Bernard von Brentano - Der Beginn der Barbarei in Deutschland - AstroLibrium

Bernard von Brentano – Der Beginn der Barbarei in Deutschland

Dieses Buch hat mich bereichert. Es hat Verständnis geweckt für die Menschen dieser Zeit. Verständnis für meine Großeltern, die mir nicht viel von den Gefühlen und Ängsten erzählen konnten und wollten. Am Ende der Weimarer Republik war man auf der Suche nach einem Notausgang. Und der strahlte in leuchtenden Farben, versprach Arbeit und Lohn, füllte ideologisch die Löcher, die durch Angst aufgerissen wurden und zeigte sogar auf die Schuldigen. Alles viel zu einfach gedacht. So, wie Populisten auch heute nur Ängste schüren, Schuldige benennen, aber ansonsten blass bleiben. Immer klarer wird der Blick für die Realität. Warum sollten totalitäre Systeme die Angst durch Hoffnung ersetzen? Angst ist Machtgrundlage. Und die darf nicht verlorengehen. Aus Brentanos Reportage kann man lernen. Man darf es sich nur nicht leichtmachen, sie in unsere Zeit zu übertragen. Dafür unterscheiden sich die Parameter der Betrachtung zu erheblich. 

Die Erben Brentanos sollten weg von der Theorie und hin zum Betroffenen gehen und den Menschen aufs Maul schauen, denen es nicht gut geht. Objektiv messbar oder subjektiv empfunden. Ihnen Gehör zu verschaffen stellt eine Grundlage für einen Dialog dar, der geführt werden muss, um schillernde Notausgänge zu verschließen. Wir müssen miteinander reden. Brentano hat mit der Reportage „Der Beginn der Barbarei in Deutschland“ einen Meilenstein gesetzt.

Bernard von Brentano - Der Beginn der Barbarei in Deutschland - AstroLibrium

Bernard von Brentano – Der Beginn der Barbarei in Deutschland

Der Beginn der Barbarei in Deutschlandvon Bernard von Brentano / Einführung von Roman Köster / Eichborn Verlag / 313 Seiten / 18 Euro

Ein Besuch bei Anne Frank – Amsterdam 2019

Alles über Anne - Ein Besuch im Anne Frank Haus - AstroLibrium

Alles über Anne – Ein Besuch im Anne Frank Haus

Gedenkstätten zur Erinnerung an die Opfer des Holocaust gehören für mich zu den wichtigsten Orten, um sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen. Direkt vor der Haustür liegt die Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Dachau. Ich bin regelmäßig dort. Nicht immer alleine, jedoch immer aus gutem Grund. Erlebnisberichte und aktuelle Bücher veranlassen mich immer wieder, dort auf Spurensuche zu gehen.

Der Schmerz“ von Marguerite Duras
Der Umweg von Luce d´Eramo – Eine Faschistin unter Nazis
Der Finsternis entgegen von Arne Molfenter und Rüdiger Strempel

Weitere Gedenkstätten, die mich begleiten sind die des ehemaligen KZ Flossenbürg, das alte jüdische Ghetto in Prag und der jüdische Friedhof des Benediktinerklosters St. Ottilien. Orte, die mir zeigen wie wichtig es ist, Erinnerungen aufrecht zu halten und gegen das Vergessen anzukämpfen. Wobei es gerade die Gedenkstätten der KZs sind, die von großer Bedeutung sind, weil gerade hier das Erinnern an die Opfer ausgelöscht werden sollte. So, wie sie selbst ausgelöscht wurden. In ihren Dimensionen unfassbar und in der Relevanz für die heutige Zeit ungebrochen. Es gibt allerdings auch die ganz unscheinbaren und kleinen Gedenkstätten. Das fängt bei Stolpersteinen an, setzt sich beim verweigerten Hitlergruß in der Münchener Drückebergergasse fort und führt zu Grabstätten, Inschriften und dem ganz individuellen Gedenken. Todesmarsch-Denkmal und Holocaust-Mahnmal sind hier indirekte Gedenkstätten. Neutral gewählte Orte. Das unterscheidet sie…

Heute stelle ich mir die Frage, welche Wirkung eine Gedenkstätte hat, die gerade mal 50 Quadratmeter misst. Heute stelle ich mir die Frage, ob es mir gelingen wird, in diesen beengten Verhältnisse und einem zu erwartenden hohen Besucherstrom einen Punkt der tiefen inneren Konzentration zu finden, der mich den Menschen näherbringt, die hier zu Opfern wurden. Und ich frage mich, mit welcher Erwartungshaltung ich jetzt einen Ort betrete, der auf der ganzen Welt bekannt ist, weil er als Versteck diente. Bis diejenigen, denen der Ort Zuflucht gewährte, verraten, deportiert und ermordet wurden. Lesend habe ich mich den Menschen, die sich hier verbargen, intensiv angenähert. Es waren zwei Jahre und ein Monat. Es waren 50 Quadratmeter. Es waren acht Menschen und sie waren hermetisch von der Umwelt abgeschottet. Es ist noch heute DIE Adresse des inneren Widerstands gegen die Nazi-Besatzer in den Niederlanden.

Das Anne-Frank-Haus. Prinsengracht 263. Amsterdam.

Das Tagebuch von Anne Frank ist mein Wegbegleiter. Die Innenansichten aus ihrer Feder beschreiben den Ort so, als hätte man sich selbst hinter der Tür versteckt, die an ein prall gefülltes Bücherregal erinnerte. Ihre Beschreibung der Lebensumstände in der Wohnung ist so lebendig, als würde man nach Hause kommen. Ich versuche mich nun dem Hinterhaus zugleich von mehreren Seiten zu nähern. Ich möchte Außenansichten hinzufügen. Ich weiß vom Kastanienbaum im Innenhof. Anne hat ihn täglich vor Augen gehabt. Er war draußen, sie gefangen im Inneren. „Anne Frank und der Baum“ ist ein Buch, das nicht nur diese Geschichte erzählt. Ich trage es im Herzen, weil es zwar den Baum nicht mehr gibt, seine unzähligen Samen jedoch die Zeit überdauert haben.

Ein Buch begleitet mich nach Amsterdam. Alles über Anne – Das Leben der Anne Frank von Menno Metselaar und Piet van Ledden, herausgegeben in Zusammenarbeit mit dem Anne-Frank-Haus und erschienen im Carlsen Verlag. Dieses Buch wartet nun schon seit geraumer Zeit darauf, dass ich mich endlich auf den Weg mache. Es ist eine bebilderte und illustrierte Auseinandersetzung mit Annes Franks Lebensgeschichte, den Rahmenbedingungen und einer Zeit, in der wir nicht mit einem deutschen Mädchen mit jüdischen Wurzeln hätten tauschen wollen. Dieses Buch beantwortet alle Fragen. Es ist so gestaltet, dass junge Leser einen sehr guten Überblick über die Situation, das Haus, das Leben vor, im und nach dem Krieg und die bedrückende Enge erhalten, in der sich acht Menschen zwei Jahre lang vor der Verfolgung zu retten versuchten. 

Es sind nicht nur die emotionalen und empathischen Texte, die hier überzeugen. Es sind aufklappbare Zeittafeln, Haus- und Zimmerpläne, Informationen zum Leben im besetzten Land, zum Verlauf des Krieges und insbesondere zu den Menschen, die sich hier versteckt hielten. Für jüngere Leser sind motivierend eingeflochtene Fragen in den Text eingebaut. Verständnis wird zu Wissen. Wissen wird zu einer massiven Mauer im eigenen Kampf gegen Ausgrenzung. Und doch ist dieses Buch kein Sachbuch, weil es alles beschreibt und erklärt, nur keine Sachen. Und, wenn ich von jungen Lesern rede, dann schließe ich die ältere Zielgruppe nicht aus. Für mich ist dieses Buch der perfekte Wegbegleiter für einen Besuch in Amsterdam. Und nicht nur das. Auch das Verfestigen der vielleicht flüchtigen Eindrücke eines solchen Besuches gehört zum Portfolio dieses Buches.

Alles über Anne - Ein Besuch - Anne Frank Haus - Astrolibrium

Die Eintrittskarten liegen schon lange in der Reisemappe. Nur online kann man sie bestellen. Nur mit einem zeitlichen Vorlauf von fast zwei Monaten hat man die Chance, sich Tag und Uhrzeit des Besuches auszusuchen. Der Strom der Menschen, die jeden Tag das Anne-Frank-Haus besuchen steigt stetig. Zeichen der Verunsicherung in einer Zeit des wieder erstarkenden braunen Gedankenguts. Anzeichen, dass Menschen auf mehreren Ebenen erleben, lesen und sehen wollen, um umfassend zu verstehen. Wir haben uns für einen Montag entschieden. In der Mitte unseres Urlaubs in Holland. Wir betreten das Haus mit gemischten Gefühlen. Allzu wach ist meine Erinnerung, in Prag angesichts tausender Namen deportierter Juden, Arm in Arm mit meiner Tochter Lena vor Gedenktafeln zu stehen, die neben den zahllosen Opfernamen Orte wie Dachau als Ziele für die Transporte verzeichneten. Die Juden in Prag verband vieles mit ihren verfolgten Leidensgenossen in Amsterdam. Angst wohl an erster Stelle.

Jetzt hier vor dem Anne Frank Haus zu stehen, ist ein anderes Gefühl. Es ist nicht leicht, sich emotional in den Besuch fallenzulassen. Zu viele Menschen haben sich hier eingefunden. Zu organisiert wirkt die sich viertelstündig aufbauende Warteschlange und zu unwirklich scheint der Gedanke zu sein mit einer Gruppe von Menschen ins Haus zu gehen, die größer ist, als die Gruppe der Versteckten damals war. Audioguides werden verteilt, Eintrittskarten kontrolliert, die Schlange setzt sich langsam in Bewegung und ich erwarte schon, am Ausgang anzukommen, ohne Anne Frank wirklich nahe gekommen zu sein. Und dann passiert es doch. Es kommt der Moment vor den eingeritzten Linien am Türrahmen, die zeigen, wie sehr Anne im Versteck gewachsen ist. Hier ist es sehr ruhig und die Gefühle schlagen zu. Nicht nur bei mir. Auch Lena fühlt, dasss hier Eltern und Kinder gelebt haben. Augenscheinlich ganz normal, aber doch unter Lebensgefahr.

Alles über Anne - Ein Besuch - Anne Frank Haus - Astrolibrium

Diese Gefahr ist spürbar, Verdunkelte Räume, spartanische Einrichtung, Privatsphäre Fehlanzeige. Die Angst vor Entdeckung wird greifbar. Und draußen geht das Leben für die Besatzer und die nicht Verfolgten weiter. Ich muss zugestehen, dass ich mich bald vom Audioguide getrennt habe. Ich brauchte keine Informationen. Ich wollte fühlen, wo das Tagebuch der Anne Frank entstand. Das Buch „Alles über Anne“ ist im Museum omnipräsent. In vielen Sprachen liegt es aus und im Nachhinein muss ich sagen, dass es Besucher jeden Alters perfekt auf dieses besondere Gedenkstätte vorbereitet. Es ist auch danach sehr wichtig. Das sah ich am Abend in unserem Ferienhaus. Hier schrieb Lena ihre Gedanken nieder. Für Anne. Begleitet vom Buch, ein paar Porträt-Karten und den Fotos, die sie selbst gemacht hat. Der Tag bleibt im Gedächtnis. Tief.

Es sind Orte wie dieser, die es zu entdecken gilt, um Geschichte greifen zu können. Es gibt noch mehr Orte, die vor mir / uns liegen, um jedes Vergessen zu verhindern. Es sind Orte wie das Erinnerungszentrum Westerbork. Die Kinder mit Stern wurden in dieses Durchgangslager im besetzten Holland verbracht (wie Anne Frank), bevor man sie in die KZs deportierte und ermordete. Es gibt viele Erinnerungsorte, die ich für mich selbst aufarbeiten muss. Ich werde viel reisen. Ich werde Euch davon erzählen und ich werde nach weiteren Büchern gegen das Vergessen suchen, die mich begleiten. Vielen Dank für Eure Grüße an Anne, die ich mitnehmen durfte. Danke fürs Lesen. Und, wenn Ihr mögt, folgt meinen Spuren in Bücher, die sich mit diesem faszinierenden Mädchen und ihrem Schicksal beschäftigen. Es ist nie zu spät für Anne Frank.