[FBM 15 Interview] Mit Ursula Poznanski auf der Flucht

Ursula Poznanski - Das Buchmesse-Interview - Frankfurt 2015

Ursula Poznanski – Das Buchmesse-Interview – Frankfurt 2015

SIE ist die Fluchthelferin meines Lesens. Das Leitthema in ihren Romanen Erebos, Saeculum und Layers hat mich zum Weltrekordler in Verfolgungsjagden gemacht. Ich habe keine Ahnung, wie viele Kilometer ich in ihren Büchern bereits auf der Flucht war und dabei dunkle Wälder, Häuser oder Straßenschluchten rastlos durchquert habe. Es müssen zahllose Wege sein, die ich mit ihr lief.

Sie hat mich mit einer scheinbar harmlosen Datenbrille ausgestattet und mir einen jungen Protagonisten zur Seite gestellt, der auf sich allein gestellt war, als die Welt über ihm zusammenbrach. Sie hat mir gezeigt, dass die Wahrheit oftmals vielschichtig ist und ständig hinterfragt werden muss. Sie hat mich dazu gebracht, Flyer zu verteilen und mich vor Reiterstandbildern dabei anstarren zu lassen. Und sie brachte mich auf Trab. Literarisch gesehen, natürlich.

SIE – Das ist Ursula Poznanski. Thriller Autorin von Format, die es vermag, ihre Leser ohne Blutrausch-Orgien zu fesseln und dabei doch von der ersten bis zur letzten Seite ihrer Romane treu an ihrer Seite zu bleiben. Sie bringt Erwachsene dazu, sich in die Jugendbuchabteilungen zu schleichen, um nach Thrillern Ausschau zu halten, die zwar fesseln, aber nicht traumatisieren.

Ursula Poznanski - Das Phänomen - Mit einem Klick zum Artikel

Ursula Poznanski – Das Phänomen – Mit einem Klick zum Gastbeitrag beim Loewe Verlag

Sie veranlasste mich dazu, in einem Gastbeitrag für den Loewe Verlag der Frage nachzugehen „Sind Ursula Poznanskis Jugendthriller die Erwachsenenbücher von morgen?“ Das Feedeback auch auf diesen Artikel zeigt mir deutlich, dass Leser jeden Alters ihr vertrauen. Und das hat einen guten Grund:

Ursula Poznanski ist und schreibt fair. Sie holt nicht weit in die Vergangenheit eines ganzen Kontinents aus, nur um die Seiten von einem Mord zum nächsten zu füllen. Sie benötigt keine 28 Romanfiguren, die alle so schräg sind, als wären sie eben einem Kuriositätenkabinett entsprungen, und sie führt uns keine Ermittler vor Augen, die selbst psychisch „sowas von einen an der Klatsche haben“, dass sie im normalen Leben schon lange nicht mehr bei der Polizei wären.

Ich freue mich daraufUrsula Poznanski  auf der Frankfurter Buchmesse mit meinem Mikrofon verfolgen zu dürfen. Literatur Radio Bayern wird sich an ihre Fersen heften und versuchen, ein gnadenloses Flucht-Interview mit ihr zu führen. Mich interessieren ihre Pläne, Leitideen und Gedanken zur Entwicklung des Thrillers. Und vieles mehr.

Mit einem Klick zum Buchmesse-Interview mit Ursula Poznanski

Mit einem Klick zum Buchmesse-Interview mit Ursula Poznanski

Folgen Sie mir bitte, wenn ich Schicht für Schicht von dem ans Tageslicht bringe, was Ursula Poznanski in Layers so vielschichtig beschrieben hat.

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Hier geht es weiter mit Ursula Poznanski. „ELANUS – Die Überwachung mit einer Drohne wird für den Überwacher zum lebensgefährlichen Ritt auf der Rasierklinge.

Elanus von Ursula Poznanski

Elanus von Ursula Poznanski

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5 Gedanken zu „[FBM 15 Interview] Mit Ursula Poznanski auf der Flucht

  1. Pingback: [Jugend-Thriller] Layers von Ursula Poznanski | AstroLibrium

  2. Hey Arndt,
    ein toller Artikel. Besonders folgendes spricht mir sehr aus dem Herzen: „Sie benötigt keine 28 Romanfiguren, die alle so schräg sind, als wären sie eben einem Kuriositätenkabinett entsprungen, und sie führt uns keine Ermittler vor Augen, die selbst psychisch „sowas von einen an der Klatsche haben“, dass sie im normalen Leben schon lange nicht mehr bei der Polizei wären.“ – Das ist mir doch jetzt in einigen Büchern aufgefallen. Wenn ich nach 200 Seiten immer noch nicht auseinander halten kann, wer denn nun eigentlich wer ist, dann ist meiner Meinung nach Hopfen und Malz verloren. Besonders, wenn es ein Krimi, Thriller oder Roman ist, der nur 400 Seiten oder so hat. Bei einem mehrteiligen Epos ist das natürlich was anderes. Wenn in einem Krimi kein Ermittler mehr „normal“ ist, sondern allesamt einen an der Klatsche haben, dann weiß ich auch nicht weiter. Unglaublich – das nervt doch nur.
    Von Ursula Poznanski kenne ich bisher nur die Reihe um Beatrice Kaspary und die gefällt mir sehr. Ihr Schreibstil ist toll, atemberaubend und mitreißend. Ich glaube, ich werd mich auch noch auf ihre Jugendbücher stürzen, wenn das die Lesezeit mal zulässt.
    Vielen lieben Dank für das tolle Interview, sehr interessant. Auch der Einblick mit den „Zielgruppen“. Mir ist einiges auch zuuuu brutal… Es macht so viel Spaß euch beiden zuzuhören. Ich möchte jetzt auch ein Selfie…. Ursula hat eine sehr sympathische Stimme. Ist einfach wie dabei zu sein. Grandios. Danke dir!
    Liebe Grüße, Verena.

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