„Wild“ – Der letzte Trip auf Erden mit Reinhold Messner

Wild von Reinhold Messner

Reinhold Messner zuzuhören ist ein Erlebnis. Ihn zu lesen steht dem in nichts nach. Er weiß sehr genau worüber er schreibt, wenn er das Extreme beschreibt, wenn er über die Motivation von Menschen spricht, die sich Ziele gesteckt haben, von denen wir noch nicht einmal zu träumen wagen. Messner weiß dies, weil er selbst ein Besessener war, dessen Reputation noch heute auf der Bewältigung des Extremen gründet. Berge ohne Sauerstoff zu besteigen, Alleingänge und Erstbesteigungen, Rekorde über Rekorde, im ewigen Eis Spuren zu hinterlassen, das sind die Wegmarken seines Lebens, die uns an den Reinhold Messner erinnern, wie er sich selbst gerne sieht.

Aber es sind auch die Konflikte mit seinen Bergkameraden, den Männern an seiner Seite, die von seinem extremen Ego künden und den Eindruck erwecken, es mit einem Leitwolf, einem Alphatier zu tun zu haben. Keinesfalls jedoch mit einem empathischen Teamleader. Umso erstaunlicher scheint es, dass er sich in seinem neuesten Buch mit einem Menschen auseinandersetzt, der genau aus diesem Grund zu einer Legende in der Geschichte der Polar-Expeditionen wurde. Einer fast vergessenen Legende, muss man dazu sagen, denn den Ruhm erntete ein anderer, der in seinem Wesen eher dem Extrembergsteiger Reinhold Messner gleicht.

Wild von Reinhold Messner

Wild“ [waild] erzählt die Geschichte des englischen Abenteurers Frank Wild, der die Antarktis im frühen 20. Jahrhundert besser kannte als seine Westentasche. Zahllos waren seine Beteiligungen an Expeditionen zur Erforschung dieses neuen Kontinents, zahllos seine Versuche mit unterschiedlichsten Expeditionen zum Südpol vorzustoßen und ihn für sein Land in Besitz zu nehmen. Zahllos waren auch seine Kontrahenten, die in einem wahren Wettlauf zum Südpol das letzte große Ziel für Entdecker erobern und sich selbst dadurch unsterblich machen wollten. Die Geschichte von Frank Wild jedoch ist nicht die Geschichte eines Robert Falcon Scott oder eines Roald Amundsen. Wir haben es hier nicht mit einem großen Forscher zu tun, der berühmt werden möchte.

Frank Wild ist der sogenannte Zweite Mann an der Seite von Ernest Shackleton, der „Right Hand Man“ ohne den man heute wahrscheinlich über die vielen Toten berichten müsste, die Shackletons Ehrgeiz zum Opfer gefallen wären. Jenem Shackleton, der es nicht geschafft hatte, im Wettrennen um den Südpol eine wichtige Rolle zu spielen, der sogar von Robert F. Scott ausgebootet und bei Weitem übertroffen wurde. Gescheitert und frustriert beschließt Shackleton in einem letzten Anlauf und mit einem aberwitzigen Plan im Jahr 1915 die so sehr ersehnte polare Unsterblichkeit zu erlangen.

Wild von Reinhold Messner

„Der letzte Trip auf Erden“ soll ihm den Durchbruch bringen. Eine Expedition, mit der er endlich zu Weltruhm gelangen könnte. Die Durchquerung der Antarktis. Wissend um seine eigenen Fähigkeiten und Schwächen setzt Ernest Shackleton erneut auf den Mann, der als sein Stellvertreter dafür verantwortlich ist, die Mannschaft zu führen und die Männer der Expedition in bedrohlichen Situationen durch persönliches Vorbild zum Überleben zu motivieren. Frank Wild ist der symbiotische Charakter, der Shackleton im Kampf gegen die Natur komplementär zu ergänzen scheint. Ruhmsucht ist ihm fremd, Empathie scheint ihm in die Wiege gelegt worden zu sein und sein Umgang mit denen, die ihm anvertraut sind ist entscheidend für den Erfolg dieser Mission.

Shackletons „Imperial Trans-Antarctic Expedition“ scheitert krachend. Sein Schiff „Endurance“ bleibt im Packeis stecken, wird von den Eismassen zermalmt und die 28 Männer müssen sich mit Rettungsbooten einen Weg zu einer kleinen Insel erkämpfen. Dort heißt es warten und sterben oder in einer letzten aberwitzigen Aktion alles auf die Karte Shackleton zu setzen. 22 Männer bleiben im antarktischen Winter auf Elephant Island zurück, während Shackleton mit fünf Begleitern in einem der Boote losfährt, um Hilfe zu holen. Frank Wild ist es, der zurückbleibt. Als Führer der verzweifelten Gruppe, die zur Untätigkeit verurteilt ist und nichts tun kann, außer auf Hilfe zu warten.

Wild von Reinhold Messner

Reinhold Messner stellt nun diesen Frank Wild in den Mittelpunkt. Eine Position, in der er sich sicher nicht wohlgefühlt hätte. Messner beschreibt sein Wesen, Gründe und Ursachen für seine Fähigkeit, Menschen zu führen und entwickelt dabei ein zeitloses in sich geschlossenes Bild, was charismatische Führer ausmacht. Messner schreibt über grenzenloses Vertrauen, Vorbildhaftigkeit und Bescheidenheit. Alles Wesensmerkmale über die Frank Wild zweifelsohne verfügt und die in den Tagebuchaufzeichnungen der Überlebenden belegt sind. Vier Monate dauert das Martyrium der 22 auf der Insel. Kein einziger von ihnen begeht Selbstmord, niemand wird aufgegeben, alle überleben bis zu dem Moment der Rückkehr von Ernest Shackleton.

Messner schreibt sich und seine Leser voller Ehrfurcht auf diese Insel. Er macht uns zu Schiffbrüchigen, die das Bersten der Schiffsplanken der Endurance noch im Ohr haben, die hungern, frieren und in ihrer Hoffnungslosigkeit versinken. Der Gestank der Männer macht alles mürbe, die Sehnsucht nach Wärme frisst sich ins Herz und die pure Angst beherrscht unser Schlafen. Immer wenn wir denken, es geht nicht weiter, ist da jener Frank Wild. Unerschütterlich, in sich selbst ruhend und alle Entbehrungen mit seinen Männern teilend. Loyal gegenüber dem Boss, der sicher bald kommt und ruhig, wo andere die Nerven verlieren. Reinhold Messner erweist einem Mann die Ehre, der er selbst nie hätte sein können. Reinhold Messner wäre selbst losgefahren, hätte Rettung geholt und wäre dann als Held der in die Geschichte eingegangen. Und genau das ist es, was dieses Buch so magisch macht. Nur ein Leitwolf kann einem Zweiten Mann die Ehre erweisen, weil ein Zweiter Mann nie über sich schreiben würde. Nur ein Alphatier kann auf den stärksten Charakter im Rudel zeigen. Ohne Rigth Hand Man Frank Wild wäre die Geschichte der Endurance die Geschichte eines Massengrabes auf Elephant Island.

Wild von Reinhold Messner

Ein fesselndes und nachhaltig wirkendes Buch! Wie sein „Absturz des Himmels“ bringt es uns die Leistungsfähigkeit von Menschen unter extremen Bedingungen näher und erweitert unseren Horizont, auch weil er die jeweiligen Expeditionen in ihren sozio-historischen Hintergrund einbettet. Es ist bitter für Shackleton zu erkennen, dass kaum jemand an seiner Story interessiert ist, weil Europa in den Schützengräben des Ersten Weltkrieges ausblutet. Und doch ist dies auch ein Buch mit einem erstaunlichen Bruch, da Reinhold Messner ein Kapitel ausblendet, das für die Männer der Endurance mehr als traumatisch war und ewig nachwirkte. Ein Kapitel, das nicht mal das Bilderbuch von William Grill „Shackletons Reise“  ausblendet, obwohl hier die Zielgruppe Kinder sind.

Ich spreche hier von 69 Schlittenhunden die an Bord der Endurance waren. Tiere, die erschossen werden mussten, nachdem ihre Rettung ausgeschlossen war. Hunde, die der Besatzung mehr als ans Herz gewachsen waren. Teams, die blind funktioniert haben und Bindungen, die von Frank Wild zerrissen wurden, weil ihm die Aufgabe ihrer Erschießung zukam. Er selbst schrieb dazu:

Ich habe Männer gekannt, die ich an diesem Tag lieber erschossen hätte, als den schlechtesten dieser Hunde.

Einige der Männer haben ihm das nie verziehen. Ein Aspekt, den man nicht einfach vernachlässigen darf, wenn man über Frank Wild schreibt. Denn das Überleben auf der Insel war nicht harmonisch. Signifikant dafür ist auch, dass vier Überlebende von einer Liste gestrichen wurden, mit der Ernest Shackleton seine Besatzung für die Verleihung der Polarmedaille vorschlug. Unter ihnen auch der Schiffszimmermann Harry McNish.

Wild von Reinhold Messner

Von ihm wird noch zu reden sein. Er brachte die Schiffskatze Mrs. Chippy an Bord. Auch Mrs. Chippy wurde erschossen. Ihre Geschichte wurde von Caroline Alexander in einem bewegenden Buch erzählt. „Mrs. Chippys letzte Expedition in die Antarktis“ ist schon insofern erwähnenswert, weil die Autorin neben diesem Kinderbuch auch das absolute Standardwerk zur Expedition „Die Endurance“ verfasst und Elephant Island mit Reinhold Messner besucht hat. Eigentlich schließen sich hier alle Kreise. Ich mag jedoch einen Kreis öffnen und die Geschichte der Schiffskatze von einer Autorität auf diesem Gebiet rezensieren und beleuchten lassen.

Pauli vom Blog Blogger mit Buch wird an Bord der Endurance gehen und sich auf die Suche nach den Spuren von Mrs. Chippy begeben. Hier geht’s weiter.

Wild wirft Fragen auf, die vielleicht die Schiffskatze der Endurance beantworten kann

In Schnee und Eis“ von Rudi Palla – Auch eine Geschichte vom großen Scheitern

In Schnee und Eis von Rudi Palla - AstroLibrium

In Schnee und Eis von Rudi Palla

[Bilderbuch] Shackletons Reise von William Grill

Shackletons Reise von William Grill

Shackletons Reise von William Grill

Bilderbücher erzählen große und kleine Geschichten, indem sie das geschriebene Wort durch das Medium der kindgerechten Illustration ergänzen und manchmal sogar gänzlich ohne Text auskommen. Dabei vereinfachen die Autoren und Gestalter dieser Bilderbuch-Welten ihre Botschaften so sehr, dass sie im gemeinsamen Betrachten und Lesen ihre Magie entfalten können, da ihre Werke leicht verständlich sind. Auf diese Art und Weise erschließen sich dann selbst komplexe Geschichten den jüngsten Lesern. Bilderbücher sind mehr als nur Ablenkung und reine Unterhaltung. Sie sind der Einstieg in die große Welt der Bücherliebe und sie bestimmen oft den weiteren Leseweg eines Menschen.

Service für Kinder - Rezension zum Anhören - Ein Klick genügt...

Service für Kinder – Rezension zum Anhören – Ein Klick genügt…

Komplexe Geschichten in Bilderbüchern zu erzählen ist immer ein Wagnis, weil man vielleicht doch dazu neigen könnte, die kleine Erstleserschaft zu überfordern. Aber diese Gratwanderung ist es wert. Altersgrenzen verschwimmen und wenn Alt und Jung in der Leseecke verschwinden, um in eine solche große Erzählung einzutauchen, dann hat man als Autor viel erreicht. Und wenn dann noch weitere Bücher in diesen Kreis eintreten, um die im Bilderbuch erzählte und illustrierte Geschichte zu untermauern und Hintergründe zu erläutern, dann schlägt man mit einem Bilderbuch einen Kosmos auf, der einer Expedition ins Land des Lesens gleicht.

Shackletons Reise von William Grill - Die Mannschaft

Shackletons Reise von William Grill – Die Mannschaft

Shackletons Reise“ von William Grill – erschienen im NordSüd Verlag – ist hierbei im wahrsten Sinne des Wortes eine Expedition für sich. Wir schreiben das Jahr 1914 und als Europa der Erste Weltkrieg droht, verlässt das Forschungsschiff Endurance den britischen Hafen Plymouth und bricht mit seiner vielköpfigen Besatzung zu einer der größten und letzten Entdeckungsfahrten in der langen Geschichte der Erforschung der Antarktis auf. Ernest Shackleton hatte lange darauf gewartet, diese Expedition zu wagen und es blieben nicht mehr allzu viele Ziele übrig, um sich als Forscher einen Namen zu machen.

Amundsen hatte den Südpol bereits entdeckt und so blieb Shackleton nur noch die Durchquerung des antarktischen Kontinents von einer Meeresküste zur anderen über den Südpol als historisch und wissenschaftlich wertvolles Ziel einer solchen Expedition, für die er mehr als nur Glück und Geschick benötigte. Er brauchte Ausdauer und da traf es sich sehr gut, dass der Name seines Schiffes genau dies versprach. Endurance – Ausdauer. Am 8. August 1914 stach Ernest Shackleton in Plymouth in See. Niemand konnte zu diesem Zeitpunkt ahnen, dass die Männer erst zwei Jahre später wieder nach Hause kommen würden. Allerdings ohne ihre geliebte Endurance, denn ihr Schiff sollte den englischen Hafen nie wieder erreichen…

Shackletons Reise von William Grill - Die Reise beginnt

Shackletons Reise von William Grill – Die Reise beginnt

Die Fakten dieser Expedition muten noch heute mehr als abenteuerlich an. Die Endurance blieb im Packeis stecken und wurde durch die Naturgewalten zermalmt. Die Männer der Besatzung retteten ihre Ausrüstung und versuchten mit ihren Hunden das Festland zu erreichen, indem sie die Rettungsboote der Endurance wie Schlitten hinter sich herzogen. Sie errichteten auf ihrem Weg über das ewige Eis mehrere Camps bis ihr Weg plötzlich endete. Aus dem Packeis wurden einzelne Schollen und sie mussten ihren Weg in den kleinen Booten fortsetzen. Schließlich erreichten sie nach mehr als sechs Monaten eine Insel.

Dort blieb die Besatzung zurück und ein einziges Boot wurde seetüchtig gemacht, um unter der Führung von Ernest Shackleton in See zu stechen, um Hilfe zu organisieren. Eine abenteuerliche Reise beginnt, die auf der Walfangstation Stromness ihr glückliches Ende findet. Von dort aus setzte sich dann ein Dampfschiff in Fahrt, um die restlichen Männer auf der Elefanteninsel zu retten. Der Rest ist Geschichte. Zwei Jahre nach dem Auslaufen wurden die Angehörigen der Expeditionsfahrt nach ihrer Rettung als Helden gefeiert und Ernest Shackleton wurde berühmt, weil er keinen einzigen Mann verloren hatte. Die Opfer, die sie alle zu bringen hatten, waren jedoch enorm.

Shackletons Reise von William Grill - Die Endurance ist verloren

Shackletons Reise von William Grill – Die Endurance ist verloren

Wer jetzt denkt, William Grill würde in seinem Bilderbuch „Shackletons Reise“ eine kleine romantische Abenteuergeschichte erzählen, der sieht sich getäuscht. Er holt weit aus. Mit Worten und mit seinen Erzählstiften, die den Männern der Endurance Gestalt verleihen. Grill nimmt seine Leser und die Betrachter seiner Bilder mit auf eine ganz besondere Expedition. Er erklärt, wie man ein solches Abenteuer finanziert, zeigt die unglaubliche Vielfalt der Ausstattung und zeichnet die Mitglieder der Besatzung mit ihren Funktionen. Darüber hinaus geht er auf die vielen Hunde ein, ohne die es wohl niemals eine Rettung gegeben hätte.

Erst dann, erst wenn man die Vorbereitung erlesen hat, geht es auf die große Reise. Seekarten und Reiserouten laden dazu ein, die Fahrt mit dem Finger nachzufahren und als die Endurance steckenbleibt, hat wirklich jeder Leser eine Ahnung davon, was dies bedeutet. Man hat nun selbst den Hauch einer Ahnung davon, wie man überleben kann, welche Gegenstände wichtig sind, und erfährt im Verlauf der Flucht vom Packeis, dass Rettungsboote viel mehr sind als nur kleine Schiffe. Sie dienen als kleine Häuser, die man sogar beheizen kann, man kann sie umbauen um die See zu erobern und sie sind sehr taugliche Schlitten.

Shackletons Reise von William Grill - Überleben

Shackletons Reise von William Grill – Überleben

William Grill gelingt mit „Shackletons Reise“ ein großer Wurf im Bilderbuchland. Er erzählt nicht nur eine Geschichte, er weckt die Abenteuerlust und schärft den Blick für drohende Gefahren. Grill begeistert mit der Detailtreue seiner Illustrationen, die der Atmosphäre dieser großen Expedition wieder neues Leben einhauchen. Dabei sind die Bilder abstrakt genug, um ihren Betrachtern selbst genügend Raum zu geben, sich in sie hineinzudenken und selbst Teil der Besatzung zu werden. Planänderungen werden erklärt, Krankheiten und Fachbegriffe in einem Glossar erläutert und selbst das Leben im Bauch eines umgedrehten Rettungsbootes wird anschaulich erklärt.

Man darf sich also nicht wundern, dass die kindlichen Entdecker dieses Bilderbuches plötzlich mit Handschuhen, Schals und Mützen vor ihren Lesebegleitern sitzen und in ein eigenes Abenteuer aufbrechen wollen. Man darf sich auch nicht wundern, wenn Kinder zu den Leitern ihrer eigenen Expedition durchs Leben werden und schon gar nicht darf man sich wundern, wenn plötzlich in allen möglichen Büchern oder im Internet nach Fotos von Shackletons Expedition gesucht wird. Ich bin dankbar, Die Endurance von Caroline Alexander (Berlin Verlag) auf diese Bilderbuch-Expedition mitgenommen zu haben. Geschichte und Bilderbuch gehen hier nachhaltig Hand in Hand…

Geht mit an Bord und beweist Ausdauer mit euren Kindern. ENDURANCE…

Shackletons Reise von William Grill - Keinen Mann verloren, aber...

Shackletons Reise von William Grill – Keinen Mann verloren, aber…

Ein Nachtrag für Eltern.

Am Scheideweg des eigenen Überlebens hatten die Männer der Endurance die härteste Entscheidung zu treffen, die man sich nur vorstellen kann und von der sich viele nicht mehr erholten. Jedem Besatzungsmitglied wurde vor Beginn der Expedition ein Hund zugeteilt. Sie waren Teams innerhalb der Mannschaft. Es waren mehr als nur Schlittenhunde. Als es nur noch in den Booten weitergehen konnte, mussten die Hunde erschossen werden. Auch dieses sensible Thema greift das Bilderbuch (allerdings zart und am Rande) auf. Und doch sollte man sich auf Fragen in diese Richtung vorbereiten, wenn man Shackletons Reise gemeinsam liest. Sie gehören zum Leben.

„Ich habe Männer gekannt, die ich an diesem Tag lieber erschossen hätte, als den schlechtesten dieser Hunde.“ (Frank Wild)

Shackletons Reise von William Grill - Treue Hunde

Shackletons Reise von William Grill – Treue Hunde

Sollte Interesse an weiteren eiskalten Leseempfehlungen bestehen, dann kann ich nur raten, den folgenden Artikel auf „Zeichen und Zeiten“ von Constanze Matthes zu lesen, der dieses Thema in aller Coolness erschließt: Eiszeit – Zehn Lesetipps, die in die Kälte führen!

Diese eisigen Ratschläge sind derzeit im Schaufenster der Buchhandlung Calliebe zu bestaunen. Die Kooperation zwischen Bloggern und Buchhändlern ist also in der Eiszeit angelangt… Und „Shackletons Reise“ stößt bald dazu, wenn ein Bilderbuch-Fenster aus der Taufe gehoben wird! Unsere Planungen laufen!

Wild von Reinhold Messner

Reinhold Messner war nicht so mutig. Er verschweigt die Hunde. „Wild„…

shackletons reise spacer astrolibrium