[Bilderbuch] John F. Kennedy – Zeit zu handeln

John F. Kennedy – Zeit zu handeln

Happy birthday to you,
Happy birthday to you,
Happy birthday Mr. President,
Happy birthday to you…

So würde sie wohl immer noch singen, wären nicht sie selbst und das hier besungene Geburtstagskind schon längst Geschichte. Sie, das ist Marilyn Monroe, Stilikone ihrer Zeit, mehr als nur die Schauspielerin und mutmaßliche Geliebte eines der mächtigsten Männer der Welt. Er, das war John F. Kennedy. 35. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Was wir heute noch von ihm wissen sind die Schlagzeilen einer Amtszeit, die nur 1036 Tage währte.

John F. Kennedy – Zeit zu handeln

Fakten, die man nie vergisst:

  • Mit 43 Jahren jüngster Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika,
  • Erster katholischer Präsident der USA,
  • Kubakrise – Schweinebucht – Invasion,
  • Bemannte Raumfahrt  – Wettrennen im All,
  • Geteiltes Deutschland – Berliner Mauer – Ich bin einer Berliner,
  • Rassenunruhen – Marsch auf Washington – Martin Luther King,
  • Dallas – Attentat – Jackie Kennedy – Witwe…

Und was bleibt ist eines der bedeutendsten Zitate, das einen Wandel in der Haltung der Bürger eines Landes gegenüber der Regierung einläutete und das auch heute noch nicht an Aktualität eingebüßt hat.

„Fragen Sie nicht, was Ihr Land für Sie tun kann –
fragen Sie was Sie für Ihr Land tun können.“

John F. Kennedy – Zeit zu handeln

Am 29. Mai 2017 jährt sich der Geburtstag von John F. Kennedy zum hundertsten Mal. Der Präsident, der im Alter von nur 46 Jahren erschossen wurde, hat viele offene Fragen zurückgelassen. Legenden ranken sich um seinen Lebensweg, die nie geklärte Frage ob der Attentäter alleine schoss und die zweifellos charismatische Ausstrahlung haben ihre Spuren bis in die heutige Zeit hinterlassen. Es sind Fakten und Daten, derer man sich heute erinnern kann. Es ist aber auch die Frage, was er noch hätte verändern können, wenn…

Aus dem Schulunterricht ist einer der wichtigsten Vorreiter in der Gleichstellung von schwarzen und weißen Bürgern eines Landes fast verdrängt. Was lernen wir heute noch? Welche Politiker des vergangenen Jahrhunderts sind wichtig und wie geht man mit ihrem Vermächtnis um? Bleiben nur Hollywood-Filme, Fotos, Zitate und einige Artikel auf Wikipedia? Reicht das aus, um verstehen zu können, wie lange es wirklich gedauert hat, die Lücke zwischen Abraham Lincoln und John F. Kennedy in Bezug auf die Rechtstellung schwarzer Amerikaner zu schließen? Wie kann man das Vergessen verhindern?

John F. Kennedy – Zeit zu handeln

Es ist ein Buch, das helfen kann. Es handelt sich hierbei nicht um eine Biografie im engeren Sinn. Es ist kein Sachbuch-Wälzer, der Altes im neuen Kleid präsentiert. Es ist ein Kinder- und Jugendbuch – ein Bilderbuch – das uns zum hundertsten Geburtstag von John F. Kennedy aus der Deckung lockt und die Schlaglichter im Leben eines der wohl einflussreichsten Menschen unserer Zeit visualisiert. Es ist ein Bilderbuch, das in der Lage ist, Lücken zu schließen. Nicht nur tiefe Wissenslücken, sondern auch die im Zusammenspiel zwischen Jung und Alt, zwischen Kindern und Eltern und oftmals auch zwischen den Menschen, die John F. Kennedy noch erlebt haben und denjenigen, für die er nur noch als Name existiert.

John F. Kennedy. Zeit zu handeln“ von Shana Corey und R. Gregory Christie, im NordSüd Verlag erschienen, ist für mich ein Musterbeispiel für den Versuch, Eltern und Kinder zur gemeinsamen Auseinandersetzung mit den Themen der Zeitgeschichte zu bewegen, ohne die wir unsere Gegenwart kaum richtig einordnen können. Es ist dabei auch mehr als relevant für die jüngeren Leser, um im späteren Leben Romane besser verstehen zu können. Sich selbst eine Meinung zu bilden und mehr zu wissen, als man es manchmal von ihnen erwartet. Und wissen hat noch nie geschadet…

Lest dazu den Artikel über das Jugendbuch „Mein Name ist nicht Freitagund ihr versteht, was ich meine. Sklaverei ist keine geschichtlich überholte Zeiterscheinung und Romane zu diesem Thema sind auch heute noch brandaktuell. Selbst Erwachsene können die großen Romane von Harper Lee Wer die Nachtigall stört oder Gehe hin, stelle einen Wächternur einordnen, wenn sie um die Hintergründe wissen.

John F. Kennedy – Zeit zu handeln

Die Illustrationen von R. Gregory Christie strahlen in ihrer angedeuteten Abstraktion eine faszinierende Vitalität und Energie aus. Sie sehen auf den ersten Blick grob und in mancherlei Hinsicht unfertig aus, aber genau hier liegt ihre Stärke. Sie erschlagen den Betrachter nicht und geben Spielraum für die eigene Vorstellungskraft, sie verleiten zur eigenen Recherche und zur Suche nach den echten Fotos von einst. In Verbindung mit dem Text von Shana Corey entsteht so ein mehrdimensionales Bild, in dem Leser auch nach ihrer eigenen Haltung suchen können.

Jedenfalls sollte man sich diesem Bilderbuch der Geschichte gemeinsam nähern. Die im Text auftauchenden Begriffe Zivilcourage, Segregation und Plädoyer erklären sich jungen Lesern nicht von selbst. Und für die Jüngsten ist es interessant, wenn man ihnen den Unterschied zwischen einem Telegramm von einst und einer SMS von heute erklärt. So macht gemeinsames Lesen Spaß und vermittelt auch noch Wissen und eine nicht unwesentliche Portion Haltung, um die wir sonst so sehr ringen.

John F. Kennedy – Zeit zu handeln

Folgen wir doch dem Aufruf der Autorin, demzufolge „Geschichte ein Gespräch“ ist. Ohne unsere Stimme kommt dieser Dialog nicht zustande. Erwachsenen unter uns empfehle ich „Zwischen mir und der Welt“ von Ta-Nehisi Coates. Ein Brief eines schwarzen Vaters an seinen 15-jährigen Sohn in den heutigen USA schließt die Lücke zwischen uns und John F. Kennedy. Unverzichtbar. Diesen Büchern sollte man Raum geben – sie verhindern, dass man seine innere Haltung verliert…

(Off-Topic) Warum bin ich eigentlich kein Rassist?

Off-Topic: Warum bin ich kein Rassist

Seit Jahren engagiere ich mich in meinem Lesen, Leben und Schreiben gegen die Ausgrenzung oder Unterdrückung von Menschen, die einfach anders sind. Dabei scheint es doch in der Geschichte der Menschheit fast nichts zu geben, was einfacher ist, als Andersdenkende, Andersgläubige oder Andersfarbige zu sozialen Underdogs zu machen, ihnen die Schuld für alle Missstände in die Schuhe zu schieben und selbst vor lauter Wohlgefallen an der eigenen Perfektion in einen intellektuellen Dämmerschlaf zu verfallen. Ich bin anders, denke anders, fühle anders und bin absolut davon überzeugt, dass niemand aufgrund seiner Herkunft ein besserer oder schlechterer Mensch ist.

Da kann ich mir ganz schön auf die Schulter klopfen. Das habe ich in den mehr als fünf Jahrzehnten meines Lebens ja prima hinbekommen. Diese tiefe Einsicht muss ich bereits seit meiner frühen Kindheit für mich entdeckt und kultiviert haben, denn ich kann mich nicht daran erinnern, jemals anders gedacht zu haben. Ich bin so großartig! Dabei habe ich mir ganz selten die Frage gestellt, ob das eigentlich nur mein Verdienst ist. Ob ich hier ganz eigenständig zu einem frei denkenden Menschen geworden bin, oder ob es auch in meinem Leben Stellschrauben gab, an denen jemand so lange gedreht hat, bis ich in meiner jetzigen Geisteshaltung verwachsen war.

Off-Topic: Warum bin ich kein Rassist – Erwin Kostedde

Beim Lesen des Buches Heimaterde. Eine Weltreise durch Deutschland aus der Feder von Lucas Vogelsang entdeckte ich viele Beispiele für Alltagsrassismus, der in meiner Jugend gang und gäbe war. Aber das ist lange her. Warum war es für mich so normal, dass mit Erwin Kostedde erstmals ein dunkelhäutiger Fußballer das Trikot der deutschen Nationalmannschaft trug? Warum nur habe ich damals keine Witze darüber gemacht? Das war 1974. Ich war erst 12 Jahre alt und schon so weltoffen. Wow. Und das in einer Zeit, in der ich mich mehr für meine Pickel und junge Mädels, als für meine anscheinend humanistische Weltsicht interessiert habe. War ich schon so?

Warum hatte ich so viel Verständnis für einen Jimmy Hartwig, den Fußballer aus Offenbach, der es als Spieler des HSV 1979 ebenfalls in unser Nationalteam schaffte. Und wohlgemerkt, auch das als dunkelhäutiger Sohn eines afroamerikanischen Gis. Es spricht ja wohl schon wieder für mich, dass ich verstehen konnte, wie schwer der Weg für ihn war und welchen Anfeindungen er ausgesetzt war. Die Presse war da noch viel harmloser als der geneigte Fußballfan von der Straße. Bimbo und Negerlein. Mit diesen und ähnlichen herabwürdigenden Begriffen musste Jimmy Hartwig damals leben. Auch damit, dass er langfristig kein Standing im Nationalteam hatte. Die Zeit war noch nicht reif dafür. Ich war es schon. Ich bin ja auch ein Held im Kampf gegen den Rassismus.

Off-Topic: Warum bin ich kein Rassist – Jérôme und Jimmy

Nur zu verständlich, dass ich heute mit dem guten Nachbarn Boateng leide, wenn er mal wieder zum Opfer einer Kinderschokolade-Schlammschlacht wird und nur allzu logisch, dass ich vehement dagegen ankämpfe, wenn unser Mesut Özil wegen seines Glaubens Ziel von rassistischen Angriffen und Verunglimpfungen wird. Nicht mit mir. Es ist einfach nicht akzeptabel, da ich schon seit meiner Kindheit der geborene Kämpfer in Sachen „Wir sind alle gleich“ bin. Und hier ist Fußball nur ein Beispiel. In der Schule und später im Beruf stellte sich heraus, dass ich ebenso großartig liberal war, wie ich es mir von frühauf anerzogen habe. Da muss ich echt den Hut vor mir ziehen, dass ich nie auf die (aus meiner Sicht) falsche Spur geraten bin.

Warum schaffen andere Menschen das nicht? Warum werden sie zu Rassisten? Was fehlt ihnen, was ich bei mir zu finden denke? Ist es so einfach, eine Antwort auf so eine Frage zu finden? Kann man sie so überhaupt stellen? Ich als geborener Kämpfer gegen die Ungerechtigkeit muss doch fragen dürfen. Ich verdanke mir doch selbst, dass ich heute so bin wie ich bin. Da werden doch andere auch mal nachdenken dürfen, was sie falsch gemacht haben. Das sind Gedanken, die ich lesend entwickelte, bevor meine Erinnerung Bilder vor meinem geistigen Auge ablaufen ließ, die schon längst verdrängt waren. Nicht, weil ich sie vergessen hatte, sondern weil sie so selbstverständlich waren.

Ich sehe meinen Vater. Berufssoldat und als Spieß in der besonderen Verantwortung für die Menschen in seinem beruflichen Umfeld. So erinnere ich mich an ihn. Ich sehe ihn noch heute vor mir, im Wohnzimmer mit seinen Kameraden und Kumpels, wenn es wieder einmal hieß, eine Übung vorzubereiten. Raus ins Gelände zu gehen oder wenn es galt, über Rekruten der Kompanie zu sprechen, die Probleme hatten. Fair ist er mir dabei immer vorgekommen. Beharrlich, nachdrücklich und klar. Er hatte eine Linie, an der ich mich auch als Sohn ausrichten konnte. War er im Job die Mutter der Kompanie, so hat er mir als Vater den Proviant mit auf den Weg gegeben, von dem ich noch heute zehre.

Off-Topic: Warum bin ich kein Rassist – Der Spieß und seine Jungs

Diese Bilder sind für mich immer verbunden mit einem seiner besten Freunde. Ich sehe ihn noch heute als Teil meiner Familie, seit ich sieben oder acht Jahre alt war. Er war der Sohn eines dunkelhäutigen GIs. Willy ist schwarz und er ist der Beginn meines Lebens ohne Vorurteile oder rassistisches Denken. Ich höre immer noch meinen Vater, der ihm klar machte, er müsse in jeder Beziehung besser sein als andere, wenn er sich durchsetzen wolle. Ich erlebe die beiden Männer noch heute in tiefen Gesprächen über den Wert aller Menschen, das eigene Selbstbewusstsein und die Selbstverständlichkeit einer Freundschaft. Und ich höre immer noch tuschelnde Nachbarn, für die es wohl auf keinen Fall normal war, dass „bei Stroschers ein Neger ein und aus geht.“

In dieser Normalität wuchs ich auf, langsam begreifend, dass es nicht so normal war, wie ich es empfand. Später realisierend, dass es prägend für mein Leben war und noch heute weiß ich nur zu gut, dass die Zeit damals eigentlich nicht reif für die konsequente Haltung meines Vaters war. Vorurteile gab es nicht in meiner Familie. Anderssein war kein Wort des Sprachgebrauchs. Ausländer war man selbst, wenn man andere Länder bereiste und Freundschaft wurde nicht nur in guten, sondern gerade auch in schweren Zeiten zelebriert. So empfand ich auch keine Eifersucht, als Willy meinen Vater später einfach auch mit Vater anredete.

Und? Nun? Ist mein Weltbild auf meinem Mist gewachsen? Habe ich es nur mir zu verdanken, wie ich denke, fühle und handle? Welche Lehren habe ich daraus gezogen und ist es mir gelungen, diese Werte an meine Kinder weiterzugeben? Ich weiß nur zu gut, warum ich kein Rassist bin, warum ich ein Weltbild habe, das noch heute vom Bild meines Vaters geprägt ist. Ich weiß, dass ich mir nichts zu verdanken habe und dass es mir eine Ehre und eine Verpflichtung ist, diesem Vorbild nachzueifern. Eigentlich kann ich nichts für meine Prägung. Bei meinem Vater verliefen diese inneren Prozesse wohl viel bewusster. Die Brüder als Soldaten einer Nazi-Diktatur verloren, selbst erlebt, was es hieß in einem ideologisch normierten Umfeld aufzuwachsen. Selbst anerzogen, was er später weitergab. Ein SelbstBewusster individueller Königsweg.

Off-Topic: Warum bin ich kein Rassist – Eines der letzten Bilder

Ich musste das mal niederschreiben, nicht dass irgendjemand denken könnte, ich würde hier einer inneren Stimme folgen und wäre in der Lage gewesen, mich selbst so zu sozialisieren, wie ich mich heute empfinde. Ich habe nicht viel damit zu tun. Ich bin kein Rassist, weil es mir so vorgelebt wurde. Und ich danke meinem Leben dafür, dass es so war.

Daddy, Willy, das musste mal gesagt werden. Hut ab… Jungs.

Lebenslang dem Erinnern verschrieben – Gegen das Vergessen…

Nachtrag: Meine Gedanken zu „Haltungsschäden“ finden Sie hier. Lesenswert ist vielleicht auch eine kleine Reportage über mich als Literaturblogger in Verbindung mit meinem beruflichen Selbstverständnis als Offizier. Gegen das Vergessen schreibe ich weiter an. Für das Erinnern trete ich weiter ein. Und ich lebe nicht in der Illusion, dies in einem immer absolut intakten Umfeld leisten zu können. Augen auf. Nach innen und außen. Die Maxime unserer Zeit.

Innere Haltung bewahren heißt auch immer wieder um Haltung zu ringen.

Off-Topic – Hier geht´s bald mit weiteren Themen weiter…

„Mein Name ist nicht Freitag“ von Jon Walter

Mein Name ist nicht Freitag von Jon Walter

Warum sollten Jugendliche Romane lesen, die sich mit der Sklaverei zur Zeit des Amerikanischen Bürgerkrieges auseinandersetzen? Erstens ist das doch nun schon längst überholte Geschichte und zweitens haben die Vereinigten Staaten von Amerika mit dem ehemaligen Präsidenten Barack Obama bewiesen, dass man Geschichte sehr nachhaltig korrigieren kann. Und es gibt weitere Beispiele, die deutlich zeigen, dass ein solch antiquiertes Thema nun wirklich nicht mehr en vogue ist. Selbst in Südafrika, dem Hotspot der Apartheit schrieb mit Nelson Mandela ein Präsident Geschichte, der selbst 27 Jahre lang politischer Gefangener des Landes war, das er später regierte.

Warum also sollte man jungen Lesern einen Roman empfehlen, der maximal in der Tradition von Margaret Mitchell`s „Vom Winde verweht“ daherkommen kann und nicht viel mehr als stereotype und romantisierte Kulissenschieberei betreiben kann, in der die Sklaverei letztlich nur als das Setting herhalten muss, um eine Geschichte zu erzählen, die durch Zwang, Unterdrückung und Ungerechtigkeit von außen ihre bedrohlichen und spannungsgeladenen Rahmenbedingungen sucht? Muss das sein? Gibt es kein Thema mehr, das heute ein wenig relevanter erscheint? Sklaverei ist doch längst überwunden!

Echt jetzt?

Mein Name ist nicht Freitag von Jon Walter

Was haltet Ihr von dieser Schlagzeile?

Die „Washington Post“ wird bei der Pulitzer-Preisverleihung 2016 in der Kategorie nationale Berichterstattung für ihre Entwicklung und Nutzung einer Datenbank geehrt, die zeigt, wie oft. warum und auf wen Polizisten in den USA tödliche Schüsse abgeben. Die „Post“ ermittelte dabei, dass Polizeibeamte im Dienst im Jahr 2015 990 Personen erschossen. Die Wahrscheinlichkeit, durch einen Polizisten zu Tode zu kommen, ist bei unbewaffneten Schwarzen ca. sieben Mal höher als bei unbewaffneten Weißen. Und die Tendenz ist steigend

Ihr denkt, das hat nichts mit Sklaverei zu tun? Ihr denkt, im modernen Amerika hat einseitige Polizeigewalt ganz andere Ursachen als Rassismus? Falsch! Es geht hier um all die Automatismen, die historisch verankert wurden und geblieben sind. Es geht hier um das vererbte Gift in den Gedanken der weißen Bevölkerung. Folgt man Ta-Nehesi Coates in sein Buch „Zwischen mir und der Welt“, dann erkennt man schnell, dass es auch heute noch genügend Gründe für einen schwarzen Vater gibt, seinem Sohn einen Brief zu schreiben, um ihm zu erklären, dass die Sklaverei von einst für den Rassismus von heute verantwortlich ist.

Mein Name ist nicht Freitag von Jon Walter

Nichts ist hier bewältigt. Nichts ist überwunden. Und genau hier liegt die Relevanz von Jugendbüchern, die sich in aller Tiefe mit Sklaverei beschäftigen. Nur wer heute die Ausmaße und die Selbstverständlichkeit der Versklavung von Menschen versteht, sieht die noch immer greifbaren Folgen und kann sich in die Lage von Menschen versetzen, die mehr als nur ihre Freiheit verloren haben, um den Reichtum ihrer Sklavenhalter zu mehren. Sie verloren alles: Ihre Identität, den freien Willen und die Menschenwürde. Es gehört zu den Privilegien unseres Lesens, diese Zeit in unser Gedächtnis zu rufen und aktiv dazu beizutragen, dass Sklaverei in jeder Form der Vergangenheit angehört.

Mein Name ist nicht Freitag“ von Jon Walter, erschienen im Königskinder Verlag ist über jeden Verdacht erhaben, sich des Themas Sklaverei als pure Kulisse zu bedienen, in der eine spannende Story erzählt werden kann. Nein. Hier geht der Autor einen sehr geraden Weg in seiner Betrachtung und Bewertung der in den Südstaaten modernsten Form der Massentierhaltung zur Ertragssteigerung in der Baumwollproduktion. Treffend führt er seinen Lesern vor Augen, wie Sklaven von ihren Besitzern betrachtet, gehalten und verkauft wurden. Die Prämissen sind eindeutig und entmenschlichend zugleich.

Mein Name ist nicht Freitag von Jon Walter

Die Parameter der Sklaverei:

* Schwarze könnten sich niemals selbst versorgen
* Sie sind auf die Weißen angewiesen, sonst würden sie verhungern
* Ungehorsam ist mit der Peitsche in den Griff zu bekommen
* Lesen und Schreiben bleibt ihnen vorenthalten, Bildung ist gefährlich
* Familien existieren nicht. Sklaven können von der Herde getrennt werden
* Eigener Verstand und eigener Wille werden Sklaven nicht zugestanden
* Arbeit unter unwürdigen Bedingungen gehört zum Alltag
* Die Religion legitimiert die Sklavenhaltung, weil es schon immer Knechte gab
* Sklaven haben nicht das Recht auf Freizügigkeit
* Sklaven haben kein Recht auf Individualität und Identität.

Reicht das? Ich denke schon. Diese Liste ist auch anhand des vorliegenden Romans endlos zu erweitern und all ihre Bestandteile charakterisieren die Ausnahmesituation in der sich Sklaven auf den Plantagen im ganzen Süden befunden haben müssen. Das ist keine Kulisse, die von Jon Walter im Sinne seines Buches zurechtgerückt wird, wie es ihm beliebt. Nein. Es ist die historische Wahrheit, die sich hier in aller Brutalität auf das Leben der Menschen auswirkt, die in seinem Roman eine Hautfarbe haben, die sie von Geburt an zu Opfern macht. Jon Walter bricht aus diesem Bild nicht aus, er romantisiert nicht und zeigt dabei zeitlos auf, was Entrechtung in aller Konsequenz bedeutet.

Mein Name ist nicht Freitag von Jon Walter

„Mein Name ist nicht Freitag.“ Ein Titel, der diesem Buch einen Namen gibt. Jedoch auch ein Titel der schon zeigt, dass der Verlust der Identität hier eine große Rolle spielt. Der 12-jährige Samuel verliert bei einer Sklavenversteigerung im Handumdrehen alles, was einen Menschen auszeichnet. Die Freiheit, den eigenen Namen und jede Hoffnung auf ein selbstbestimmtes Leben. Seine Hautfarbe allein ist schuld. Dabei hätte er nicht verkauft werden dürfen, kam er doch als freier Schwarzer zur Welt und lebte behütet in einem Kinderheim. Das Schicksal jedoch machte einen Sklaven aus ihm und der neue Besitzer, ein ebenfalls erst 12-jähriger Sohn der Plantageneigner, gibt ihm einen neuen Namen. Freitag.

An Samuels Seite lernen wir das Leben der Sklaven auf der Plantage kennen. Hier regieren zwar nicht die stereotypen brutalen Sklavenhalter, aber die Grenzen sind ganz klar gezogen. Was niemand ahnt, entwickelt sich zum Problem. Samuel kann lesen und schreiben. Und nicht nur das. Er bringt seinen Leidensgenossen etwas bei, was aus der Sicht der Besitzer undenkbar ist. Schwarze können nicht lesen. Das ist verbrieft. Als der Krieg und die Befreiung näher rücken, beginnt das Pulverfass zu explodieren. Aus den hilflosen und untertänigen Sklaven werden selbstbewusste Menschen, die sich nun mit aller Macht auf ein Leben nach der Sklaverei vorbereiten. Ein Kampf, der Opfer kostet.

Mein Name ist nicht Freitag von Jon Walter

Die Freiheit am Ende dieser Geschichte ist nicht die Freiheit, die man sich erhofft hatte. Es ist nicht die Freiheit, wie man sie eigentlich empfinden sollte. Dieser Prozess dauert bis heute an und weist eine traurige Geschichte auf. „Wer die Nachtigall stört“ von Harper Lee ist ein Lehrstück für die fatale Rassentrennung nach dem Bürgerkrieg. „12 Years a Slave“, „Roots“ und „Der Butler“ zeigen mit filmischen Mitteln, wie lang es dauerte, bis Freiheit so schmeckte, wie sie schmecken muss. Nicht mehr nach Blut.

Hätte Samuel in dieser Geschichte einen Vater gehabt, und hätte dieser ihm einen Brief geschrieben, er würde sich genauso lesen, wie der Brief von Ta-Nehisi Coates an seinen Sohn. Und dies genau 150 Jahre nach der Abschaffung der Sklaverei in den Vereinigten Staaten von Amerika. Nein. Sein Name ist nicht Freitag. Sein Name ist und bleibt Samuel. So sollte uns dieses Jugendbuch in Erinnerung bleiben. Samuel ist es, dessen Geschichte wir lesen und die für unzählige wahre Geschichten steht.

Zwischen mir und der Welt von Ta-Nehesi Coates

Zwischen mir und der Welt von Ta-Nehisi Coates

Zwischen mir und der Welt von Ta-Nehisi Coates

„Mein Sohn,
letzten Sonntag fragte mich die Moderatorin
einer beliebten Nachrichtensendung, was es
bedeute, seinen Körper zu verlieren.“

Wenn ein Vater seinem Sohn einen Brief schreibt, um ihn vor den Gefahren des Alltags zu warnen, dann wird in den seltensten Fällen ein Buch daraus. Wenn jedoch ein schwarzer Vater seinem gerade erst 15-jährigen Sohn einen solchen Brief schreibt, um ihn auf ein Leben vorzubereiten, das vom Rassismus gekennzeichnet ist, dann ist es verständlich, dass diese Gedanken ausufern können. Besonders dann, wenn es um das Leben in den Vereinigten Staaten von Amerika geht.

Ta-Nehisi Coates ist eine der wichtigsten Stimmen gegen Rassismus in den USA. Seine Essays sorgen für Aufsehen und mit dem Brief an seinen Sohn hat er nicht nur eine Diskussion losgetreten, sondern auch dafür gesorgt, dass man sich mit jeder Faser des eigenen Körpers vorstellen kann, was Rassismus mit seinen Opfern macht. Für Ta-Nehisi Coates sind die Auswirkungen körperlich zu spüren. Zwischen mir und der Welt steht der alltägliche Rassismus wie eine unüberwindbare Mauer.

„Doch unsere ganze Begrifflichkeit dient nur
dazu, zu verschleiern, dass Rassismus eine
zutiefst körperliche Erfahrung ist, dass er
das Hirn erschüttert, die Atemwege blockiert,
Muskeln zerreißt, Organe entfernt, Knochen
bricht, Zähne zerschlägt. Davor darfst du nie
die Augen verschließen.“

Hier geht es nicht mehr um die längst überholte Rassentrennung in den USA. Hier geht es nicht mehr um getrennte Sitzreihen in Bussen oder Verbote zu studieren. Hier geht es um das Erbe der Geschichte, um all die Automatismen, die geblieben sind. Hier geht es viel mehr um das Gift in den Gedanken der weißen Bevölkerung. Hier geht es um den stillschweigend ausgestellten Freibrief für die Polizei eines ganzen Landes, den tief verwurzelten Rassismus mit Schlagstock und Pistole mit Leben zu füllen.

„Doch Rasse ist das Kind des Rassismus, nicht seine Mutter.“

Zwischen mir und der Welt von Ta-Nehisi Coates

Zwischen mir und der Welt von Ta-Nehisi Coates

„Und spätestens jetzt weißt du,
dass die Polizeireviere deines Landes
mit der Befugnis ausgestattet sind,
Deinen Körper zu zerstören.“

Das moderne Amerika scheint nicht bereit zu sein, auf die Prügelknaben von einst zu verzichten, die man sich in der Geschichte des Landes so hart erarbeitet hat. Nichts hat sich daran geändert, seitdem ein schwarzer Präsident an der Macht ist. Er scheint viel eher den Stimmen Vorschub zu leisten, die ihren Rassismus offensiv leben wollen. Obama ist die beste Ausrede, die man sich nur wünschen kann. Rassistisch? Wir? Gott bewahre. Schaut nach Washington.. wie sollten wir rassistisch sein?

Und all dies, während in aller Öffentlichkeit gezeigt wird, wie man mit Menschen umgeht, deren Status es zulässt, zerstört zu werden. Ta-Nehisi Coates beschreibt einen veränderten Rassismus. Er beschreibt diese allgegenwärtige Bedrohung, deren Instrument auch YouTube ist. Er schrieb seinem Sohn aus gutem Grund. Er schrieb ihm, weil die folgenden Namen nicht nur einzelne Beispiele sind. Er schrieb über die Macht der Polizei, schwarze Bürger ungestraft zu verletzen. (Vorsicht! Das Anklicken der Links ist nichts für Menschen mit schwachen Nerven.)

Renisha McBride
John Crawford
Eric Garner
Tamir Rice
Marlene Pinnock
Michael Brown
Update 08. Juli 2016
Philando Castile
Alton Sterling

Aus der Traum von der neuen Welt. Aus der Traum von Gleichberechtigung und freier Entfaltung der Persönlichkeit. Aus der Traum von Polizeikontrollen ohne Angst und aus der Traum vom ersehnten Gefühl von Sicherheit. Grund genug, um einen jungen Menschen zu warnen. Grund genug, als Vater in aller Deutlichkeit zu ihm zu sprechen. Grund genug, seine Träume zu zerstören.

„Der Traum riecht nach Pfefferminz und
schmeckt nach Erdbeerkuchen. Und so
lange wollte ich in diesen Traum flüchten
und mir mein Land wie eine Decke über
den Kopf ziehen. Aber das geht nicht, die
Möglichkeit bestand nie, denn der Traum
ruht auf unserem Rücken, sein Bettzeug
ist aus unseren Körpern gemacht.“

Zwischen mir und der Welt von Ta-Nehisi Coates

Zwischen mir und der Welt von Ta-Nehisi Coates

„Die Frage ist nicht, ob Lincoln tatsächlich
eine „Regierung des Volkes“ im Sinn hatte,
sondern was mit dem politischen Begriff
„Volk“ in unserem Land eigentlich gemeint
war. 1863 waren damit deine Mutter und
deine Großmutter nicht gemeint und auch
nicht du und ich.“

Grund genug, den Blick weit zurück zu wagen. Zu erklären, auf welchen Sockeln der heutige Rassismus basiert und Grund genug, dem eigenen Sohn alle Illusionen zu nehmen. Grund genug, uns die Hilflosigkeit eines schwarzen Vaters spüren zu lassen. Aber eben auch Grund genug, dem Sohn eigene Wege aufzuzeigen, die zu Auswegen werden können. Gewaltlos. Wege, die von Zwängen befreien können, indem alle Sinne geschärft sind, und ganz besonders Kinder und Jugendliche davor bewahrt werden, immer wieder doppelt zu leiden. Weil man sie seit jeher in der eigenen Familie nur mit Gewalt vor der Gewalt zu schützen versucht.

„Ich war in einem Haus aufgewachsen, das hin-
und hergerissen war zwischen Liebe und Angst.
Für Sanftheit war kein Raum. Doch diese Frau
mit den langen Dreads offenbarte mir etwas
anderes – dass Liebe sanft und verständnisvoll
sein kann; dass, sanft oder hart, Liebe eine
Heldentat ist.“

Hier zeigt sich die ganze Stärke des Textes. Hier zeigt sich die Wucht, mit der Ta-Nehisi Coates ausholt, um den Kreislauf des Rassismus zumindest in den eigenen Familien zu beenden. Hier zeigt er, was Väter und Mütter heute leisten können, was es bedeutet, seinen Kindern Liebe statt Abhärtung mit auf den Weg zu geben. Hier wird aus einer Streitschrift eine streitbare Schrift und eine tiefe Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit.

Zwischen mir und der Welt von Ta-Nehisi Coates

Zwischen mir und der Welt von Ta-Nehisi Coates

„Ein Kind zeugen kann jeder,
zum Vater braucht es einen Mann.“

Es sind die Lehren eines Lebens, die Ta-Nehisi Coates hier weitergibt. Und nicht nur sein Sohn wird zum Adressaten seiner Botschaft. Coates blickt weit zurück in die eigene Familiengeschichte. Wir erkennen das Amerika zur Zeit von Harper Lees „Wer die Nachtigall stört und Gehe hin, stelle einen Wächter wieder. Wir verstehen, was die damaligen Symptome von Rassismus aus dem Erwachsenen Ta-Nehisi Coates gemacht haben. Wir fühlen, wie viel Zeit ihn der Kampf um sein eigenes freies Leben gekostet hat.

Rassismus ist Zeitraub…

„Der Zeitraub wird nicht in Lebensdauer gemessen,
sondern in Augenblicken. Er ist die letzte Flasche
Wein, die du entkorkt hast, aber keine Zeit hast zu
trinken. Er ist der Kuss, für den du keine Zeit findest,
bevor sie aus deinem Leben verschwindet.“

Dies und vieles mehr möchte er seinem Sohn ersparen. Und nicht nur ihm. Coates macht es sich nicht leicht mit seinen Betrachtungen. Er wechselt die Perspektiven und auch den Standort für seine Positionsbestimmung. Er lebt in Frankreich und nimmt uns am Ende seines Briefes mit in dieses Land, das ihm alle Möglichkeiten bietet, seine Meinung zu sagen, zu schreiben und den Finger in Wunden zu legen.

Zwischen mir und der Welt von Ta-Nehisi Coates

Zwischen mir und der Welt von Ta-Nehisi Coates

Und doch ist auch sein Paris mehr als nur ein Zufluchtsort.

„Aber nun war deine Mutter dort hingefahren,
und als sie zurückkehrte tanzten ihre Augen
vor all den Möglichkeiten, die es dort gab, nicht
nur für sie, sondern auch für dich und für mich.
Es war irre, wie dieses Gefühl um sich griff.“

Hier wird aus der rein amerikanischen Betrachtung ein polyglotter Vergleich, der erneut Augen öffnet. Man sollte sich unbedingt auf diese Reise einlassen. Man sollte Ta-Nehisi Coates folgen, da er in seiner klaren Argumentation mehr als deutlich auf alle Gefahren hinweist, die durch Ausgrenzung und verfehlte Politik zwangsläufig entstehen. Er beleuchtet, was wir gerne verdeckt lassen würden, und er macht das Grollen unter der Schönheit von Paris zum Grollen unter allen Städten, in denen wir es schon lange nicht mehr hören. Klar… wir sind ja auch nicht schwarz.

„Denk an das Grollen, dass wir unter der
Schönheit von Paris gespürt haben, als
wäre die Stadt in schwebender Erwartung
von Pompeji erbaut worden.“

„Zwischen mir und der Welt“ ist mehr als der Brief eines schwarzen Vaters an seinen Sohn. Dieses Buch zu lesen sensibilisiert und weckt Empathie mit Menschen, auf deren Rücken unsere Konflikte und Ängste ausgetragen werden. Underdogs, sozial Benachteiligte, Underdogs. Coates vergisst niemanden. Coates schreit es hinaus in die Welt und fast nebenbei wird dem Leser bewusst, dass er es ausschließlich der Laune des Schicksals zu verdanken hat, dass er selbst zu denjenigen gehört, die ganz zufällig denken dürfen, weiß zu sein.

Zwischen mir und der Welt von Ta-Nehisi Coates

Zwischen mir und der Welt von Ta-Nehisi Coates

„Die Träumer müssen lernen, für sich selbst zu kämpfen,
zu begreifen, dass das Feld ihrer Träume, die Bühne, auf
der sie sich weiß angemalt haben, unser aller Sterbebett ist.“

Den Abschluss des Briefes bilden weitere wichtige Texte von Ta-Nehisi Coates, die in diesem Zusammenhang beachtenswert sind, da sie in den USA eine Diskussion in Gang gesetzt haben, die der Überwindung von Mauern dienen könnte. Aus deutscher Sicht ist die ganz besonders die Frage, welche Auswirkungen Reparationszahlungen an die Nachfahren der damaligen Sklaven hätten, von großem Interesse. Der Vergleich mit dem Holocaust und der deutschen Demokratie ist gewagt, aber tragfähig. Lesenswert bis zur letzten Seite.

Vielleicht sollten wir unseren Söhnen schreiben… Es kostet nur ein wenig Zeit, im Vergleich mit der Zeit, die Opfer von rassistischer Benachteiligung täglich zu investieren haben, um einen kleinen Zipfel von Gleichberechtigung zu erhaschen. Das sind wir allen Kindern dieser Welt schuldig.

Aktualisierung 19. April 2016 – Pulitzer-Preis –

Die „Washington Post“ wird in der Kategorie nationale Berichterstattung für ihre Entwicklung und Nutzung einer Datenbank ausgezeichnet, die zeigt, wie oft und warum Polizisten in den USA tödliche Schüsse abgeben. Die Zeitung ermittelte, dass Polizisten im Dienst im Jahr 2015 990 Personen erschossen. Die Wahrscheinlichkeit, durch einen Polizisten zu Tode zu kommen, ist bei unbewaffneten Schwarzen ca. sieben Mal höher als bei unbewaffneten Weißen.

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Die Bücherkette auf AstroLibrium bringt Sie mit nur einem Klick zu den Büchern, die mit Zwischen mit und der Weltin Relevanz oder Stil zu unterschiedlichen Aspekten und Perspektiven von Ta-Nehisi Coates` Werk in Verbindung stehen.

Ein Jugendbuch mit besonderer Relevanz: Mein Name ist nicht Freitag – Jon Walter – Königskinder Verlag. Ein Plädoyer für das Buch und die Verbindung zu Ta-Nehisi.

Mein Name ist nicht Freitag von Jon Walter

Zwischen mir und der Welt von Ta-Nehisi Coates - Die Bücherkette

Zwischen mir und der Welt von Ta-Nehisi Coates – Die Bücherkette