J.R.R. Tolkien – „Beren und Lúthien“ – Ein Vermächtnis

Beren und Luthien von J.R.R Tolkien

Er ist der Hüter eines der größten Vermächtnisse in der Geschichte der Fantasy-Literatur. Seit dem Tod seines Vaters im Jahr 1973 widmet sich der heute 93-jährige Christopher Tolkien dem literarischen Nachlass von John Ronald Reuel Tolkien. Im Laufe seines Lebens war er nicht nur Zeuge der Entstehungs­geschichte der Legen­den von Mittelerde, er ist auch heute noch der einzige lebende Mensch, der in der Lage ist, die unglaub­liche Materialmenge aus dem Nachlass seines Vaters überschauen und in den Kontext des Gesamt­werks ein­ordnen zu können.

Es ist eine eigene und große Geschichte, wie tief der Sohn dem Werk seines Vaters verpflichtet sein kann, wie aufrichtig, wissenschaftlich, akribisch und liebevoll er all die losen Manuskriptfäden, Notizberge und eigene Erinnerungen sortiert, archiviert und in immer wieder erstaunlichen Umfängen unveröffentlichte Werke seines Vaters postum publiziert hat. Ohne den jüngsten Tolkien-Sohn gäbe es weder das „Silmarillion“, noch das „Buch der ver­schol­lenen Geschichten“ oder „Die Kinder Hurins“. Diese Bücher hätten niemals das Licht der Bücherwelt erblickt und uns Wanderer in den tiefen Tälern des Auenlandes orien­tierungs­los herumirren lassen.

Beren und Luthien von J.R.R Tolkien

Der Hobbit und Der Herr der Ringe“ wären für uns noch immer Bücher mit sieben Siegeln und die gesamte kreative Wucht ihres Schöpfers würde in den Regalen seiner Nachlässe schlummern. Nun steht auch Chris­topher Tolkien selbst kurz vor dem Ende seines großen Weges als Chronist seines Vaters. In diesem Bewusst­sein vollendet er sein eigenes Schaffen und schließt damit einen emotionalen Kreis, der mit einem Brief J.R.R. Tolkiens begann, in dem er seinem Sohn ein Vermächtnis im Vermächtnis auf die Fahne schrieb.

„In einem Brief an mich, meine Mutter betreffend, geschrieben im Jahr nach
ihrem Tod, das auch das Jahr vor seinem eigenen war, schrieb er von dem überwältigenden Gefühl des Verlusts und von seinem Wunsch, unter ihrem Namen auf dem Grabstein das Wort „Lúthien“ eingravieren zu lassen.“

So kann man es noch heute lesen. Edith Mary Tolkien „Lúthien“ 1889 – 1971. Der Wunsch wurde erfüllt und dem geneigten Mittelerde-Liebhaber wird auf­fallen, dass dies nicht der einzige verborgene Hinweis auf dem Gemeinschaftsgrabstein der Tolkiens ist. Und so findet man bis heute das Wort „Beren“ unter dem Namenszug des legendären Schrift­stellers. Was bedeuten diese Namen? Warum stehen sie im Nach­hinein für das Leben eines Ehepaars, das durch das Werk des Ehemannes unsterblich wurde? Eine Frage, die Christopher Tolkien spät, aber keines­falls zu spät beantwortet.

Beren und Luthien von J.R.R Tolkien

Beren und Lúthien. So heißt auch das vielleicht letzte Werk aus seiner Feder. Es ist die Geschichte zweier Liebender, die in Mittelerde zueinander fanden. Lange bevor wir das Auenland betraten, Hobbits, Elben oder Zwerge kennenlernten, von der Macht eines Ringes erfuhren und mit dem großen Gandalf in die Schlacht zogen, um Sauron für immer zu besiegen. Das Mittelerde Tolkiens bestand niemals nur aus zwei Werken, die bis in unsere Zeit überdauert haben. Für ihn war es ein gesamter Kosmos, der aus Völkern, Land­schaften, Legenden, Gedichten, Gesängen und Sprachen bestand. Eine ganze Welt erschuf J.R.R. Tolkien und wenn wir weit genug zurückblicken, können wir sie noch deutlich erkennen. Den Menschen Beren und die unsterb­liche Elbin Lúthien, die sich ineinander verliebten und für eines der ersten Bündnisse zwischen Menschen und Elben stehen.

Ein Bündnis, das in einer Geschichte erzählt wird, die vor allen Legenden spielt, die wir kennen. Eine Ge­schich­te, die alles hat, was der Kosmos Mittelerde zu bieten hat. In vielen Fragmenten finden wir im Herrn der Ringe Hinweise auf die Geschichte, die man sich seit­dem an den Lagerfeuern erzählt. Sie handelt von Beren, der sich unsterb­lich in die Elbin Lúthien verliebt. Wobei der Begriff unsterbliche Liebe schon alles umschreibt, was man wissen muss, um sie selbst zu lieben. Wenn sich eine unsterb­liche Elbin Hals über Kopf in einen Sterblichen verliebt, dieser jedoch einen Silmaril aus der Krone des dunklen Herrschers rauben muss, um die Zustimmung ihres Vaters zu gewinnen, dann liegt hier alles Potenzial für eine epische Legende verborgen.

Beren und Luthien von J.R.R Tolkien

Beren droht zu scheitern. Zu gewaltig ist die Aufgabe für einen Sterblichen. So ist es an Lúthien für ihre Liebe zu kämpfen, sich an Berens Seite zu gesellen, Bünd­nisse mit gefährlichen Wesen einzugehen, ihren Zauber wirken zu lassen, allen Wider­ständen zu trotzen und am Ende des gemeinsamen Kampfes eine Ent­scheidung zu treffen, die sie selbst betrifft. Am Scheide­weg zwischen Leben und Tod bringt sie ein Opfer, das Beren rettet, sie selbst jedoch sterblich werden lässt. Die Unsterb­lichkeit der Liebe begründet sich in der Ver­gäng­lichkeit der schönsten Elbin, die je gelebt hat.

Christopher Tolkien arbeitet die Fragmente der Ge­schichte aus den Erzählungen seines Vaters heraus. Er setzt sie aus einzelnen Mosaik­­steinchen zusammen, erklärt ihre Ent­stehung, ihre Verbindungen zum großen Ganzen und lässt erstmals entstehen was zuvor nie in dieser Klarheit zu lesen war. Er bedient sich des „Silma­rillions“, geht zu den Anfängen der Legende zurück und verfolgt die Spuren die „Beren und Lúthien“ in Mittelerde hinter­lassen haben. Gedichte und Lieder zeugen ebenso von ihrer Liebe, wie die über­lieferten Texte. Ein tiefes Bild der unendlichen Liebe entsteht und endet im Herrn der Ringe, als wir erkennen, dass der große Elbe Elrond einer der Nach­fahren der unsterblich Verliebten ist. Hier erlangen seine Worte von den Bündnissen zwischen Elben und Menschen eine völlig neue Dimension.

Beren und Luthien von J.R.R Tolkien

So, und nun keine Angst vor diesem Buch. Christopher Tolkien schreibt einerseits natürlich für die große Fangemeinde von Mittelerde. Er weiß so viel, dass er sich nicht immer zügeln kann, wenn es um Hintergründe und Wissenswertes geht. Allerdings hat er sich der Auf­gabe verschrieben, die Legende von „Beren und Lúthien“ für alle Leser verständlich zu präsen­tieren. Dies gelingt ihm herausragend im Zusammenführen aller Fragmente seines Vaters und durch viele Aus­schnitte aus dem „Leithian Lied“, in dem diese unsterb­liche Liebe in Reimform besungen wird. Nicht nur für Insider von Tolkien und seiner Welt ein absoluter Hoch­genuss. Auch eine wahre Freude für Fans von Alan Lee, der dieses Buch reichhaltig in Farbe und mit vielen Skizzen grandios illustriert hat.

So gelingt Christopher Tolkien erneut ein literarisches Meisterwerk. Er verschafft seinem Vater erneut Gehör und belässt die Passagen der erzählten Geschichte so, wie man es vom Großmeister der Fantasy kennt. Und ganz nebenbei schließt er den Kreis zum eigent­lichen Vermächtnis seines Vaters, das noch heute auf dem Grabstein lesbar ist. Sterblich waren beide. Edith und John. Unsterblich wurden sie miteinander und im unver­gessenen Ge­samt­werk des Schrift­stellers, das nur entstehen konnte, weil ihn die Liebe inspirierte. Einer der ganz großen Sehn­suchts­momente außer­halb von Mittelerde und doch ein tiefer Moment, der alles erklärt, was Tolkien jemals schrieb.

Beren und Luthien von J.R.R Tolkien

Blühende Fantasy in der kleinen literarischen Sternwarte

Fantasy und AstroLibrium

Fantasy und AstroLibrium – Ein literarisches Special

Die meiste Zeit meines Lesens verbringe ich damit, jemand anderes zu sein. Es ist ganz allein meine Zeit, die ich dabei zwischen den Seiten von Büchern verbringe, um dem Alltag zu entfliehen und mich zu Gedankenflügen verführen zu lassen. Viele Genres der Literatur bieten diese Fluchtpunkte an und unglaublich gute Autoren betätigen sich seit Jahren erfolgreich als meine ganz persönlichen Fluchthelfer. Sie lassen mich auch durchatmen, wenn ich nach dem Auftauchen aus Büchern „Gegen das Vergessen“ nur noch Abstand und anspruchsvolle Unterhaltung suche.

Dabei lese ich nicht zum Zeitvertreib. Ich genieße jede Minute in einem guten Buch und fühle mich in die Szenarien und Welten ein, die mir eine Fluchtmöglichkeit bieten. Ich nutze meine Zeit und lasse mich dabei auch auf Zeitsprünge ein, denn für mich ist jedes Buch eine Zeitreise. Ob in die Vergangenheit oder Zukunft, das lasse ich einfach auf mich zukommen. Ich bin dabei lesend wirklich sehr flexibel, wenn ich mich in meiner kleinen literarischen Sternwarte beharrlich auf die Suche nach buchigen Fixsternen am Bücherhimmel begebe.

Besonders leidenschaftliche Fluchten finden in einem Genre statt, dass oftmals ein wenig belächelt oder gar unterschätzt wird. Die FANTASY ist dabei jedoch seit ewigen Zeiten als eigenständige literarische Richtung mehr als etabliert. Jules Verne und H.G. Wells waren ihre Wegbereiter und die Werke von J.R.R. Tolkien zeigen bis heute, was es bedeutet, wenn fantastische Gedankenketten Leser und Zuschauer zeitlos fesseln. Ich fliehe gerne in fantastische Welten und bekenne mich zu meiner Leidenschaft. Ich liebe die Fantasy und bleibe ihr treu, wie man an einigen ausgewählten Beispielen sieht.

AstroLibrium – Eine Insel der blühenden Fantasy.

Fantasy und AstroLibrium

Fantasy und AstroLibrium – Das Lied von Eis und Feuer – Game of Thrones

Was braucht man mehr, als eine völlig erfundene und in sich geschlossene Welt, die mich lesenslänglich gefangen nimmt und einfach nicht mehr loslässt? Was braucht es mehr, als einige verborgene Lagerfeuerplätze in meinem Westeros? Orte, an die ich mich zurückziehen und träumen kann? Träume von einer Welt, in der ich gedanklich schon seit Jahren lebe und lese. Von fremden Wesen, die das Land bedrohen, obwohl eine unüberwindliche Mauer aus Eis alles beschützt. Von Herrschern, die miteinander um den einzig wahren Eisernen Thron der Sieben Königslande kämpfen und von Orten, deren magische Ausstrahlung mich zu Sklaven meines Lesens macht.

Winterfell, Harrenhall, Königsmund, Hochherz. Die Flusslande und Schnellwasser, Dorne und Casterlystein. Verwunschene Orte, die ich seit den ersten Zeilen in George R.R. Martins Das Lied von Eis und Feuer so gut wie meine eigene Westentasche kenne und die Heimat von Protagonisten, als deren Weggefährte ich mich seit Jahren fühle. Die Buchreihe ist unvollendet. Die Zukunft ist völlig offen und unvorhersehbar. Die epische Verfilmung Game of Thrones droht, die bisher veröffentlichten Bücher bald einzuholen und der Autor selbst träumt wohl gerade von der Idee, die Buchwelt von der Filmwelt zu trennen. Dem wahren Fan von Westeros bleibt nichts erspart. Gut so!

Neben den eigentlichen Romanen der Serie, den Filmen und einigen tollen Büchern rund um die Welt der Starks und Lennisters, die mir einen neugierigen Blick hinter die Kulissen erlauben, kann ich nun auch noch in einem Folianten versinken, der mir mein Westeros – Die Welt von Eis und Feuer noch näher bringt. Sehr gediegen gestaltet wartet dieses Buch mit allem auf, was man als Wanderer wissen muss. Wir planen dort unsere Lagerfeuerplätze und treffen uns lesend immer wieder zu tiefen Gesprächen und wilden Spekulationen. Eine absolute Traumwelt der Fantasie, die dem blühenden Garten der Fantasy neue Dimensionen verleiht. Es ist noch nicht zu spät. Reitet mit…

Fantasy und AstroLibrium

Fantasy und AstroLibrium – Tolkien lebt – Excalibur lebt

Es verwundert nicht, dass viele Fantasy-Spuren beim Godfather dieses Genres J.R.R. Tolkien beginnen und zu ihm zurückführen. Mit seiner Saga „Der Herr der Ringe“ hat er nicht nur ein eigenes Universum geschaffen. Er entwickelte seine Welten so konsequent weiter, dass eigene Völker, Länder, Kulturen, Sprachen, ja sogar eine eigene Poesie entstand. Er flankierte seine Erzählung mit Prequels und Sequels, spielte mit der grenzenlosen Neugier seiner Leser und verlangte ihnen viel ab.

Tolkien ist nicht leicht zu lesen. Allein die Einleitung zum „Herrn der Ringe“ liest sich, als müsse man kurz vor einer Abi-Prüfung die Geschichte der Welt komprimiert auf 100 Seiten lesen und verstehen, bevor man sich der nächsten Aufgabe stellen kann. Zu viel ist es oft. Viel zu umfassend holt er oftmals aus und doch setzte er alle Maßstäbe, die man seither an Schriftsteller dieses Genres anlegt. Der Hobbit ist dabei zu einem besonders guten Freund in meinem Leseleben geworden. Mein großer Schatz aus der Feder des legendären Autors.

Frisch verfilmt und schon lange zu Ende erzählt, inspiriert das kleine Volk aus dem Auenland immer noch unsere Fantasie. Man muss nicht groß sein in dieser Welt, um wahre Größe zu zeigen. Zeitlos ist diese Botschaft und zeitlos bleibt das Werk Tolkiens. Umso größer ist die Freude dann, wenn längst verschollen geglaubte Werke aus seiner Feder auftauchen und seine niemals aussterbenden Fans beglücken. König Arthurs Untergang“ zeigt, wie intensiv sich Tolkien mit den uralten Sagen beschäftigte und wie dieses Epos wohl aussehen würde, wenn er es selbst in Stabreimform verfasst hätte.

Unsterblich, dieser Tolkien. Unsterblich, seine Werke. Unsterblich, die Fantasy.

Fantasy und AstroLibrium

Fantasy und AstroLibrium – Die Seiten der Welt setzen Maßstäbe

All diese Werke haben eine große Gemeinsamkeit. Sie verlangen von ihrem Leser alle Hingabe dieser Welt. Sie entziehen sich messbarer Kritik und lassen Zweifel an den vom Autor erdachten Welten nicht zu. Fantasy ist eben so. Wenn uns der Autor erklärt, dass es möglich ist mit zwei Büchern einer Ausgabe von einem Ort zum anderen reisen zu können, dann ist das so. Wenn er uns erzählt, es sei möglich besondere Fähigkeiten zu entwickeln, indem man das Seitenherz seines Seelenbuches spaltet, dann muss man das so hinnehmen und akzeptieren.

Wenn Kai Meyer seine Leser in „Die Seiten der Welt“ hineinzaubert, dann verlangt er absolute Gefolgschaft und Lesertreue. Wenn er dann noch ganz persönlich beteuert, es sei möglich unter Bäumen zu liegen, an denen wundervolle Lesebändchen wachsen, Leselampen zu begegnen, die ihrem Besitzer ganz brav auf Schritt und Tritt folgen und Protagonisten sehen zu können, die aus ihren Büchern gefallen sind. Dann sind Zweifel nicht angebracht. Das ist wahre und große Fantasy. Man kann nicht in einem Lexikon nachschlagen, wie Libropolis, die Hauptstadt der Bibliomantik aussieht. Wir müssen nur glauben und uns einlassen. Ein mehr als schönes Lesegefühl.

Die Herausforderung für den Fantasy-Schriftsteller ist dabei riesig. Es gibt keine greifbaren Abholpunkte für seine Handlung. Er muss von Grund auf gestalten und wie ein kleiner Büchergott seine Wesen, Orte und Gedanken so zur Welt bringen, dass sie miteinander funktionieren und die Leserschaft begeistern. „Die Seiten der Welt“ halten was sie versprechen und sie werden in wenigen Tagen mit „Nachtland“ fortgesetzt. Hier wartet eine große Herausforderung auf uns, denn alleine schon die Gestaltung des Covers spielt mit unserer Fantasie. Klickt doch einfach auf die folgenden Begriffe. Ihr werdet sehen, was ihr davon habt: POSITIVNEGATIV… Zwei Bilder einer Bücherwelt der Fantasy.

Fantasy und AstroLibrium

Fantasy und AstroLibrium – Erstlingswerke mit viel Potenzial – Mikki Patrick

Ich lasse mich bei meinen Fluchten in die Welt der Fantasy allerdings nicht nur von den großen Autoren des Genres entführen, sondern bin wie bei allen Büchern nur am guten Inhalt interessiert. So stieß ich vor wenigen Tagen auf das Erstlingswerk von Mikki Patrick, erlebte ein wenig mit welchen Zweifeln und Hoffnungen sie in ihrer Welt eintauchte, schrieb und dem Erscheinen ihres Werkes entgegenfieberte. Jetzt sind ihre Anderswelt Chroniken Teil der großen Fantasy-Literaturlandschaft und warten darauf, gelesen zu werden.

Ich habe mich bereits auf den Weg gemacht. Begleitet von einem Glücksbringer und meinem kleinen in Leder gebundenen Notizbuch habe ich diese Welt betreten und lese ohne Vorbehalt. Jeder bekannte Schriftsteller hat mit einem „Erstling“ begonnen, jeder hat sein erstes gedrucktes Kind ins Leben geschickt und gehofft, es möge nicht von der Kritik zerrissen werden. Und wenn man sich einfach auf eine gute Geschichte einlässt, dann wird man von der frischen Sprache, plausibel angelegten Charakteren und Zitaten überrascht, die man vielleicht nicht erwartet hätte.

„Anderswelt“ hält mich im Moment noch gefangen. Ich werde natürlich weiter von meiner Reise berichten und bin bis dahin damit beschäftigt, eine junge Sterbliche zu begleiten, der ich dort begegnete. Ich muss darauf achten, dass man ihr die Wahrheit sagt, denn Lügen würden sie töten. Kira findet sich völlig unvermutet in einer Fantasy-Welt wieder und kann kaum glauben, welchen Wesen sie dort begegnet. In welcher Gefahr sie schwebt, wird ihr dabei erst klar, als ihre eigene Verwandlung beginnt. Hier geht es zum Anderswelt-Artikel…Ich bin am Ziel angelangt.

„Na toll… Sie befand sich in einem Raum mit Gimli, Lara Croft und Hellboy! Alias Solin, Ahima und Zarko! Was kam denn als Nächstes? Legolas oder doch Thor? Batman wäre auch cool. Kira konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. Plötzlich ging ein heftiger Schmerz durch ihre Schultern. Sie schrie auf und…“

Fantasy und AstroLibrium

Fantasy und AstroLibrium – Ivo Pala erobert nicht nur Kinderherzen

Ich bin inzwischen wohl auch bekannt dafür, dass ich nicht immer nur meinem Gefühl vertraue, sondern besonders gerne Kinder und Jugendliche mit den Büchern konfrontiere, die genau für sie geschrieben wurden. Die unmittelbare Rückkopplung der eigentlichen Zielgruppe ist hierbei für mich ein sehr wichtiger Gradmesser, ob ein Buch angenommen wird und die Herzen bewegt, die Gedanken anregt und einfach inspiriert. Der Drache hinter dem Spiegel von Ivo Pala begleitete mich zu einer besonderen Lesenacht im Kinderheim St. Alban.

Diese Lesenächte haben inzwischen gute Tradition und ich kann nur empfehlen den Artikel zu diesem Event zu lesen, da man hier wirklich gut erkennen kann, was Fantasy mit der Fantasie junger Menschen anzustellen vermag. Wir haben vorgelesen, diskutiert und unter Anleitung der Künstlerin Peggy Steike auch gemalt. Wir ließen den Kindern den Freiraum, während des Zuhörens ihre eigenen Gedankenbilder und Impressionen zu Papier zu bringen. Das Ergebnis hat nicht nur uns, sondern auch den ansonsten sehr sprachgewaltigen Schriftsteller mehr als sprachlos gemacht. Drachenstark!!!

fantasy und astrolibrium_spacer

Ich denke, man kann anhand dieses kleinen Fantasy-Specials erkennen, welchen Stellenwert dieses Genre in meinem Lesen einnimmt. Ohne die Fluchten in neue Welten mit unglaublichen Wesen, Gefahren, Abenteuern und wilden Liebesgeschichten am Rande des Vorstellbaren kann ich mir mein Lesen nicht vorstellen. Ich bin froh um die treuen Wegbegleiter, die mir auf diesem Leseweg die Hand reichen und mich nicht alleine lassen. Ich danke für jeden einzelnen Abend an den Lagerfeuern von Westeros und das tiefe Verständnis meiner Träume.

Ich werfe mich jetzt in meine goldene Rüstung, wappne mich mit einem magischen Schild, greife zu einem verwunschenen Schwert und jage meinen Träumen hinterher. Immer getreu dem Motto von George R.R. Martin. Wir sehen uns in Winterfell oder dort, wo das wahre Lesen tobt.

„Die mutigen Männer töteten keine Drachen.
Die mutigen Männer ritten auf ihnen!“

Fantasy und AstroLibrium - Eine dauerhafte Verbindung

Fantasy und AstroLibrium – Eine dauerhafte Verbindung