Das Museum der Welt von Christopher Kloeble

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Das Museum der Welt von Christopher Kloeble

Expeditionen tragen mich literarisch durch dieses Jahr. Ich werde zu Fuß, an Bord von Schiffen, auf dem Rücken von Pferden oder auf Sänften getragen den Spuren von Wissenschaftlern, Forschern, Naturkundlern und wagemutigen Abenteurern folgen. Ich werde zum Zeugen ihrer bahnbrechenden Entdeckungen und beobachten, wie die Welt immer kleiner wird. Stecknadeln auf der Weltkarte kennzeichnen die Erstbesteigungen, Entdeckungen und spektakulären Funde, ohne die unser Wissensdurst niemals gestillt worden wäre. Die Erben Humboldts lassen grüßen. Große Expeditionen stehen gerade in diesem Jahr im Brennpunkt vieler Neuerscheinungen auf dem Buchmarkt. Eine neue Artikelserie, die in losen Enden schon begonnen hat, wird ihnen Aufmerksamkeit zollen.

Zuletzt war ich an Bord der Erebus und habe die Nordwestpassage gesucht, war mit dem „Archivar der Welt“ unterwegs um ein fotografisches Archiv der Kontinente zu erschaffen und begab mich an der Seite der Gebrüder Schlagintweit In Schnee und Eis. Drei Jungs aus Bayern auf dem Weg nach Indien. Ihr Ziel, nicht nur der Himalaya, auch Kaschmir, das Karakorum, der Nanga Parbat, Turkestan, Panjab und viele andere Regionen, die unerforscht vor ihren Füßen lagen. Vielen dieser Entdecker und Forscher begegnet man nur einmal im Lesen. Dass ich die Schlagintweits erneut begleiten durfte ist Christopher Kloeble und seinem Roman „Das Museum der Welt“ zu verdanken.

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Das Museum der Welt von Christopher Kloeble

Es ist der Christopher Kloeble, der mich mit seiner SagaDie unsterbliche Familie Salzüberzeugen konnte, dessen Erzählstil mich fasziniert hatte und bei dem ich mich als Leser gut aufgehoben fühlte. Ich konnte mir sehr gut vorstellen, dass er in der Lage ist, mich auch tief in das Indien des 19. Jahrhunderts zu entführen. Dass er mir jedoch die Expeditions-Geschichte der Gebrüder Schlagintweit neu erzählen würde, davon bin ich nicht ausgegangen. Kloeble ist kein Nacherzähler. Er ist ein Erfinder, Entdecker und Neuerzähler. Er betritt keinen literarisch verbrannten Boden, um lediglich seine Spuren zu hinterlassen. Seine Perspektiven sind neuartig, unverbraucht, herausfordernd und in besonderer Weise lesenswert. So auch diesmal. 

Er macht aus seinem Museum der Welt die Wanderausstellung der Fantasie! Wir sehen Indien nicht aus den Augen der Schlagintweits. Wir erleben Forschungsreisen in fremde Kontinente nicht als das wissenschaftliche Erbe Alexander von Humboldts. Wir erleben das, was wir heute als „Clash of Cultures“ bezeichnen. Europäer, die aus der Perspektive des hoch zu Ross sitzenden Kolonialisten und Ausbeuters über die Länder herfallen, die sie unterjochen wollen. Wir sehen die Brüder Schlagintweit als Prototypen einer feindlichen Übernahme. Globalisierung durch allumfassenden Besitzanspruch und eine kulturelle Vormachtstellung, die auch wissenschaftlich fundiert ist. Hier beginnt die ideologisch rassistische Herabstufung der Urbevölkerung durch Expeditionen. Hier geht los, was ganze Kontinente in ihrer Entwicklung verzögert. Entwicklungsländer sind das nur aus unserer Sicht. Indien selbst sah sich damals als Hochkultur. Was haben wir da nur so nachhaltig zerstört…?

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Das Museum der Welt von Christopher Kloeble

Christopher Kloeble gelingt dieser Perspektivwechsel durch seinen Protagonisten, den Waisenjungen Bartholomäus. Gerade mal zwölf Jahre alt, von Jesuiten erzogen und an den Rand einer Welt gedrängt, die auch im Waisenhaus nach Underdogs sucht und in ihm findet. Heute würden wir ihn als das perfekte Opfer für Mobbing bezeichnen. Nur sein Erzieher und Vaterersatz „Vater Fuchs“ hält noch die letzte schützende Hand über ihn. Als dieser spurlos verschwindet, bricht die fragile Welt des Waisenhauses in Bombay für Bartholomäus zusammen. Da kommen die drei Brüder aus Bayern gerade zur rechten Zeit. Sie suchen einen Übersetzer für ihre Reise durch Indien, für den Weg bis zum Himalaya. Sie finden Bartholomäus, und aus ersten Zweifeln wird Vertrauen in einen kleinen Jungen, der hilfreich sein kann.

Christopher Kloeble dreht hier den literarischen Spieß gewaltig um. Ist Indien für die Schlagintweits nur ein Forschungsobjekt, so werden sie im Roman Gegenstand der Betrachtung. Bartholomäus beobachtet, notiert, sammelt Erkenntnisse, wertet und wird zum Wissenschaftler, der Wissenschaftler sammelt, wie seltene Schmetterlinge. Er hat seine emotionalen Messinstrumente auf drei Männer gerichtet, die weniger erforschen, als eigentlich zu sammeln. Sie nehmen mit Augen, Karten, Zeichnungen, Bodenproben, Totenmasken, Gliedmaßen, Tierkadavern mit einer unsystematischen Sammelwut alles in Besitz, was sie entdecken. Dass Bartholomäus sie lediglich als Vehikel für die Suche nach seinem „Vater Fuchs“ benutzt und ihnen gegenüber illoyal ist, bleibt verborgen.

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Das Museum der Welt von Christopher Kloeble

„Das Museum der Welt“ ist das eigentliche Projekt des kleinen indischen Jungen, der neugierig ist und alles sammelt, was ihm seine Heimat bedeutet. Für dieses Projekt hätte er den Nobelpreis verdient. Sein Museum ist tragbar. Er sammelt Gefühl, Geruch, Augenblicke und Menschen, die ihm begegnen. Er träumt davon, dieses Museum allen Menschen verfügbar zu machen, die sein Indien erleben wollen. Die Schlagintweits mit ihrer Weltsicht wirken dagegen wie Barbaren und Eroberer. Christopher Kloeble erzählt eine bisher unerzählte, ungesehene und unerlebte Geschichte. Ein buntes Kaleidoskop voller Eindrücke und ein Kosmos voller Brüche erwarten uns. Es ist ein Kulturkreis, der sich im Kopfmuseum eines kleinen Jungen ausdehnt. Wir riechen, schmecken, sehen und fühlen Indien.

Und wir sind nah bei Bartholomäus, als aus dem Zusammenprall der Kulturen für ihn mehr wird, als er es sich je vorgestellt hätte. Es ist der Roadtrip zu seiner eigenen Identität, es ist die Reise durch ein Land, das er so nie gesehen hat. Es ist das „Große Spiel“, in dem er plötzlich die Hauptrolle spielt. Ein Spiel aus Revolution, Konflikten und Verrat. Diese Reise kostet viele Opfer. Der Weg der Schlagintweits glich im Nachhinein einem Opfergang ohne wissenschaftlichen Wert. Sie konnten niemals alles auswerten, was sie nach Europa brachten. Und sie schafften es nicht zusammen zurück. Gräber in München zeugen noch heute von den Entdeckern von einst. Welche Rolle sie jedoch in Indien aus der Perspektive der Menschen gespielt haben, die sie erforscht haben, das erzählt nur „Das Museum der Welt“.

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Das Museum der Welt von Christopher Kloeble

Ein wahrhaft historischer Roman, der sich in der Beschreibung dieser Expedition von 1854 bis 1857 an die überlieferten Fakten und Aufzeichnungen der Schlagintweits hält. Bartholomäus macht diese Reise zu einem Lese-Ereignis. Seine Selbstfindung und die Entscheidungen, die er trifft stehen hier für ein Land im Aufbruch und eine Kultur, deren Erben heute noch unter der Kolonialisierung leiden. Christopher Kloeble ist nun wirklich kein „Nacherzähler“. Im grandiosen Roman von Rudi Palla bin ich den drei Brüdern „In Schnee und Eis“ gefolgt. Kloeble doppelt nichts. Ich hatte niemals das Gefühl, alles zu wissen und nur Bartholomäus für mich neu zu entdecken. „Das Museum der Welt“ ist eine Inspiration, weil der Perspektivwechsel die Erben eines Alexander von Humboldt in ein neues Licht rückt.

Ein Abenteueroman von Format, in dem die Forscher zu den Erforschten werden. Kleiner Beweis gefällig? Lassen wir doch Bartholomäus zu Wort kommen:

„… Leider ist im Durchschnitt nur jeder vierte Bayer angenehm. Das lernte ich in meiner Zeit bei den Brüdern. Allerdings ist jeder von ihnen auf eine ganz eigene Weise unangenehm.“

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Wer sich das Abenteuer seines Lebens vorlesen lassen möchte, der kann mit der Hörbuchfassung aus dem Hause Der Audio Verlag nach Indien reisen. Die Expedition zum „Museum der Welt“ dauert in der gekürzten Lesung 10 Stunden und 19 Minuten. Es ist Torben Kessler, der Bartholomäus zum Leben erweckt. Naiv, spitzbübisch und manchmal naseweis, immer jedoch beharrlich auf der Suche nach Exponaten für sein Museum, das er allen Indern zugänglich machen möchte. Wer das gehört hat, wird nie wieder ein Museum so betrachten können, wie zuvor. Großartig….

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Das Museum der Welt von Christopher Kloeble – Buch und Hörbuch

Impressionen zur Buchpräsentation bei dtv und einem Besuch am Grab finden Sie auf meiner Facebook-Seite AstroLibrium: Folgen Sie dem Hashtag #MuseumKloeble

Das Museum der Welt von Christopher Kloeble - Astrolibrium

Das Museum der Welt von Christopher Kloeble

Wer übrigens der Meinung sein sollte, dies sei ein typisches Männerbuch, der ist gut beraten bei Steffi auf „Nur Lesen ist schöner“ vorbeizuschauen. Sie hat sich mit ihrer Rezension als wahre Museumswärterin geoutet, der man nicht widerstehen kann. Darüber hinaus widerlegt sie die These von Bartholomäus, dass „nur jeder vierte Bayer angenehm ist“. Steffi ist es auf die charmanteste Art und Weise.

„Everest“ von Sangma Francis und Lisk Feng

Everest - Das Bilderbuch - AstroLibrium

Everest – Das Bilderbuch

Bilderbücher erzählen große und kleine Geschichten, indem sie das geschriebene Wort durch das Medium der kindgerechten Illustration ergänzen und vertiefen. Sie sind Impulse für die kindliche Fantasie. Dabei vereinfachen die Autoren und Gestalter dieser Bilderbuch-Welten ihre Botschaften so sehr, dass sie im gemeinsamen Betrachten und Lesen ihre Magie entfalten können, da ihre Werke leicht verständlich sind. Auf diese Art und Weise erschließen sich dann den jüngsten Lesern selbst komplexere Sachverhalte. Bilderbücher sind mehr als nur Ablenkung und reine Unterhaltung. Sie sind der Einstieg in die große Welt der Bücherliebe und bestimmen oftmals den weiteren Leseweg eines Menschen. Manchmal vermitteln sie sogar mehr Wissen, als man ihnen auf den ersten Blick zutraut.

Shackletons Reise von William Grill - astrolibrium

Shackletons Reise von William Grill

Ein Musterbeispiel für ein Bilderbuch, das sich zum kindlichen Standardwerk der großen Polarexpeditionen erhebt, ist „Shackletons Reise“ von William Grill.

Dem Autor gelingt mit diesem Buch ein großer Wurf im Bilderbuchland. Er erzählt nicht nur eine wahre Geschichte, er weckt die Abenteuerlust und öffnet uns die Augen für drohende Gefahren. William Grill begeistert mit einer kindlich abstrakten Detailtreue seiner Illustrationen, die den jungen Betrachtern Raum gibt, sich in sie hineinzudenken und selbst Teil der Besatzung zu werden. Planänderungen werden erklärt, Krankheiten und Fachbegriffe in einem Glossar erläutert und selbst das Überleben im Inneren eines umgedrehten Rettungsbootes wird anschaulich erklärt. Diese erzählenden Bilderbücher sind Initialzündungen für den kindlichen Geist. Sie fördern das Denken und bewegen in ihrer spielerischen Komplexität mehr, als man sich vorstellen kann.

Everest - Das Bilderbuch - AstroLibrium

Everest – Das Bilderbuch

Ich habe lange nach einem neuen Bilderbuch gesucht, das diesem hohen Anspruch gerecht werden könnte. Ich lese gemeinsam mit Kindern, ich bin dankbar, wenn sie aus sich heraus und inspiriert durch solche Bücher eigene Transferleistungen erbringen, die ihrem Alter vielleicht noch gar nicht entsprechen. Ich bin fündig geworden. Erneut beim NordSüd Verlag und erneut in einem großformatigen Bilderbuch, das in seinem Design sehr an William Grill erinnert. Und noch dazu bin ich fündig geworden in einem Thema, das mich seit Jahren intensiv beschäftigt. Es ist der Mount Everest. Das Dach der Welt. Es ist die Faszination, die vom höchsten Berg der Erde ausgeht, es sind Gefahren und Risiken, die ihn so geheimnisvoll machen und nicht zuletzt ist es die Frage, wie weit der Mensch gehen darf, um die Natur zu bezwingen.

Everest“ von Sangma Francis und Lisk Feng ist meine Bilderbuchentdeckung des Jahres, wenn es darum geht, neben der reinen Unterhaltung existenzielles Basiswissen zu vermitteln. Lehrreich, spielerisch, komplex, ökologisch, historisch, unterhaltsam und facettenreich kommt dieses Bilderbuch daher. Ein kolossaler Berg in buntem Gewand. Und das in einem Jahr, in dem sich die Erstbesteigung des Chomolungma, der Mutter des Universums, zum 66 Mal jährt. Dieses Bilderbuch wird dem Mythos „Everest“ mehr als gerecht. Man darf den Berg im Himalaya als Naturwunder bestaunen, man darf die Bergsteiger und ihre Helfer bewundern. Man darf sogar davon träumen, sich selbst der Herausforderung eines Gipfelsturms zu stellen. Träumen darf man. Das Bilderbuch ruft jedoch eher dazu auf, woanders nach Zielen zu suchen, die der Natur nicht schaden. In jeder Sehnsucht gibt es einen unbestiegenen Berg. Jedes Kind hat seinen Everest. Der Everest im Buch ist so heilig, wie die Natur, die ihn ausmacht. Und so sollte er bleiben.

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Everest – Das Bilderbuch

Für die Autorin Sangma Francis ist der „Everest“ mehr als ein Berg. Sie reduziert ihn nicht nur auf das alpine Element oder die Herausforderung an Extremsportler. Hier erweitert das Buch den Horizont und beschreibt eine Region, ihre Menschen, die Flora und Fauna am Fuß des Mount Everest und die religiösen und mythologischen Faktoren, die das Massiv so wichtig für die Menschen machen. Legenden bis hin zum Yeti finden ihren Platz in diesem Bilderbuch. Aber natürlich ist es auch der Mensch, der nicht aus Nepal stammt, der Mensch, den die Höhe des Gebirges magisch anzieht, der Mensch, der Unmenschliches leistet, um ihn zu bezwingen. Doch wozu? Was bringt es, diesem Mythos die Faszination zu rauben, indem man ihn einem Massentourismus zugänglich macht? Sangma Frances findet die richtigen Themen rund um den Everest. Sie findet die richtigen Worte, um jüngsten Lesern ans Herz zu legen, was ihr am Herzen liegt. 

Und sie fand mit Lisk Feng die richtige Illustratorin, die alle Facetten des Everest in ganz eigenen, abstrakt vereinfachten, und doch brillanten Zeichnungen mit Leben füllt. Wort und Bild gehen hier Hand in Hand und bilden eine magische Seilschaft, die bis in die höchsten Höhen aufzusteigen vermag. Vom Fuß des Gebirges bis zu seinem Gipfel in 8848 Metern Höhe. Doch wenn man plötzlich Lust bekommt dieses Abenteuer selbst zu wagen, dann blenden Autorin und Illustratorin im kongenialen Zusammenspiel Bilder ein, die nachdenklich machen und abschrecken. Müll auf dem Everest. Menschen über Menschen, vereint zu endlosen Kolonnen, die in den idealen Zeitfenstern versuchen, in Reichweite des Gipfels zu gelangen. Rushhour am Berg. Selten so veranschaulicht und selten so abschreckend beschrieben. Die Botschaft ist klar: Lasst ihn in Ruhe! Gebt ihm seinen Frieden. Ihr zerstört den heiligen Berg.

Everest - Das Bilderbuch - AstroLibrium

Everest – Das Bilderbuch

In vielfacher Hinsicht ein grandioses und lehrreiches Buch. Es schmälert nicht den menschlichen Erfindungsreichtum, die Leistungen der Bergsteiger, die ihn als Pioniere bezwangen, die traurigen Schicksale der Verschollenen und Gescheiterten. Es hebt in besonderer Weise die Fähigkeiten der Sherpas hervor, ohne die Expeditionen niemals möglich gewesen wären und waren. Das Buch versetzt seine kindlichen Betrachter mit Detailreichtum in die Lage, sich genau vorstellen zu können, was man benötigt, um es bis zum Gipfel zu schaffen. Eine Liste der Ausrüstungsgegenstände findet sich ebenso im Buch, wie wichtige Hinweise über Sauerstoff und die Fähigkeiten, über die man als Bergsteiger verfügen sollte, um sein Ziel zu erreichen.

Darüber hinaus wird unser Augenmerk jedoch deutlich auf den Klimawandel und das ökologische Gleichgewicht in dieser Region gelenkt. Selbst für Erwachsene ist dieses Buch eine illustrierte Goldgrube, der es gelingt, auf 80 Seiten in die Tiefe seines verborgenen Schatzes vorzudringen. Und natürlich finden wir in der Ahnengalerie jener erfolgreichen Bezwinger des Everest auch Reinhold Messner, womit das Buch seinen Bogen in mein bisheriges Lesen spannt. Der „Absturz des Himmels“ beschäftigt sich zwar mit dem Matterhorn, ist jedoch für mich ein brillantes Werk des großen Meisters, das die Faszination der höchsten Berge nachvollziehbar macht.

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Everest – Das Bilderbuch

Die Todeszone kostet auch in diesem Buch ihre Opfer. Von Mallory und Irvine wird ebenso berichtet, wie von vielen weiteren gescheiterten Expeditionen. Ich habe mich in meinem Lesen bereits einer der größten Tragödien am Mount Everest angenähert und da ich ja kein Bergsteiger bin, habe ich mir Rat bei einer hochalpinen Kletterin gesucht. Gemeinsam haben wir die Bücher verglichen, die sich mit der Katastrophe vom 10. Mai 1996 beschäftigen, bei der alleine acht Bergsteiger ihr Leben verloren. Buchsicht und Bergsicht. So haben wir diesen Vergleich genannt. Jon KrakauersIn eisige Höhen“ steht im Mittelpunkt dieser Betrachtung. Die Seilschaft der Bücher setzt sich aus jenen Berichten zusammen, die Überlebende dieses schwarzen Tages verfasst haben. Hier gelangen Sie zum Special: Gipfelsturm – Tod in eisigen Höhen – Eine Reportage.

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Everest – Eine besondere Reportage

„Everest“ von Sangma Francis und Lisk Feng erhält einen Ehrenplatz in meinem „Everest-Bücherregal“. Ökologischer, multikultureller und inhaltlich facettenreicher ist mir bisher kein Bilderbuch über den Weg gelaufen. Großes Bilderbuch-Kino…

(Everest – Francis / Feng / NordSüd Verlag / 80 Seiten / Übersetzer: Harald Stadler / 20 Euro)

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Und schon geht es mit der Schlagintweit-Expedition zurück zum Himalaya.