50 Jahre Mondlandung – Ein Literaturereignis

Apollo 11 - 50 Jahre Mondlandung in der Literatur - AstroLibrium

Apollo 11 – 50 Jahre Mondlandung in der Literatur

Plötzlich war alles möglich. Es war der 21. Juli 1969 und Neil Armstrong stand als erster Mensch auf dem Mond. Ich hörte seine Worte „Dies ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein riesiger Sprung für die Menschheit“ und blickte staunend in den Himmel. Die Welt aus dem All zu sehen, veränderte alles. 50 Jahre sind seitdem vergangen und heute blicken diejenigen, die es erlebt haben zurück und versuchen ihre Gefühle von einst weiterzugeben. Bücher helfen uns zu erklären, wo alles begann, was den Erfolg der Mission ermöglichte und wie uns der Wettlauf zum Mond veränderte. Ein ungewöhnliches Sachbuch veranschaulicht das gesamte Apollo-Programm und bietet dabei neben allen Fakten auch überraschende Einsichten. „Apollo – Der Wettlauf zum Mond“ von Zack Scott. Wir erfahren alles über die Missionen, die Astronauten und die technischen Quantensprünge, ohne die man es nicht zum Mond geschafft hätte.

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Apollo 11 – 50 Jahre Mondlandung in der Literatur

Schautafeln, Grafiken und schematische Darstellungen vermitteln einen direkten Eindruck von der Herausforderung, die eine Reise zum Mond darstellt. Hier überwiegt nicht der Text. Es ist die Symbolik, die besticht und Leser jeden Alters auf Stand bringt. Komplexe Sachverhalte werden in einfach zugänglichen Darstellungen veranschaulicht. Eine grandiose Dokumentation, die keine Fragen offenlässt. Ich startete meine Mission genau hier, blicke aber auch auf Jules Verne zurück. Seine „Reise von der Erde zum Mond“ ist 150 Jahre alt, absolut visionär und die Mutter aller Science-Fiction-Romane. Wer aufmerksam liest, wird schnell erkennen, wie nah Jules Verne an der Realität war. Drei Raumfahrer in einer Hochgeschwindigkeitskapsel, fast korrekte Berechnungen zur Umlaufbahn und das Wunder der Schwerelosigkeit geben diesem Erzählraum Tiefgang. Meine illustrierte Ausgabe aus den 1970er Jahren ist ein steter Quell der Inspiration.

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Vielleicht hat sich ja die NASA von Jules Verne verleiten lassen, den Mond in Angriff zu nehmen. Wer weiß. Es steht jedenfalls fest, dass der Wettlauf zum Mond damals die Welt in Atem hielt. Und da lassen es sich Verlage und Buchhandlungen nicht entgehen, diesen besonderen Tag bibliophil zu begehen. Unfassbare Neuerscheinungen sind auf dem Markt, die Auswahl ist groß und für jeden ist etwas dabei. Wenn ich also mal nicht im neuen Zack Scott oder im alten Jules Verne stecke dann bin ich in den Weiten eines literarischen Universums unterwegs, das zu diesem Anlass besonders viele Sterne am Firmament versammelt. Ich möchte euch hier ein paar Bücher empfehlen, die ihr lesen solltet, wenn ihr in die Jubiläums-Mondphase eintretet. Und es geht auf keinen Fall nur um Weltraumliteratur. 

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Wie wäre es mit Artemis von Andy Weir. Der Mond ist bewohnt, der Landeplatz von Apollo 11 ist ein Touristenmagnet und die Ausbeutung des Erdtrabanten löst eine Krise aus. Nachdem uns Andy Weir mit dem „Marsianer“ auf den roten Planeten geschossen hat, fokussiert er sich nun auf den Erdtrabanten. Was er jedoch hier anstellt und was er sich alles einfallen lässt, um der Sonderhandelszone Mond Schwerkraft zu verleihen ist beeindruckend. Wirtschafts-, Wissenschafts- und Weltraumthriller in einem Roman. Ich freue mich nach dem Buch und der Hörbuchadaption bereits auf die Verfilmung. Uhren mit Erdphasen-Anzeige wären auf jeden Fall perfekte Merchandising-Artikel.

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Auch Apollo11 von James Donovan ist empfehlenswert. Der Wettlauf zum Mond und der Erfolg einer fast unmöglichen Mission wird hier in Wort und Bild lebendig. Was Scott visualisiert, wird von Donovan multiperspektivisch erzählt. Es ist die menschliche Seite voller Zweifel und Wagemut, die er betont. Er versetzt sich in die Astronauten und Wissenschaftler hinein, reflektiert ihre Gedanken und Gefühle und verdeutlicht vor dem Hintergrund des technisch Machbaren die Erfolgsaussichten, die realistisch erschienen. Das Scheitern war wahrscheinlicher als der Erfolg. Pressemeldungen über den Tod der Astronauten waren vorbereitet, die Öffentlichkeit spielte eine große Rolle. Der Druck im Wettlauf mit Russland war enorm. Das fachlich fundierte Sachbuch hebt pünktlich zum Jubiläum ab und nimmt uns mit. In jeder Beziehung.

Alles zu sachlich? Alles zu realistisch und zu technisch? Na dann! Ich kann auch anders. Wer gerne träumt, der folge einfach Torben Kuhlmann in die Bilderbuchwelt von „Armstrong“. Hier war es eine Maus, die den Mond zuerst betrat. Kein Zweifel. Ein Missions-Patch im Buch belegt die wundervoll illustrierte Geschichte in der ganz neuen Jubiläumsausgabe.

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Apollo 11 – 50 Jahre Mondlandung in der Literatur

Die Aufschrift Ein kleiner Schritt für eine Maus belegt darüber hinaus sogar das Plagiat, dessen sich ein gewisser Neil Armstrong bediente, als er die Mondoberfläche betrat. Nicht nur die technische Meisterleistung, auch das Zitat… alles geklaut. So sind die Menschen. Nichts kann man den Mäusen überlassen. Dabei sieht man auf diesem Jubiläumscover ganz deutlich, dass die Crew der Landefähre sehen konnte und wissen musste, dass sie kein Neuland betrat. Torben Kuhlmann hat dem Buch ein ganz neues Hintergrundkapitel zur Geschichte der Raumfahrt hinzugefügt. Man sollte sich die neue Sicht auf dieses besondere Kapitel der Eroberung des Weltalls nicht entgehen lassen. Spätestens, wenn unsere Augen am 21. Juli zum Mond blicken und weltweit Menschen diesen Tag zu ihrem Feiertag machen, sollte man das gestickte Abzeichen in die Hand nehmen und ganz kurz an Mäuse und ihre Geschichte der bemausten Weltraumfahrt denken.

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Aber auch jenseits der Weltraummission hat der Mond Spuren in unserem Lesen hinterlassen. Romane rund um das Leben in bestimmte Mondphasen lassen unseren Erdtrabanten mal in weite Ferne rücken und manchmal ganz nah erscheinen. Romane, die Geschichten erzählen, in denen die Mondlandung als Metapher für die Annäherung von Menschen genutzt wird. Vom fulminanten Start in eine Umlaufbahn, den gewagten Touchdown bis zum Verlassen des innig geliebten Partners. Nicht jedoch ohne Ballast zurückzulassen. „Der Sommer meiner Mutter“ ist so konstruiert, erzählt und ist genau in der Zeit der Pionierleistung angesiedelt. Grandios. Meine kleine Mondleseliste hänge ich gerne an.

Der Mond und das Lesen bei AstroLibrium

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Raumpatrouille“ – Der Kosmos der Kindheit von Matthias Brandt
Das Mädchen, das den Mond trank“ von Kelly Barnhill
ARTEMIS“ – Leben auf dem Mond mit Andy Weir
Sonne, Mond und Sterne“ von Mario Alberto Zambrano
Armstrong“ – Torben Kuhlmann revolutioniert die Raumfahrt
Die Ziege auf dem Mond“ – Stefan Beuse & Sophie Greve
Der Sommer meiner Mutter“ von Ulrich Woelk

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Apollo 11 – 50 Jahre Mondlandung in der Literatur

Ich feiere das Jubiläum nicht alleine. Thomas Calliebe geht ab wie eine Rakete und hat die erste Mondlandung in den Mittelpunkt seines Kundenmagazins – ErLesen II. Quartal gestellt. Hier ergänzen sich meine Empfehlungen mit seinen extrem wertvollen Tipps zu diesem Jubeltag. Ein besonderes Schaufenster zu diesem Thema sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen. Was die Buchhandlung Calliebe in Groß-Gerau mit der Buchhandlung Lesezeichen in Germering und der Buchhandlung Bräunling in Puchheim verbindet? Ganz einfach. Wir treten gemeinsam den Beweis an, dass es nicht der Mensch oder die Maus war, die den Mond zuerst betrat. Es waren die kleinen Büchereulen aus meinem Nest, die als wahre Pioniere in die Geschichte eingegangen sind. (Fuß- oder Krallenspuren haben sie natürlich nicht hinterlassen).

Der Beweis? Wir bleiben ihn nicht schuldig. In den drei Herzensbuchhandlungen findet man OSA-Büchereulen (Owl-Space-Agency) aus der kleinen literarischen Sternwarte und es liegt nur an Euch, ob es Euch gelingt, eine dieser Weltraumeulen mit Helm und Sauerstoff-Rucksack in Euren Kosmos zu entführen. Auch bei mir habt Ihr die Chance. Kommentiert diesen Beitrag und erklärt dem Mondlandewesen Euren Landeplatz. „The Owl Has Landed“ ersetzt dann bald den legendären Spruch vom Adler. Viel Glück und schwereloses Lesen.

Apollo 11 - 50 Jahre Mondlandung in der Literatur - AstroLibrium

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Büchereulen / Hörbucheulen / Space-Eulen made by Tina Stroscher (Danke). Und hier geht´s zum Außenposten bei Mikka liest das Leben. Die Eule ist gelandet.

Space Girls von Maiken Nielsen - AstroLibrium

Space Girls von Maiken Nielsen

Hier geht´s zu den Space Girls und den Gewinnerinnen unserer Mondeulen…

15 Gedanken zu „50 Jahre Mondlandung – Ein Literaturereignis

  1. OMG, sind das schöne Mondlandewesen 😍

    Bei uns auf dem wunderschönen Planeten Eulisium gibt es Leben und ganz viele verschiedene Habitate zu erkunden und zu besiedeln.

    U.a. leben dort 3 Ahnen, deren Herkunft die gleiche wie die der Mondlandewesen ist. Hanni ist eine Erstgeborene, sie ist die weltbeste Assistenzeule, was knifflige Kriminalfälle angeht.
    Ihr zur Seite steht Watson, der einen Spürsinn für ganz besondere literarische Welten besitzt. Und dann ist da noch das Alien unter den euligen Bewohnern, Dexter, eine Reneule. Er übernimmt gern reptäsentative Aufgaben, begrüßt die Neuankömmlinge vormvollendet.

    Wenn also eins der Mondlandewesen Eulisium als neue Heimatwelt auswählt, wäre die Eingewöhnung ein leichtes! Unendliche Welten lassen sich doch zu viert nochmal so gut erkunden! Und das ansässige Trio Inferneule würde sich schon jetzt sehr darüber freuen, wenn aus ihnen und dem Mondlandewesen ein Eultett würde!

    Ich soll von den dreien übrigens noch was ausrichten:
    Hanni hüpft und piepst, dass sie sich eine Schwester wünscht und hat auch schon den passenden Namen parat 🙂
    Und ich solm darauf hinweisen, dass SIE dann zu Weihnachten, wenn sie möchte, ihren Helm auch mal gegen eine schnieke selbst gestrickte Mütze austauschen könnte. Das ist wie ein Ritual…

    Und nun schließe ich mich den drei euligen Bewohnern von Eulisium an und hoffe auf eine weitere neue Spezies in unserer Heimatwelt! Bei uns gilt nämlich: Es lebe die Vielfalt!

    Sabine
    Die Hüterin von Eulisium

  2. Die NASA war es nicht. Die Mäuse waren es nicht. Ich glaube an die Mondeulen. Der erste Beweis, den ich anfassen kann. Also, wenn du mir eine zuflattern lässt. Herrliche Idee und zwei Bücher sind markiert. Artemis und Zack Scott. Danke für die Punktlandung. Kerstin

  3. Lieber Arndt,

    ich habe hier eine aufgeregt flatternde Höreule, die mir beständig ins Ohr gröhlt (deshalb heißt sie ja auch Gröhle), ich solle doch einen Artgenossen oder eine Artgenossin herlocken. Nun, dann versuche ich das mal.

    Falls eine OSA-Büchereule über Dresden fliegen würde, würde sie sofort auf ein grünes Haus aufmerksam werden, in dem ein ebenso grünes Bücherregal (umrahmt von mehreren andersfarbigen Bücherregalen) steht. Darin: Die allerliebsten Bücher und die allerliebsten Erinnerungsstücke. Die OSA-Büchereule dürfte Platz nehmen zwischen dem Sternenatlas, den ich für meinen ersten Milchzahn bekam (damals noch etwas verfrüht, aber die Liebe zum Weltall begann noch früher, von daher passt das schon) und der aufgeregten Gröhle, die ihr Glück kaum fassen könnte. Sie würde durch wunderbare Buchwelten reisen – unter anderem mit Stephen Hawking durch die kurze Geschichte der Zeit – und fantastische Menschen kennenlernen. Himmelsbeobachtungen bei klaren Nächten wären natürlich inklusive. Außerdem würde sie regelmäßig an die Nordsee mitreisen dürfen, um sich live anzusehen, was der Mond mit dem Meer so alles macht.

    Und weil so eine kleine Eule so viel weiß und so viel zu erzählen hat, würde sie auch meine dreijährige Nichte kennenlernen und ihr die Fazination vom Weltall näherbringen – schließlich ist der Weltraum nicht nur etwas für große Astronauten, sondern auch für kleine aber umso mutigere Eulen und Mädchen.

    Liebe Grüße aus dem Elbtal 🙂
    Sarah

  4. Mmh… nachdem hier Moon die Rentiereule und Paolo die Keule (Katzeneule) wohnen, dachte ich, ich habe vielleicht eines Tages Glück, dass hier noch ein ganz normales Eulchen einziehen darf. Aber hier wird grad total Theater gemacht von wegen, dass normal voll langweilig und doof sei und dass jetzt alle Astroeulen werden wollen. Außerdem sagt Moon, dass es ganz selbstverständlich sei, dass bei jemandem der „Mond“ heißt auch eine Astroeule einzieht. Hier wäre es ziemlich laut, positiv chaotisch und kuschelig. Die Eulen haben ein eigenes babysicheres Haus. Unter uns gesagt soll das Haus sie auch vor Pauli schützen. Es gibt viele Bücher. Leider aber gar keine die zum Mond führen. Aber als Astroeule kann man auch zum kleinen Prinzen fliegen.

  5. Hallo,

    ein toller Beitrag! 🙂

    „Artemis“ möchte ich noch lesen – aber erst ist eigentlich mal „Der Marsianer“ dran, das wartet schon etwas länger… „Der Sommer meiner Mutter“ würde mich auch noch reizen.

    In meinem Lesekosmos leben sogar schon einige Eulen. Sie sitzen auf den Regalen unseres Mutterschiffs, dem Lesesofa, diversen Bücherkisten und überhaupt überall und würden sich über weltraumerfahrene Kollegen sehr freuen. Auch wenn wir Menschen uns gerne einbilden, wir hätten hier das sagen, sind unsere Eulen doch deutlich in der Überzahl – und amüsieren sich wahrscheinlich kostbar darüber, dass wir glauben, wir hätten hier was zu sagen.

    LG,
    Mikka

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