Die Sehnsucht des Vorlesers von Jean-Paul Didierlaurent

Die Sehnsucht des Vorlesers - Jean-Paul Didierlaurent

Die Sehnsucht des Vorlesers – Jean-Paul Didierlaurent

Es ist kein Geheimnis, dass ich meine Tage stets mit einem guten Buch beginne. Zu früher Morgenstunde sitze ich in meiner S-Bahn und kann in aller Ruhe die ersten Seiten meines Tages in vollen Zügen genießen. Dabei verhalte ich mich eigentlich sehr ruhig und absolut zurückhaltend. Also nicht zu vergleichen mit Guylain Vignolles, der seine morgendlichen Fahrten zur Arbeit im öffentlichen Nahverkehr von Paris auf eine ganz besondere Art und Weise zelebriert.

Sein „6 Uhr 27 Regionalzug“ ist mehr für ihn, als ein Transportmittel. Mehr als nur ein Zug. Und für die Passagiere, die das Vergnügen haben, ihm schon zu dieser frühen Stunde zu begegnen, ist Guylain mehr als ein normaler Fahrgast. Er ist willkommene Abwechslung vom Alltag und komischer Kauz zugleich. Ein Kauz jedoch, den man mit großem Wohlwollen und Nachsicht toleriert. Denn wer steht schon in aller Früh in einem fahrenden Zug auf und liest seinen Mitreisenden vor?

Wer breitet um diese Uhrzeit schon eine Sammelmappe voller loser Blätter aus und beginnt nach einem unauffälligen Räuspern und begleitet vom andächtigen „Pst“ seiner Mitfahrer mit dem morgendlichen Ritual des Vorlesens? Es ist jener Guylain Vignolles 36 Jahre alt, unscheinbar, Mitarbeiter in einer Altpapier-Recycling-Firma und Bediener einer Maschine, die man als literarischen Höllenschlund bezeichnen könnte. Und genau dieser Beruf, diese Maschine und sein Alltag sind daran schuld, dass er seine große Liebe in aller Öffentlichkeit zelebriert, wie einen andächtigen Gottesdienst.

Die Sehnsucht des Vorlesers - Jean-Paul Didierlaurent

Die Sehnsucht des Vorlesers – Jean-Paul Didierlaurent – Die Zerstör 500

Es ist die unstillbare „Sehnsucht des Vorlesers“, die ihn treibt. Eine Mischung aus Widerstand gegen seinen Beruf und Aufbegehren gegen die alltägliche Blindheit der Menschheit für die Zerstörung, die vor ihren Augen um sich greift. Guylain Vignolles vernichtet Bücher. Und dies tonnenweise. Tag für Tag. Stunde um Stunde. Er sitzt am Hebel der unersättlichen „Zerstör 500“, die in der Lage ist mit ihren Walzen, Messern und Hämmern aus den pausenlos angelieferten Containern voller Bücher einen zähen Brei entstehen zu lassen, der als Rohmaterial für neue Bücher verwendet wird.

Und so vernichtet er täglich seine größte Liebe. Die gebundenen Klassiker seines Lebens, die niemals verkauften Auflagen vielversprechender Werke und die Ladenhüter einer schnelllebigen Lesegesellschaft. Die ausgelesenen Bücher, die nie mehr gelesen werden sollten und die im Wohlstandsmüll entsorgten Wegbegleiter des Lesens. Nichts bleibt von ihnen übrig. Unwürdig erscheint der Prozess ihrer Vernichtung und am Ende des großen Papierfressens und Verdauens erweist sich die unersättliche „Zerstör 500“ als ein Kulturmörder allererster Güte.

Warum Guylain Vignolles genau dort arbeitet? Das zeigt sich jeden Morgen auf der Fahrt zur Arbeit. Er ist das kleine Sandkorn im Getriebe der Büchervernichtung. Er ist der subversive Rebell, der seinen aktiven Widerstand nur leben kann, wenn er im Auge des Orkans heimlich aufbegehrt und rettet, was unrettbar verloren scheint. Jeden Tag entreißt er der seelenlosen Maschine ein paar lose Seiten, die dem Untergang geweiht waren und erweist ihnen im Zug die letzte Ehre.

Die Sehnsucht des Vorlesers - Jean-Paul Didierlaurent

Die Sehnsucht des Vorlesers – Jean-Paul Didierlaurent

Es sind seine Findelkinder. Die einzigen Überlebenden des Massakers, die er aus dem Rachen des Monsters befreit, sie liebevoll aufpäppelt und denen er am nächsten Morgen vor staunendem Publikum ihre Wiedergeburt ermöglicht. Das ist es, was ihn lenkt. Hier liegt sein Geheimnis verborgen. Es ist diese Sehnsucht des Vorlesers, die ihn antreibt, und niemanden im Zug scheint es zu stören, dass es einzelne Seiten ohne jeden erkennbaren Zusammenhang sind, die Guylain Vignolles zum Besten gibt. Hier haben der Vorleser und seine Zuhörer eines gemeinsam:

„Was zählte, war der Akt des Vorlesens!“

So tauchen wir ein in das Leben eines besonderen Menschen. Einerseits einer der größten Idealisten unserer Zeit, andererseits ein wagemutiger Rebell, der unter dem Deckmantel eines Mitläufers an jedem Tag kleine literarische Heldentaten begeht. Und das Risiko ist groß, wenn man sich nur seinen besten Freund anschaut, dessen Beine für immer im Bücherbrei verschwunden sind, nachdem er in die „Zerstör 500“ gezogen wurde.

Und doch ist es nur ein kleines, bescheidenes und sehr einsames Leben unseres modernen Don Quichote, das ihn im verzweifelten Kampf gegen die messerscharfen Windmühlen aufzusaugen scheint. Die Schuld wiegt schwer für ihn. Das Reinwaschen gelingt nicht immer und das Ausmaß der von ihm geretteten Seiten im Vergleich zur vernichteten Masse ist bescheiden. Es könnte ewig so weitergehen, würde sein Leben nicht von einem auf den anderen Tag aus seinem gewohnten Rhythmus geworfen.

Die Sehnsucht des Vorlesers - Jean-Paul Didierlaurent

Die Sehnsucht des Vorlesers – Jean-Paul Didierlaurent – Findelkinder

Denn Guylain Vignolles wird fündig. Der Zufall meint es gut mit ihm, als er eines Morgens an seinem angestammten Platz in der Bahn einen unscheinbaren USB-Stick findet. Die Suche nach dem Besitzer öffnet dem stillen Helden die Tür zu einer anderen Welt. 72 Dateien findet er. 72 Dateien voller Worte, die ihn tief treffen und berühren. 72 Seiten des Tagebuchs einer jungen Frau aus Paris erweisen ihr nun vor seinen Augen eine besondere Ehre. Der Ausbruch aus seinem Alltag trägt einen Namen: Julie. Sie zu finden wird zur Mission für Guylain Vignolles.

Und welcher Weg wäre da wohl geeigneter, als jener, den die „Sehnsucht des Vorlesers“ bereits vorgezeichnet hat. Was würde geschehen, wenn Guylain statt der geretteten Seiten nun aus dem Leben der unbekannten Julie rezitierte? Könnte es nicht sein, dass sie ihm dabei zuhört und sich ihre Wege kreuzen? Oder wäre das zu einfach in einem Leben, das alles zu sein scheint… Nur nicht einfach. Aber wie sollte er Julie finden, und wie könnte er ihr nur sagen, was er beim Lesen der Findelkinder aus ihrer Feder empfindet? Er braucht dringend Hilfe!

Jean-Paul Didierlaurent gestaltet in seinem Roman „Die Sehnsucht des Vorlesers“ einen vielschichtigen Erzählraum der scharfen Kontraste. Nur vordergründig erzählt er von einem Menschen, der am „Zerstör 500“ die Seiten seines Lebens zermalmt und einen kleinen Weg gefunden hat, sich aufzulehnen. Didierlaurent spricht hier von jedem Beruf, von jeder Profession, die zur Belastung werden kann, wenn sie den ureigenen Prinzipien und Leidenschaften widerspricht. Der große Papierfresser wird sinnbildlich zum Kannibalen, der den Menschen mit Haut und Haaren verschlingt.

Die Sehnsucht des Vorlesers - Jean-Paul Didierlaurent

Die Sehnsucht des Vorlesers – Jean-Paul Didierlaurent – Poetische Tiefe

Als Gegenentwurf präsentiert uns der französische Autor eine junge Frau, die in einer nicht gerade appetitlichen Arbeitsumwelt ihre Berufung gefunden hat. Ihr kleines Königreich wirkt dabei auf andere Menschen so befremdlich, dass man sich nicht auch nur einen Moment vorstellen kann, warum sie diesen Beruf liebt. Diese beiden Entwürfe zu vereinen ist die große Leistung dieses poetischen, romantischen aber auch deftigen Romans. Denn an der Grenze der Welten von Guylain und Julie vereint sie nur die Einsamkeit ihrer Herzen. Traumprinzen sind rar gesät und den wirklichen Prinzessinnen der Herzen sieht man selten an, dass sie alleine sind. Manchmal muss das Schicksal helfen, um zwei Menschen auf Kurs zu bringen, die ansonsten lebenslang aneinander vorbei gedümpelt wären.

„Die Sehnsucht des Vorlesers“ ist verliebt, obsessiv, romantisch, unglaublich lustig und dann wieder emotional. Die Charaktere am Rande der Geschichte verblassen nicht zu Statisten. Sie tragen die Geschichte und die Menschen von denen sie erzählt. Wir lernen einen zutiefst poetischen Schrankenwärter kennen, der dem realen Leben mit Reimen auf den Pelz rückt und dabei selbst wie ein großer Dichter wirkt. Wir begegnen einem Opfer der „Zerstör 500“, das seit einem tragischen Unfall auf der Suche nach seinen Beinen ist und erleben tief bewegt, wo sie wohl zu finden sind.

Wir treffen auf Menschen in einem Seniorenheim, für die das Vorlesen eine große Bedeutung hat, auch (oder ganz besonders), wenn das Findelkind zufällig aus einem pornografischen Roman stammt. Da kommt Leben in die Bude. Und wir lernen mit Guylain und Julie zwei Suchende kennen, denen wir von der ersten Seite an wünschen, dass sie sich doch bitte finden mögen und ihre beiden Welten vereinen. Ich habe die letzten Seiten dieses emotionalen Romans mehrmals gelesen. Aus gutem Grund:

Ich liebe Gänsehaut beim Lesen und zelebriere mein LachenWeinen. 

PS: Ich verdanke Steffi von Nur Lesen ist schöner – eine Ode an das Lesen dieses absolute Herzensbuch. Eine Entdeckung, die ich wohl ohne sie nicht gemacht hätte. Ich hätte nie vom „Zerstör 500“ erfahren und wüsste nicht, wie eine kleine Kachel das Leben verändern kann. Ich habe mich in Guylain wiedergefunden, verstehe seinen Antrieb und fühlte mich ihm nah. Nicht nur in der S-Bahn. Uns verbindet auch ein wenig die Art zu schreiben. Romantiker eben…

PPS: Ich wohne, lese und lebe in der Livry-Gargan-Straße zu FFB. Kein allzu häufiger Straßenname in Bayern. Es handelt sich hierbei um die französische Partnergemeinde von Fürstenfeldbruck. Diese kleine Stadt in Die Sehnsucht des Vorlesers zu finden hat mich im Gefühl bestärkt, dass dieses Buch zu mir finden musste. Manchmal fügt sich vieles in meiner großen Lesereise unter dem Motto: Bücher über Bücher.

Wenn auch DU in den Genuss dieses Romans aus dem dtv-Verlag kommen möchtest, der niemals seinen Weg in den „Zerstör 500“ finden darf, dann rette ihn doch bittte mit einem Kommentar zu diesem Artikel und lass mich wissen, welches Buch Du gerne in der Öffentlichkeit laut vorlesen würdest. Und das „WARUM“ interessiert mich dabei besonders. Unter allen Einsendungen wird das besondere Geschenkpaket verlost…

Und seit dem 6.11. 2015 um 17 Uhr haben wir einen Gewinner:

die sehnsucht des vorlesers_jean paul didierlaurent_astrolibrium severs

Bei der Buchhandlung Calliebe dürft ihr euch trösten… Hier wird immer geholfen:

Die Sehnsucht des Vorlesers - Jean-Paul Didierlaurent

Die Sehnsucht des Vorlesers – Jean-Paul Didierlaurent

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61 Gedanken zu „Die Sehnsucht des Vorlesers von Jean-Paul Didierlaurent

  1. Was würde ich gern vorlesen? Eigentlich Wind, Sand und Sterne von Antoine de Saint-Ex. Sieben Essays über eine Lebensphilosophie, die vollkommener nicht sein könnte. Da es aber nicht alle Leser erreichen würde, wäre der kleine Prinz wohl ebenso an Bord, verkörpert er doch auch alle für das Leben wichtigen Werte wie Liebe, Freundschaft und Kindheit. Warum dieses Buch im Zusammenhang mit der Sehnsucht des Vorlesers? Auch Antoine hatte seine große Sehnsucht: das Fliegen, Berufung und Liebe, die er über alles körperliche stellte. Eine Berufung, die ihn die Werte des Lebens erkennen ließ, so wie Guylain diese auf den geretteten Seiten findet.
    Dieses Buch muss ich unbedingt lesen ❤ danke für diese Herzensrezension!

  2. Ach, wie ich mich freu, dass ich in dir genau den richtigen Adoptivpapa gefunden habe. 😉

    Entzückende Zeilen. Ich frage mich gerade, wo diese Botschaft bei mir verborgen lag, als ich das Buch gelesen habe. Nun denn, die Franzosen eben. C’est la vie.

    • Ich habe nicht nach der Botschaft gesucht, sondern einfach genossen, sie zu fühlen. Ich könnte ja jetzt sagen, dass es ein tolles Buch für Männer ist… Sage ich aber nicht. Ich jedenfalls bin verliebt und danke dir sehr für diesen Fund….

  3. Eigentlich eine ganz schwierige Frage, wenn man mehrere Bücher hat, die einen in der Seele berühren. Und doch ergab sich ganz spontan meine Antwort.
    Ich würde „Glück auf drei Pfoten“ von Fiona Blum vorlesen. Warum? Dieses Buch hat durch dich seinen Weg zu mir gefunden und irgendwie war es auf den ersten Blick bereits MEIN Buch. Dieses Gefühl hat sich schon beim lesen der ersten Seiten bestätigt. Es ist ein leises Buch mit großer Intensität und tiefer Liebe zu Büchern, aber auch Tieren (besonders Katzen) und Menschen. Menschen, die durch einen Traum und einen kleinen Raum voller Bücher miteinander verbunden werden. Dieses Buch hat mich berührt und ich würde mir wünschen, es könnte auch den ein oder anderen mehr erreichen. ❤

    Genauso hat mich deine Herzensrezension erreicht, so dass ich dieses Buch auf jeden Fall lesen werde bzw. muss. Danke für einen wundervollen Wegweiser.

      • Anja, ich kann mich an dieses Biuch sehr gut erinnern und bin immer noch so dankbar, dass es bei dir einen so warmen Platz gefunden hat. Auch da wäre ich gerne dabei, wenn du es laut vorliest… vielleicht in Leipzig in der Straßenbahn. Lach…

  4. Ich würde genau dieses Buch laut vorlesen, statt es selbst leise zu lesen. Ich folge den Beiträgen zu diesem Roman auf deiner Facebookseite und bin fasziniert, was dieses Buch mit dir angestellt hat.

    Ich möchte das so gerne selbst erleben. Und ich werde das auch tun. Es ist ganz oben auf der Musthave-Liste.

  5. „Der Dich streift / stürzt ab“, so hatte die weise, wilde Else Lasker-Schüler gedichtet, als sie Gottfried Benn kennenlernte. Jetzt hat er sie verlassen. Und sie liegt leidend darnieder……Nov. 1913 DER SOMMER DES JAHRHUNDERTS von Florian Illies würde ich doch zu gern im öffentlichen Zug häppchenweise vorlesen. Mit Pausen, zum ins Gespräch kommen über das Leben und die Liebe. Zu debattieren über politische Entscheidungen der damaliegen Zeit und vielleicht auch ein bisschen Tango tanzen mit Illies Worten. Einfach noch mal glauben, wie Marshall B. Gardner in seinem Buch, in dem er belegt, dass im Innern der Erde noch immer Mammuts leben. Sie seien mitnichten ausgestorben, hätten sich nur in wärmere Regionen zurückgezogen.
    Wunderbar, diese Zeit in der Zeit hat doch für alle Geschmäcker etwas liebenswürdig Ansprechendes, wie all diese wunderbaren Menschen in die Moderne drängten, ohne Eile im Takt der Dampf-Lok……nicht ahnend, was nach dem Tango kommt.

    Die Sehnsucht des Vorlesers – ist ja eine süße Mutprobe – danke für deine ermutigende und sehnsüchtige Verführung (heißt das nicht Mon Cherie? oder doch carpe diem?).

    • Cherie… darf man sagen und apropos 1913…. was macht eigentlich Rilke? Immer noch erkältet und malt Klimt immer noch nackt unter dem Kittel. Dein Beitrag zupft gerade an den Grundfesten meines Lesens und verführt mich zum Griff in mein Lebensregal….

      Da wäre ich auch gerne dabei…. 1913 in Häppchen…. by Irmgard….

  6. Ich boykottiere dieses liebevolle Gewinnspiel. Ich habe kein Interesse an dem Buch. Echt nicht. Null.

    Magst du wissen, warum? Ich habe deinen Artikel auf dem Heimweg im Zug gelesen. Die Buchhandlung am Bahnhof war noch offen. Und dann war es wie ein Zwang. Jetzt lese ich es weil ich nicht warten konnte.

    MACH DAS NIE WIEDER MIT MIR

    • Der süßeste Boykott seitdem es das Boykottieren gibt und irgendwie kann ich dich ja gut verstehen… lass mich bitte wissen, wie du dich im Buch gefühlt hast. Genieße es und Grüße an Guylain und Julie…

  7. Interessant. Ich habe mir seit gestern die Frage gestellt, was ich gerne laut vorlesen würde. Es gibt so viele Bücher, mit denen man dieses Experiment machen könnte. Aber schließlich habe ich mich für Moby Dick entschieden. Da würde man zuhören und könnte aussteigen und die Geschichte weiterdenken. Das geht sicher gut mit Klassikern. Ob ich mir das in einem Zug allerdings zutrauen würde? Eher nicht. Da bin ich ganz ehrlich.

  8. Dass ich hier kommentiere, muss dir von Anfang an klar gewesen sein.
    Dass ich hier den Titel „Seide“ nenne, muss dir beim Formulieren deiner Frage schon bewusst gewesen sein.
    Das Warum muss ich dir nicht beantworten, denn das weißt du so sicher, wie die fünf bestimmten Worte die ich lesen würde. Danach würde ich mit dir Lachenweinen..

    Danke für diese wundervolle Buchvorstellung.
    Bini

  9. Ich weiß nicht genau. Vorlesen? Udo Lindenbergs „El Panico“ in der Hamburger S-Bahn? – Oder Stückweise aus „Flügel der Morgenröte“ von Findeisen. (Dresden).
    Eco´s „Die Kunst des Bücherliebens“, zumindest Teile davon. Ja. Das wär´s.

  10. Ich würde DEN KLEINEN PRINZEN wählen. Ganz klassisch. Dieses Buch verbreitet Herzenswärme und die ist in unserer Zeit mehr als nötig!

  11. Guylain scheint ein kleiner Rebell und Held mit großen Sehnsüchten zu sein. Dein Artikel hat mich inspiriert, seine und Julies Geschichte lesen zu wollen.
    Ich würde vorlesen wollen: Die Knebel von Mavelon von Steffi von Wolff. Ist zwar literarisch nicht von großem Anspruch gekennzeichnet, aber ich hab mich selten so beömmelt vor Lachen. Uns Lachen sollte man weitergeben. 😂

  12. Was würde ich gerne vorlesen? Bei der unendlichen Vielzahl an schönen Büchern würde ich vorlesen: „Maggie Smith – A Biography“ von Michael Coveney. Ich liebe die Schauspielerin Maggie Smith. Sie hat so viele Rollen gespielt. Diese Biografie ist umwerfend!

  13. Ich würde aus Robinson Crusoe von Daniel Defoe vorlesen – habe diesen Roman als Jugendliche gelesen und war gefesselt. Die Sehnsucht und die Einsamkeit des Protagonisten
    wunderbar geschildert – ein Klassiker und absolute Pflichtlektüre

  14. Was für ein toller Beitrag. Ist es nicht schön, wenn man Dinge/Orte in einem Buch findet, zu denen man selbst einen Bezug hat? Passiert mir in letzter Zeit überraschenderweise öfter. Und ich habe tatsächlich das Gefühl, dass mich diese Bücher gefunden haben.

    Vorlesen würde ich am liebsten Marie-Sabine Rogers „Labyrinth der Wörter“. Warum dieses Buch? Es ist für mich immer noch eines der liebsten Bücher der vergangenen Jahre. Es stecken so viele kleine Lebensweisheiten darin, das ich ohnehin schon bald das ganze Buch auf meinem Blog zitiert habe. Interessanterweise sind die meisten von Germain, nicht von Margueritte.

    Eines meiner Lieblingszitate stammt auch daraus:

    „…Man darf Bücher nicht egoistisch lieben, Bücher genauso wenig wie alles andere. Wir sind nur auf Erden, um Dinge weiterzugeben, wissen Sie…Zu lernen, seine Spielsachen zu teilen, ist wahrscheinlich die wichtigste Lektion, die man sich im Leben aneignen muss….“

    Das sage ich mir immer wieder, wenn ich meine Lieblinge gehen lasse…

    Liebe Grüße
    Deborah

  15. Ich würde gern das Buch „Das verborgene Wort“ von Ulla Hahn in der Öffentlichkeit laut vorlesen. Es gehört zu den Büchern, die einen lebenslangen Platz in meinem Bücherregal haben und die ich mehr als einmal lesen kann und will. Es hat mich so berührt und gefesselt, dass ich es nicht mehr weglegen konnte. Die große Liebe der Protagonistin zu Wörtern und Büchern ist beispiellos und so schön geschrieben. Dieses Buch sollte nie in Vergessenheit geraten oder im „Zerstör 500“ landen.

  16. Das ist eine verdammt schwierige Entscheidung. Was ich gerne in der Öffentlichkeit vorlesen würde, wäre wohl von Paulo Coelho „Das Handbuch des Kriegers des Lichts“. Es hat mir einfach soviel gegeben. Ich glaube das viele Menschen sich von diesem inspirieren lassen könnten, Dinge zu tun, die sie vorher nie getan haben. Einfach auch ihr Leben in die Hand zu nehmen.
    Eigentlich würde ich jedes einzelne Buch des Autors vorlesen wollen, denn jedes Buch offenbart andere Aspekte und setzt andere Impulse. Die Bücher haben mich sehr berührt und haben mir Dinge eröffnet, die ich so selbst nicht gesehen haben. Man findet sich selbst in seinen Büchern.

  17. Ich würde gern Sarah, kleine Prinzessin laut vorlesen. Einfach weil mich diese Kinder Geschichte total begeistert. Am Liebsten natürlich in einer Schule, um so viele Kinder zu erreichen und auch sie zum Lesen zu animieren. 🙂

  18. Ich würde gerne aus dem Roman “Sinfonie des Himmels“ von Chris Fabry vorlesen, da ich begeistert von dieser packenden Geschichte nach einer wahren Begebenheit ist. Es geht um ein zerbrochenes Herz, das wieder heil wird.

  19. Es ist schon nach 17 Uhr und ich danke für tolle Kommentare und geniale Ideen, welche Bücher man so in aller Öffentlichkeit vorlesen kann. Meine kleine Losfee Lena hat alle Namen der Teilnehmer auf Zettel geschrieben und gerade wurde ausgelost…

    Und diesmal geht ein Buchgewinn der kleinen literarischen Sternwarte mit Eulentasche und Lesezeichen doch tatsächlich an einen „JUNGEN“

    Der Gewinner ist:

    Jan Peter Severs möchte gerne Moby Dick vorlesen und mit einem Klassiker überzeugen. Jetzt darf er jedoch zuerst „Die Sehnsucht des Vorlesers“ lesen und ich hoffe, er wird es genießen.

    Viel Vergnügen und nur noch die Adresse zu mir, dann geht die Post ab…

  20. Ich folge deinem Blog schon lange und bin jetzt platt, weil ich das Glück hatte dieses Buch zu gewinnen, obwohl ich kein Facebook-Konto habe. Das ist so stark, weil ich wirklich ein ganz normaler Leser bin, der nur nach guten Tipps sucht.

    Die Adresse kommt und ich kann es kaum erwarten, den Vorleser meiner Freundin vorzulesen. Sie hüpft auch gerade im Kreis. Herzlichen Dank, Sternwärter. Hier leuchtet es jetzt richtig hell.

    JPS

  21. Jetzt bin ich doch mehr als platt. Ich hatte damit gerechnet, ein tolles Buch zu gewinnen und heute erreicht mich viel mehr. Danke für die geniale Eulen-Lesetasche, das Buch, Lesezeichen und sehr persönliche Worte.

    Schade nurr, dass sich das jetzt alles bei meiner Freundin befindet. Sie hat alles beschlagnahmt und schon beonnen zu lesen. Auch hier steckst du uns an. Mach bite weiter. Wir folgen.

    Jan & Maike

    • Ihr beiden… das stand so im Text und das Bild ist auch eindeutig. Freut mich sehr und ich hoffe, ihr bleibt noch lange zusammen, damit ihr die kleine Aufmerksamkeit nicht aufteilen müsst…

      Danke für die liebe Rückkopplung und schreibt mir bitte, wenn ihr den Roman gelesen habt…

      Arndt

  22. Auch dieses Buch befindet sich in meinem HuB (Haus ungelesener Bücher). Ich hoffe, ich finde bald die Zeit, es zu lesen. Da ich gerne diese schön gestaltete Rezension lesen möchte, werde ich es sicher bald zur Hand nehmen.

    Grüße aus dem leicht verschneiten hessischen Wald,
    Mina

  23. Pingback: Der Tag des Tagebuchs in der kleinen literarischen Sternwarte | AstroLibrium

  24. Hallo,

    ich bin beim Stöbern nach „Die Sehnsucht des Vorlesers“ auf deinen Blog gestoßen und finde deinen Beitrag über das Buch einfach schön! Es drückt alles aus, was ich auch gefühlt habe beim Lesen.
    Ein Kleinod, das mich so schnell nicht verlassen und lange im Gedächtnis bleiben wird. Dabei auch Tanten Spruch #5 „Pipi machen ist kein Spiel“.

    Ganz liebe Grüße aus Tirol
    Marie

    • Herzlichen dank für die liebe Rückkopplung. Diese Geschichte ist mir so tief in Erinnerung geblieben, weil sie einfach nur schön ist. Was will man mehr von einem Buch erwarten, als dass es unvergessen bleibt?

      Grüße nach Tirol

      Arndt

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