Ein echter Klassiker – Die Kardinalfrage der Literatur

Die Klassiker-Frage auf AstroLibrium

Die Klassiker-Frage auf AstroLibrium

Huhu… wäre es vielleicht erlaubt, Dich ganz kurz zu stören? Nur für einen kleinen Moment? Danke. So wie es aussieht, hast du gerade ein Buch aus der Hand gelegt, um diese Zeilen zu lesen. Das ist mehr als freundlich, da ich ja weiß, wie schmerzhaft eine solche Leseunterbrechung ist. Aber mir ist es sehr wichtig, dass Du Dich für ein paar Minuten auf ein Gedankenspiel einlässt. Ok! Legen wir los… Zeit ist Buch… ich weiß

Kannst Du Dir vorstellen, dass genau jenes Buch, in dem Du gerade versunken bist, in genau 100 Jahren noch in vielen internationalen Buchhandlungen gekauft oder bestellt werden kann? Ok – gehen wir einfach mal davon aus, dass es im Jahr 2114 noch Buchhandlungen und Bücher gibt… Das macht es ein wenig einfacher.

Also, um es auf den Punkt zu bringen: Wird Dein Lesensabschnittsbegleiter dieser Tage jemals ein Klassiker werden? Wird man in 100 Jahren noch von ihm reden und bei der bloßen Erwähnung des Titels die erlesenen Augenbrauen hochziehen und ganz ehrfurchtsvoll hauchen: „Ja – das muss man unbedingt gelesen haben. Das ist ein absoluter Klassiker?“

Die Klassiker-Frage auf AstroLibrium wirft klassiche Fragen auf

Die Klassiker-Frage auf AstroLibrium wirft klassische Fragen auf

Um die Frage punktgenau beantworten zu können, möchte ich ein paar einfache Theorien in den Raum stellen, die einen Anhalt darstellen könnten, was denn einen Klassiker ausmacht. Rein subjektiv natürlich. Mehr darf man nicht von mir erwarten, da ich wohl Literaturliebhaber, aber kein -wissenschaftler bin. Zum Kanonisieren tauge ich wenig!

Was haben die anerkannten Klassiker der Literaturgeschichte gemeinsam? Was verbindet eigentlich „Die Schatzinsel“ mit „Oliver Twist“? Weshalb reihen sich in den Klassikerregalen unserer Buchhandlungen die immer gleichen „Ewigseller“ aneinander? „Die drei Musketiere“; „Moby Dick“; „Krieg und Frieden“; „Der alte Mann und das Meer“; „Tom Sawyer und Huckleberry Finn“; „20000 Meilen unter dem Meer“; „Der Glöckner von Notre Dame“ oder „Don Quijote“?

Vielleicht lässt sich ihr dauerhafter Erfolg an wenigen Eckpunkten festmachen:

  • Zeitlos gültige Botschaft
  • Bahnbrechende Erzählweise und Perspektive
  • Charaktere, die man niemals mehr vergisst
  • Sie vermitteln das Gefühl, dass man sie gelesen haben MUSS
  • Ganze Generationen verbinden ihre Jugend mit einem bestimmten Roman
  • Ein Klassiker ist polyglott – vielsprachig erobert er die Welt
  • Der finanzielle Erfolg ist nebensächlich. Nicht Bestseller werden Klassiker.
  • Man liest es 100 Jahre nach seinem Erscheinen immer noch
Die Klassiker-Frage auf AstroLibrium

Die Klassiker-Frage auf AstroLibrium

Hätte man vor langer, langer Zeit einen heranwachsenden Leser gefragt, ob man das Buch, in dem er gerade stöbert – sagen wir mal „Die Schatzinsel“ – noch in 100 Jahren lesen würde, wie hätte wohl seine Antwort ausgesehen? Ganz besonders vor dem Hintergrund, dass viele der heutigen Klassiker in der Mitte des 19. Jahrhunderts noch als Fortsetzungsgeschichten in Tageszeitungen erschienen. Wer weiß?

Und doch haben sich die Namen einigeger legendärer Protagonisten im kollektiven Lesegedächtnis der Menschheit festgebrannt. Was wäre unsere Literaturliebe ohne den wagemutigen D`Artagnan oder Sam Hawkins? Könnten wir heute lesen, ohne unsere eigenen Jugendvorbilder Tom Sawyer, ohne Angst vor Kapitän Ahab oder dem Bild des tätowierten Queequeg vor Augen? Oder ohne Kapitän Nemo und seine Nautilus?

Was wäre die Jugend vieler Mädchen ohne Heidi, (weltweit anerkannt als Klassiker der Jugendbuchliteratur) und was wären Kriminalromane ohne das leuchtende Vorbild Sherlock Holmes, gäbe es das Gruseln ohne Frankenstein oder Dr. Jekyll und Mr. Hyde? Lesen mit großen Erwartungen ohne den legendären Pip, der immer wieder in modernen Büchern auftaucht (wartet nur auf „Die Seiten der Welt von Kai Meyer“). Was wären wir ohne diese Klassiker?

Die Klassiker-Frage auf AstroLibrium - Die Gretchenfrage

Die Klassiker-Frage auf AstroLibrium – Die Gretchenfrage

Und genau da setzt meine Frage wieder ein. Hast Du einen zukünftigen Klassiker in der Hand? Wird man von Deinem Protagonisten noch in 100 Jahren reden, oder ist Dein aktuelles Buch eine wundervolle Zeiterscheinung ohne nachhaltigen Charakter?

Und wenn wir schon dabei sind: Welches Deiner Lebensbücher hat das Zeug zum Klassiker? Ist es nicht ein toller Gedanke, einen Roman am Erscheinungstag gelesen zu haben, der auch in einem Jahrhundert in aller Munde ist? Es wäre wundervoll, Deine Gedanken zu dieser Frage in einem Kommentar zu diesem Artikel zu erfahren. Vielleicht gelingt es uns, aus den zahllosen Romanen der letzten Jahre diejenigen herauszufiltern, die wirklich das Potenzial haben, auch Menschen in ferner Zukunft in ihren Bann zu ziehen.

Lasst einfach Euren „Brain Stormen“ und schaut im eigenen Lebensleseregal nach, denkt dann an eine Buchhandlung in 100 Jahren und stellt Euch vor, wen wir dort in der Kategorie „Klassiker“ neben den oben (natürlich völlig  unvollständig und rein subjektiv) aufgeführten Werken wiederfinden könnten.

Die Klassiker-Frage auf AstroLibrium - Kandidaten?

Die Klassiker-Frage auf AstroLibrium – Kandidaten?

Eins ist sicher. Ihr habt ihn in der Hand gehabt. Den Klassiker der Zukunft. Ihr habt ihn gelesen – nur die Zeit muss darüber entscheiden, welches Buch dieses Prädikat zukünftig verdient.

Ich verrate Euch meine Lebensbücher mit Potenzial natürlich auch! Versprochen. Denn ich fasse hier Eure wertvollen Meinungen zusammen und dann wissen wir, welche unserer Lieblingsbücher unsere Urenkel noch lesen können! Danke Euch!

Euer persönlicher Klassiker... Die Auswertung bald - Genau hier!

Euer persönlicher Klassiker in 100 Jahren… Die Auswertung bald – Genau hier!

Update vom 03. August 2014 nach erster Auswertung (Stand: 108 Kommentare):

Man sollte schon mal ein paar Regalmeter für Joanne K. Rowling reservieren, da ihre legendären Bücher über Harry Potter zu den absolut meistgenannten Kandidaten für den Status „Klassiker des Jahres 2114“ gehören.

Stand 03. August 2014 - Der Ttitelanwärter auf Astrolibrium: Harry Potter

Stand 03. August 2014 – Der Titelanwärter auf Astrolibrium: Harry Potter

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115 Gedanken zu „Ein echter Klassiker – Die Kardinalfrage der Literatur

  1. Also ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass es Bücher wie Herr der Ringe und Harry Potter auf die Liste der zukünftigen Klassiker schaffen können. Tolkien ist ja heute schon zeitlos und stetig in aller Munde und war es auch schon früher und Harry Potter, was soll man dazu auch mehr sagen, als episch! Über ein Jahrzehnt ist es schon wieder her, seit der erste Band veröffentlicht wurde und ich und viele Freunde dem Tag entgegengefiebert haben, bis er in der Übersetzung imRegal stand. Und bis heute haben die Bücher nix an Reiz und Fantasie sowie ihrer Botschaft verloren! Gerade heute hat Harry auch Geburtstag und ich lese mit einem befreundeten Blogger und vielen hundert anderen Begeisterten noch einmal die Serie bis Oktober und bin genauso verzaubert wie damals!

  2. Ich denke die Pottermania hat eine große Chance, in 100 Jahren noch gefragt zu sein, obwohl es nicht mein Favorit wäre.
    Mein persönlicher Dauerbrenner ist ‚Die unendliche Geschichte‘, dicht gefolgt von ‚Momo‘. Gut, die Bücher sind nicht mehr taufrisch, aber wenn ich sehe, mit welcher Begeisterung mein ‚Großer‘ diese beiden Titel mit mir beim Gutenachtlesen verschlingt…… Wer weiß!

  3. Harry Potter in allen Sprachen, in allen Ländern in allen Fassungen. Unsterblich. Es erfüllt alle Kriterien, Klassiker zu sein und zu werden. Tolle Frage und ja es ist ein tolles Gefühl!

  4. Wie aktuell denn? Nur aus 2014? Oder die letzten paar Jahre?
    Letzteres wären wohl Harry Potter und die Tribute von Panem.
    Harry Potter hat bereits die Kindheit von so vielen beeinflusst – selbst ohne die Verfilmung und die ganzen „Worlds of Harry Potter“.
    Und ich denke alle, die „Die Tribute von Panem“ gelesen haben, werden sich an „das Mädchen, das in Flammen stand“ erinnern – mit einem Schaudern und Gänsehaut, vielleicht sogar einer halben Träne im Augenwinkel.

    Das sind meine Favoriten für die Zukunftsklassiker aus dem Bücherregal neben mir 🙂

    Liebe Grüße

    Steffi

      • Genau – und der Mockingjay ist ja schon außerhalb der Buchwelt zum Symbol von Rebellion geworden – wenn das kein Zeichen ist…

  5. Mir fallen da soviele ein. Ich könnte mir gut vorstellen das Ken Follett mit der “ Winter der Welt “ Trilogie dabei sein wird . Oder Bernhards Schlink “ Der Vorleser „. Vielleicht auch George R.R. Martin “ Das Lied von Eis und Feuer “ , Patrik Süskind “ Das Parfüm “ .

  6. Spannende Fragen!
    Ich kann mir gut vorstellen, dass einige Kinderbücher von John Boyne zu Klassikern werden – „Die unglaublichen Abenteuer des Barnaby Brocket“, „Der Junge mit dem Herz aus Holz“ spielen zu keiner klar begrenzten Zeit und sind dadurch zeitlos, haben ungewöhnliche Handlungen, behandeln wichtige und zugleich in jeder Generation auftretende Themen, haben außergewöhnliche Figuren und (was meines Erachtens ebenso wichtig ist): obwohl sie Kinderbücher sind, sind sie auch für Erwachsene eine spannende Lektüre.

    In den Zamonien-Bücher von Walter Moers sehe ich ebenfalls potentielle Klassiker, da hier – wie z.B. bei Lewis Carrolls Alice-Büchern, den Narnia-Büchern oder „Die unendliche Geschichte“ eine eigene, außergewöhnliche Welt kreiert wurde, der Erzählstil wirklich einmalig ist (Moers als Übersetzer eines fiktiven Autors, die Mythenmetzschen Abschweifungen…), Moers nicht nur Autor, sondern auch Illustrator ist und es ein Bücher übergreifendes Konzept gibt (mehrere Bücher, die zwar in Zamonien spielen, aber sonst kaum etwas miteinander zu tun haben).

    Ich bin gespannt, welche zukünftigen Klassiker sich hier noch finden lassen 🙂

  7. Alles Licht, das wir nicht sehen von Anthony Doerr…….für mich ist nicht nur das Buch wichtig sondern die ganze Situation, in welcher ich es lese……heisst: für mich jetzt schon ein Klassiker 😉

  8. Ok, ganz klar Harry Potter. Ich denke an diesem Werk kommt man nicht vorbei wenn man die „neuen Klassiker“ benennen will.

    Aber auch Morton Rhue´s neuestes Werk „No place, no home“ hat meiner Meinung nach das Zeug dazu. Der Autor greift darin das Thema Arbeitslosigkeit mit all ihren Folgen auf. Ich denke, dieses Thema wird auch in hundert Jahren, selbst wenn vielleicht das Thema Arbeitslosigkeit an sich nicht mehr aktuell sein sollte, dennoch als Beschreibung der Gesellschaft im jetzt sehr aktuell sein. Wer weiss, vielleicht gibt es in hundert Jahren die Vollbeschäftigung und niemand wird sich vorstellen können wie es in 2013 war, wenn die Menschen auf Grund der Arbeitslosigkeit vom Verlust ihrer Wohnung, des Ansehens etc bedroht waren. Mich hat dieses Buch sehr berührt und ich bin wie gesagt überzeugt dass dies ein Klassiker werden könnte.

      • Ich freue mich, wenn ich mit gleicher Münze zurückzahlen kann. 😉

      • Thomas, ‚No place, no home‘ fand ich auch sehr gut! Hattest du es auch bei Lovelybooks in einer Leserunde gelesen?
        Es scheint zwar stellenweise noch Lichtjahre entfernt, aber was dahinter steckt, kam mir gar nicht so unmöglich vor…leider.
        Arndt, das Buch lohnt sich!

  9. „Die Mechanik des Herzens“ von Mathias Malzieu, weil es so viel mehr ist als ein einfacher Roman. Bin zwar sonst nicht so sentimental, aber hier schon.

  10. Bei mir müssen sich Bücher erst „setzen“, verstecken sich dann im limbischen System, um wieder durch die Hintertür „anzuklopfen“ mit Szenen und Bildern und Sprache.
    Zu diesen Büchern gehören:
    Thomas Mann: Buddenbrooks
    Günter Grass: Blechtrommel
    Frank Schätzing: Der Schwarm
    Thomas Harris: Hannibal
    Noah Gordon: Der Medicus
    Jonathan Franzen: Die Korrekturen
    Halt meine persönlichen Klassiker, ich lasse sie unkommentiert, einige sprechen für sich..

    • Irmgard…. habe ich alle gelesen und kann jedes einzelne Buch nur empfehlen… grandiose Auswahl

      Dein Regal im Buchhandel des Jahres 2114 wird den Namen limbisches System tragen und ganz laut klopfen… treffen wir uns da und lachen dann?

      Liebe Grüße

      Arndt

  11. Ein Buch, das ich immer wieder zur Hand nehme, um auch manchmal nur einzelne Abschnitte daraus zu lesen, je nach Stimmungslage und Verfassung: „Der kleine Prinz“. Ich kann mir gut vorstellen, dass es auch in 100 Jahren noch Menschen gibt, die aus diesem Buch positive Einflüsse erhalten.

  12. Oh Arndt….du stellst immer soooo schwierige Fragen. Zuerst muss ich ja mal gestehen, dass ich den Hype um den komischen Potter nicht verstehe^^…habe das Buch auch mal irgendwo „vergessen“, weil es mich so gelangweilt hat… 😉
    Aber jedem das seine und wenn es so viele aufzählen, dann wird es wohl dabei sein…
    …bevor ich mir Gedanken mache zu den zukünftigen Klassikern, will ich kurz mein absolutes Lieblingsbuch erwähnen…und zwar „Der kleine Prinz“ – ich habe es so oft gelesen, auf deutsch, franzözisch und auf englisch…für mich ein Buch, dass ich auf jedem Flohmarkt mitnehmen muss, wenn ich es sehe – jetzt müsste man meine, ich hätte bereits ganz viele Ausgaben davon im Regal stehen, aber dem ist nicht so…ich verschenke sie immer…
    …Klassiker der Zukunft….hmmm….schwierige Frage. Aber ich glaube zumindest fest daran, dass sich Kerstin Gier mit ihrer Edelsteintrilogie ein Platz ergattern könnte, weil die Bücher einfach so zeitlos sind…

    • Der kleine Prinz ist Klassiker und wird imme einer bleiben… da gehen wir Hand in Hand und Kerstin gier wird sich auch sehr freuen, das zu erfahren….

      Zeitlos… Mädels lieben edelsteine 😉 hehe Kommt auf die große Liste und liebe Grüße,

      Arndt

    • Das gute an Klassikern ist ja, das man viele nicht gelesen haben muss. Wer steht schon vorm Klassikerregal und sagt: Kenn ich alles schon.
      Potter zählt bei mir definitiv dazu! Noch nicht gelesen und das kommt auch nicht mehr…

  13. Du meinst sicher Bücher, die derzeit noch keine Klassiker sind, wie Pippi Langstrumpf, Winnetou oder die Bücher von Charles Dickens?
    Wie so viele schon vor mir stimme ich auch für Harry Potter. Mittlerweile mögen bereits die nächsten Generationen diese Bücher und ein Ende ist nicht in Sicht.

    Es gibt so viele gute Bücher, wie z. B. „Einer da oben hasst mich“, die derzeit sehr beliebt sind und das ich gerade angefangen habe zu lesen. Aber ich denke, diese Art von Geschichten erleben momentan einen Boom und gehen dann wieder unter. Leider.

    • Genau so habe ich es gemeint und Booms gehen an Klassikern vorüber… sehe ich auch so… das Dauerhafte überlebt und Harry Potter führt hier derzeit deutlich… aber warum nicht auch Außenseiter?

  14. Herbstmilch von Anna Wilmscheider sowie Frauenpower auf Arabisch von Karim El-Gawhary weil die GeschichtEn einfach aus dem Leben gegriffen sind. Heimito von Doder Die Wasserfälle von Slunji, Thomas Mann Der Zauberberg, Albert Speer Spandauer Tagebücher, Colleen McCollough Dornenvögel, Kafka Die Verwandlung/Der Prozeß….meine vielen Philosophen – eigentlich müßte ich sämtliche Titel meiner Bibliothek anführen ganz liebe Grüße

    • Wie bescheiden und Entschlussfreudig, Margarete….

      Frauenpower tut gut auf der Liste und einige deiner Titel muss ich mir anschauen… da ich sie nicht kenne. Die Wasserfälle – zum Beispiel… wenn du sie empfiehlst, dann sollte man unter ihnen baden….

      Danke dafür

  15. Einen stelle ich hier noch zur Diskussion: Und zwar das Gesamtwerk von Stephen King. Er schreibt nunmehr seit über 40 Jahren einen Bestseller nach dem anderen.
    Aber reicht das um in hundert Jahren als Klassiker zu gelten? Oder ist Stephen King eine Modeerscheinung? Zwar eine recht lange Mode aber immerhin doch eine Mode?

    • Ich denke exemplarisch wird „ES“ siicherlich zu den Meilensteinen der Thriller-Hochkultur gehören… sein Name wird nicht in vergessenheit geraten… darauf würde ich wetten.

      Keine Modeerscheinung für mich…

      • Das sehe ich ebenso. Er hat so viele Bücher geschrieben die ich da nennen könnte, exemplarisch vielleicht „The Stand“, für mich sein bester Roman, neben „Es“.

      • Stehen alle hier…. dun rennst offene türen meines persönlichen Grauens ein…. ich mag heute noch keine Clowns sehen… und ein Schriftsteller mit gebrochenen Beinen im Bett mag ich auch nicht sein… grins

        The Stand vermischt so viele genres… das kann nur er so tief…, denke ich…

    • Ich denke ja! Und zwar nicht nur, weil er mein absoluter Lieblingsautor ist. Zwischendurch war er fast gänzlich verschwunden. Ich selbst hab in den 80ern mit ihm Bekanntschaft gemacht und bin seither glühender Fan. Und die letzten 2, 3 Jahre lesen Mädels und Jungs das Buch, die mindestens 20 Jahre jünger sind wie ich und ihn nun probieren…. Da denke ich, nochmal 20 Jahre und das wird wieder so sein 🙂
      Ich selbst habe im letzten Jahr zur Einstimmung auf „Doctor Sleep“ „Shining“ noch mal gelesen und war sofort wieder erfasst. Am liebsten hätte ich mein ganzes King-Regal noch mal von vorn gelesen 😉

  16. Nun…ich habe jetzt ganz bewusst erst mal alle anderen Kommentare überscrollt, ich lese sie später 🙂
    Ich bemühe mich immer, meine ganz persönlichen All-Time-Favourites nicht mit den allgemein gültigen Klassikern zu vermengen. Der persönliche Geschmack kann ja sehr speziell sein…
    Wenn ich aber so meine Sammlung ansehe, dann seh ich aber schon ein paar Schätze!
    Ganz vorn seh ich da „Mieses Karma“ von David Safier. Ich würde mir wünschen, das wäre Pflichtlektüre für alle!!!
    Ganz klar ist aber auch, dass sowas wie Harry Potter wie eine Form der klassischen Märchen empfunden wird.
    Und vermutlich wird mein verehrter Meister des Horrors auch dann noch haargenau das Genre repräsentieren…
    Und wer weiß….vielleicht löst Shades of Grey den Marquis de Sade ab? 😉

    Spannend…und schade, dass wir es nicht mitbekommen!

    Liebe Grüße
    Bine
    -die noch immer ihre Regale mit Blicken absucht-

    • Ich möchte das schon mitbekommen 😉 Deshalb finde ich den Gedanken so spannend…. Mieses Karma… und Harry… da bin ich bei dir… aber Shades als Klassiker… die Welt ist verrückt… warum nicht….

      Alles auf der Liste 😉

      • Safier definitiv und Mieses Karma gibt es bei mir eigentlich jedes Jahr ein Mal 😀 ein MUSS!

        Shades als neuer Sade?? Never *lach* ich hatte ein de Sade Seminar und dagegen sind die Shades, entschuldigung, einfach nur weichgespült. Shades waren für mich ne fluffige Sommerlektüre, bei der mich leider ab dem zweiten Teil die Hintergrundgeschichten mehr interessiert haben als der Blümchensex mit Poklatschern 😉 Das ist nicht abwertend gemeint, ich habe sie wirklich gern gelesen und sie hatten auch viel Hype, der durch den Kinofilm sicher neu entflammen wird, aber seit der VÖ sind derlei Bücher wie Pilze aus dem Boden geschossen, allesamt mit ähnlichem Inhalt. Da fehlt mir dann doch das Alleinstellungsmerkmal des Buches, welches ein Klassiker haben sollte 🙂 De Sade hatte das, in einer besonders grausamen, exzessiven Weise. Da schauderts mich doch bissl, wenn ich an Justine oder die anderen Werke zurückdenke!

      • SAde hat alle Grenzen überschritten und ist heute ebenso skandalös wie damals… Shades hat davon profitiert, dass man dem Buch ein ebenso grnzüberschreitendes Skandalpotenzial aufgedrückt hat.

        Im prüden Amerika… da funzt das und der Schrecken ist groß… hier war der Hype, der dadurch verursacht wurde schnell auf der Welle: „Die Sexszenen waren immer das Gleiche, aber die Handlung des Romans war nett“

        haha

      • Da hast du recht, in einem Land, in dem es schlimmer ist, das Wort Sex offen in den Mund zu nehmen, als nen Schrank voll scharfer Waffen im Haus zu haben ^^ naja egal! Derlei Grenzen wie de Sade haben die Shades nicht mal angekratzt, aber die lieben Freunde überm Teich wären bei nem richtigen de Sade wahrscheinlich auch glatt umgefallen!

        So war es, nett trifft es gut 🙂

      • Wenn man die Shades unter dem Ladentisch verkauft, dann bekommst du den Marquis in der untersten Sektion der Tiefgarage… und deutlich schwerer als illegale Drogen… 😉

        Skandalbuch ist für mich oftmals lediglich ein Etikett… und zu 99 % ein falsches…

      • Ich denke eher, de Sade ist zensiert und seine Bücher bestehen dort zu 99% aus schwarzen Balken *lach* könnte es ja mal an ner kopierten Variante mit Textmarker testen 😀

        Hihi oder es gibt spezielle Dealer dafür 😀
        Habe gerade auf 3Sat,de gefunden:

        „Der Schädel des Marquis de Sade verschwand einst auf geheimnisvolle Weise in den USA und geistert seitdem durch die Weltgeschichte.“
        Was die damit wohl wollten?? 😀

        Da hast du recht!! Skandal ist nicht gleich Skandal 😛

      • Nein… in der Tiegarage bekommst du ihn ungeschwärzt, aber in 7 Staaten wird der Besitz mit der Todesstrafe bestraft… Ein Gerücht besagt allerdings, dass die Lagerbibliothek auf Guantanamo nur aus de Sade-Büchern bestehen soll 😉

        Da ist auch sein Schädel… als Wahrzeichen… soviel zur Doppelmoral!!!

      • 😀 die USA immer für Kuriositäten gut… ich schmunzle gerade vor mich hin und überlege, die Justine nochmal aus der hintersten Regalecke hervorzuholen und zu rezensieren *lach* wobei… nee ich glaub ich kann nicht! Das Leseerlebnis war zu schaurig…. menschliche Abgründe in tiefster Form eben…

      • Obwohl das die besten Texte werden…. weil die intensivste Erfahrung. Ich habe mir auch wider Zeit genommen für ältere Bücher, über die ich nie geschrieben habe…

        Vielleicht hat man damals abgründiger geschrieben…

      • Da hast du schon recht, aber diese Bücher waren so… abgrundtief schlimm, das kann ich grad gar nicht ausdrücken, wie diese Mönche das junge Mädel gequält und misshandelt haben, die eigentlich aus dem schlimmeren in ein besseres Leben wollte und immer einen Abgrund tiefer kam, sich im Kloster Hilfe erhofft hat,… Aber andererseits auch ein wahnsinnig interessanter Mensch, bei dem ich mir gut vorstellen kann, dass jeder in den Schädel reinschauen wollte, um herauszufinden, wo diese Abgründe herkommen 😉

      • Bücher wie Frankenstein oder Jekyll und Hyde haben damalsauch wie Dracula jedes für sich solche Pforten geöffnet… de Sade extrem und übertriben oder überzeichner.

        Solche Grenzübertritte findet man heute nicht mehr… als sei alles schon mal dagewesen…

      • Da hast du recht! Wirft die interessante Frage auf, wieso das so ist. Früher kame n Autoren zu Erfolg oder verschwanden von der Bildfläche. Vielleicht waren es gerade diese Grenzüberschreitungen, die ein Garant für – zumindest Aufmerksamkeit – den Erfolg wurden oder die Bücher zumindest vorm Vergessen bewahrten.

        Was haben wir jetzt? Buchdruck, ebook-Märkte, unendliche Möglichkeiten, jeder der will schreibt und publiziert und meist findet sich auch ein gewisses Publikum. Stoffe scheinen nahezu ausgereizt, wahrscheinlich gibt es auch nicht mehr, auf das man sich als Basis beziehen kann. Geschichte, Mythologie, Religion, Fantasy als Stützpfeiler, wobei der Bereich der Fantasy noch viel Spielraum lässt. Im Prinzip immer schon Dagewesenes in einem neuen Mantel 🙂

      • Das Feld war mal groß… nun wird es klein und es scheint abgemäht…. Autoren suchen händeringend nach Ideen und gleichzeitig Erfolg.

        Dickens hat um des Schreibens Willen geschrieben und da waren die Ideen noch vielfältig neu.

        Ich warte immer mal wieder auf einen neuen Moby Dick oder einen alten Mann auf dem Meer… Und Tolkien hat die Fantasy mit Leitmotiven für die nächsten 100 Jahre zugepflastert…

        Ich geh jetzt wieder in den wald, der mir sprachlich unglaublich gefällt. Da ist viel neues drin… schauen wie es weitergeht… 😉

      • Dann wünsche ich dir viel Spaß, ich freue mich auch darauf, am Sonntag zurückzukehren und reise jetzt noch etwas durch das Israel der 70er Jahre 🙂

    • Arndt, mal ganz davon abgesehen, dass beides nicht vergleichbar ist, schau Dir mal an, was für ein Bohei um beides gemacht wurde/gemacht wird….da sind schon Ähnlichkeiten vorhanden! Auch wenn das Genre als solches mit Sicherheit weitaus bessere Titel (auch ganz persönlich für mich) hervorgebracht hat bisher, was so das „skandalöse“ angeht, sind sie sich sehr ähnlich 😉 (und das amüsiert mich grad wieder mal 😉 )

      Klassiker stehen ja auch immer für irgendwas, für eine bestimmte Zeit, für bahnbrechendes, für ein Lebensgefühl…. von daher…

      • Ich stimme Dir zu… skandalös heißt auch Grenzen zu überschreiten und polarisieren… ich spreche mich nicht dagegen aus. Ich hoffe gar, dass möglichst viele unserer aktuellen Bücher einmal als die Blüte der Unterhaltungsliteratur bezeichnet werden und überdauern…

  17. Hallo….

    Hier sind die, die mir einfallen schon genannt worden… Harry Potter, die unendliche Geschichte, der Herr der Ringe, das Parfüm, gehören für mich auf jeden Fall dazu…

    Die Welle wäre auch ein Kandidat, ebenso wie Animal Farm.
    Und wenn ich noch ein wenig mehr darüber nachdenke fallen mir bestimmt noch einige mehr ein… Bei denen ich hoffe das sie mal ein Klassiker werden und auch in 100 Jahren die Leser beeindrucken.

    • Die Welle ist auf dem besten Weg ein Klassiker zu werden… Schulbuchklassiker gehen ihre Wege und das Buch ist ein Meilemnstein….

      Orwell wird einen Platz erobern und Animal Farm… ja… das sehe ich schon im Regalstehen… Scjhöne Inspirationen…. Danke, Cindy

  18. In meinem Klassikerregal stehen neben den Klassikern von heute (Joseph Roth, Remarque, Mann etc.) auf jeden Fall auch Michael Ende, Steven Uhlys ‚Glückskind‘, Sven Regeners ‚Herr Lehmann‘, Ursula Krechels ‚Landgericht‘, ‚Adam und Evelyn‘ von Ingo Schulze und Dave Eggers ‚Ein Hologramm für den König‘.
    Außerdem vielleicht auch Jan Fabers ‚Kalte Macht‘, Robert Harris‘ ‚Intrige‘ und ganz aktuell: ‚Auf der richtigen Seite‘ von William Sutcliffe.

    (zum Glück hat hier noch keiner Coelho geschrieben 😉 )

  19. Ich habe gerade „Tschick“ von Wolfgang Herrndorf beendet. Während ich mit „Ein Fänger im Roggen“ von Jerome D. Salinger einige Probleme hatte und wirklich zunächst überlegen musste, was das Buch zu einem sog. Klassiker gemacht hat, habe ich das Gefühl, dass mit „Tschick“ genau der Zeitgeist (und die Sprache) von heute getroffen wurde. Ein herrliches Jugendbuch und ein bezauberndes Roadmovie, von dem ich tatsächlich glaube: „Ja – das muss man unbedingt gelesen haben. Das ist ein absoluter Klassiker!”

    • Notiert…. Tschick hat für Furore gesorgt und ein deutliches Zeichen für die Relevanz des Romans, ist dass er immer noch in aller Munde ist… keine Modeerscheinung… kein kurzer Trend… das kann was werden….

  20. All das was ich gerade lese fällt wohl eher in die Kategorie Sachbuch. Obwohl, das letzte war auch noch ein Comic. Neudeutsch: Graphic Novel.
    Ob es POTTER schafft? Weiss ich nicht. Vielleicht, weil es außerdem ja die Filme gibt. Die haben dem HERRN DER RINGE auch einen Schubs verpasst. Ansonsten halte ich Tolkien schon für einen Klassiker.
    Wen noch? Ich stimme zu: Ken Follett und STURZ DER TITANEN sowie WINTER DER WELT. Das wäre was. Wenn der dritte Band dann da ist.
    Wünschen würde ich mir Stephen GRUNDY. Der hat mit RHEINGOLD was ganz tolles gemacht. Mythologische – nordische, germanische, walisische – Sagen neu erzählt und unglaublich spannend. Aber das lesen zu wenige.

    Mein persönlichster Wunsch aber wäre Liselotte Welskopf-Henrich. Deren DIE SÖHNE DER GROSSEN BÄRIN und DAS BLUT DES ADLERS haben schon über 50 Jahre aufzuweisen. Sie werden immer noch gedruckt. Das lässt mich hoffen…
    http://litterae-artesque.blogspot.de/2013/06/welskopf-henrich-liselotte-die-autorin.html

    • Vielleicht wird dein persönlicher Wunsch erfüllt und Ken follett wir es mit einem seiner Bücher vielleicht auch schaffen… auf der inoffiziellen Longlist der Klassiker 2114 bist du jedenfalls vertreten 😉

      • Hmm ich denke, dass man den Erfolg Potters nicht an den Filmen messen kann, denn dafür sind sie einfach teilweise nicht gut genug – ja, muss ich leider sagen und weiß, dass auch viele Buchliebhaber so denken. Es wurde zu viel geändert und geschnitten und verfälscht!
        Hihi Herr der RInge, brillantes Buch – Filme stehen nach wie vor ungeschaut im Regal bei mir 🙂
        Ken Follet hat sicher auch großes Potenzial, wobei mich immer noch der Umfang und die Fülle an Personen von der Saga abhält 🙂 ich bräuchte mal einen langen Winter und vieeel Ruhe dafür!

      • Langer Winter…. notiert… und die meisten Klassiker der heutigen Tage sind verfilmt… also einige eurer Vorschläge haben diese Hürde bereits genommen.

        Und auch da wurd everändert und geschnitten… doch letztlich setzten sich die Bücher durch… 😉

  21. Zu den alle Zeiten überdauernden Klassikern muss und wird auch der liebe Antoine de Saint-Ex weiterhin gehören! Nächstes Jahr erscheint vom dtv eine neue Übersetzung des kleinen Prinzen, auf die ich schon sehr gespannt bin, wobei es mir als Saint-Ex(pertin) *hihi* und Liebhaberin in der Seele wehtut, dass sich die Leserschaft meist nur auf dieses kleine Buch stürzt, wo seine anderen Werke nicht minder brillant sind und genau die Werte wiedergeben, die auch im kleine Prinzen auftauchen und die man heutzutage oftmals schmerzlich vermisst: Liebe, Freundschaft, Kameradschaft, Brüderlichkeit,…
    Ein großer Denker – nein – einer der Größten überhaupt! Und ein Werk, das bewahrt werden muss.

    • Das unterschreibe ich…. aber das ist sein Schicksal… das eine bleibt haften und viele seiner anderen Werke werden von seinem eigenen Schaffen verdrängt.

      Aber er ist und bleibt zeitlos – Madame Saint-Ex(pertin) – wie süß 😉

      • Jaaa drei Jahre hab ich mich mit ihm beschäftigt und bin tief in seine Welt eingetaucht, beziehungsweise hoch geflogen!

        Und leider hast du recht, wahrscheinlich weil es einfach in eine schnuckelige Geschichte verpackt ist, die einfach nur gefallen muss, was bei den anderen ja nicht so der Fall sein mag!

      • Und trotzdem istes ein Glück, dass diese Geschichte ihn ewig leben lässt…. denn ohne den kleinen Prinzen hätte ich die anderen nicht entdeckt und er wäre nur ein abgestürzter Pilot der Ersten Weltkrieges…

        Er hat eine ganze Generation inspiriert… das ist unbestritten…

      • Auch da gebe ich dir recht 🙂 und verspüre gerade mal wieder die immense Lust auf „Vol de Nuit“… ich denke, irgendwann ist mal Zeit für den Guten auf meinem Blog… kommt Zeit, kommt Rat 🙂 jetzt bleibt er erstmal tief im Herzen drin!

      • Das würde ich gerne bei Dir lesen auf dem Blog… wäre eine besondere Wertschätzung seines Werkes aus berufenem Munde… Mach es!!!!!

      • Master in Saint-Expertise…. 😉 Ich bin jetzt in Deinem Wald… vielleicht treffen wir uns….

        Ab ins Lesebett und schauen, ob das ein Klassiker wird 😉

      • Hihi leider nich ganz…. Reiseliteratur und Mythologie einer Münchner Autorin, die (hoffentlich) noch am Leben ist! Brillant!!

        Viel Spaß im Wald wünsche ich, da kehre ich hin zurück, wenn ich aus dem Urlaub zurück bin, hier gibt es gerade spannend träumerische Sommerlektüre 🙂

        Und jetzt ne Portion Schlaf 🙂 nachtiii

  22. Aktuell lese ich vor allem Studienunterlagen, daher nehme ich das Buch, das ich zuletzt gelesen habe für die erste Frage, ob dasjenige, das man gerade liest, ein Klassiker werden könnte. Es handelt sich um “Der Traumsammler” von Khaled Hosseini. Ich finde, es ist ein wunderbares Buch, wird aber eher kein Klassiker werden. Ich finde es zwar auf seine Weise besonders, aber vermutlich wird es in ein paar Jahren hier vergessen sein. Aber in der Heimat des Autors könnte es ein Klassiker werden.
    “Die unendliche Geschichte” ist ja nicht mehr ganz neu, aber sie hätte das Zeug dazu, denke ich. Wünschen würde ich es auch “Kleine Lichter” von Roger Willemsen, doch dazu ist es zu unbekannt und zu wenig massentauglich. Eher vorstellen könnte ich es mir bei “Die Asche meiner Mutter”.

    • Michale Ende taucht jetzt auch häufig auf… und Roger ist durch deinen Beitrag kein kleines Licht mehr 😉

      Die Asche meiner Mutter… da stimme ich dir zu… das könnte einer werden… ein Klassiker…

  23. Bei vielen genannten Titeln kann ich nur zustimmen. Hier kommt also meine Liste der persönlichen Klassiker:

    „Harry Potter“ (auf jeden Fall)
    „Der Wolkenatlas“ von David Mitchell
    „Schiffbruch mit Tiger“ von Yann Martell
    „Unendlicher Spaß“ von David Foster Wallace (Auch wenn ich persönlich das Buch völlig unlesbar finde. Aber das denke ich auch von „Ullysses“ und das ist trotzdem ein Klassiker.)
    „Die Stunden“ von Michael Cunningham
    „Eine strahlende Zukunft“ von Richard Yates

    Ansonsten würde ich mich freuen, wenn man/frau auch noch in 100 Jahren folgende Bücher liest:
    „Der Nachtzirkus“ von Erin Morgenstern (Großartige Bilder – wenn auch vielfach in schwarz-weiß, eine wunderschöne Geschichte.)
    „Die geheime Geschichte“ von Donna Tartt (Ich habe das Buch bereits viermal gelesen und bin immer wieder begeistert.)
    Die „Tinten“-Trilogie von Cornelia Funke

    Klassiker sind für mich sowieso schon:
    „Der Herr der Ringe“ von J. R. R. Tolkien
    „Die unendliche Geschichte“ von Michael Ende
    „Der kleine Prinz“ von – na, das wissen wir doch alle – (Ist das Buch nicht sowieso schon fast 100 Jahre alt?)
    „Winnetou“ von Karl May
    „Sofies Welt“ von Jostein Gaarder

    Ich könnte so natürlich noch ein wenig weitermachen, immer weiter zurückgehen. Aber dann lande ich am Ende doch nur wieder bei den Klassikern.

    • Wahrlich eine formidable Liste mit brillanten Überlegungen… und endlich taucht er auf… mein David Foster Wallace. Der unendliche Spaß ist der aus meiner Sicht meist-ungelesene Bestseller der letzten Jahre.

      In aller Munde und doch nach wenigen Seiten beiseite gelegt. Ich habe ihn, wie noch einige andere seiner Werke, verschlungen, halte ihn für exzellent lesbar und ich sehe dieses Buch im klassiker Regal stehen.

      Deine weiteren Vorschläge haben buchige Hände und Füße… sehr erlesen… schön, wenn man die alle im Jahr 2114 finden würde… 😉

  24. Ich glaube, Irvine Welshs “Trainspotting”, Denis Johnsons “Ein gerader Rauch”, Wassili Grossmans “Leben und Schicksal” (für mich besser als Krieg und Frieden) und auch die Game-of-Thrones-Reihe sollte in einen Kanon aufgenommen werden. Letzteres nicht der literarischen Qualität wegen, aber wegen der gigantischen Wirkung auf so viele Leser. Vielleicht sollte man sich auch mal lösen von den hohen literarischen Ansprüchen und auch die Zauberkraft der Geschichten an sich bewerten. Ob ich Recht liege, dass “Game of Thrones” so gut ist, dass es 100 Jahre überdauert, hängt wohl auch davon ab, wie gut Autoren sind, die einen ähnlichen Pfad einschlagen wie George R.R. Martin.

  25. Auf Harry Potter tippe ich auch.
    Aber meine persönlichen Favoriten, noch in 100 Jahren Klassiker zu sein, sind die Bücher von Karl Ove Knausgard.

  26. Ich denke, dass, neben Harry Potter, Ken Follets „Die Säulen der Erde“ ein Klassiker sein wird. „Der Herr der Ringe“ ist ja heute schon ein Klassiker der Fantasyliteratur, den können wir also schon getrost bei Seite lassen. Ich könnte mir auch vorstellen, dass „Der Übergang“ bzw. die gesamte Passage-Trilogie von Justin Cronin zukünftig ein Klassiker werden könnte, genauso wie „Roter Mond“ von Benjamin Percy.

    LG
    Kathi

    • Harry und Tolkie… ja beide auf dem besten Weg…. Die Säulen der Erde… ich liebe das Buch, schauen wir mal, ob es seinen Weg macht.

      Deine beiden anderen Vortschläge bringen mich zum Suchen… Danke.. ich kenne die Bücher nicht… ich bin ein Lernender und habe bei diesem Artikel sehr viel gelernt!

      Vielen Dank dafür.

  27. Für mich waren diese 4 Bücher ein echtes Highlight und so oft wie ich diese Bücher schon weiter empfohlen, verschenkt und gelobt habe… sind das meine Klassiker-Tipps
    Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand
    Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry
    Das Lavendelzimmer
    Der Schatten des Windes

    • Viele Neuzugänge auf der Liste… grandios und danke dafür…

      Endlich schlüpft ein 100jähriger ins Regal und Harold bin ich selbst gefolgt… mag ihn sehr…

      Die beiden anderen Vorschläge sind wohl bekannt und ebenso gute Anwärter 😉

      Danke Dir…

  28. Auf jeden Fall Harry Potter. Es ist eine wahnsinnig gute Reihe, die ich schon mehrfach gelesen habe und die mich immer wieder Fasziniert. Auch als großes Kind, kann ich die Finger von Pottermore und ähnlichen Zusatzgeschichten nicht lassen. Also für mich definitiv der Klassiker der Zukunft!

  29. Was für eine spannende Frage – Harry Potter unterschreibe ich sofort. Und es wundert mich, dass Zafón erst so spät genannt wird. Der Schatten des Windes, Das Spiel des Engels, Marina … das sind auf jeden Fall Romane mit Klassikerpotential. Vielleicht auch noch Haruki Murakami? Kafka am Strand ist da ein ganz großer Favorit von mir. Und Walter Moers und die Stadt der träumenden Bücher. Was ist eigentlich mit Douglas Adams und den Anhalter-Romanen? Ich weiß ia nicht wie es euch geht – aber ohne Handtuch gehe ich nicht aus dem Haus. Und überhaupt: 42. 😉

    liebe Grüße

    • Den Zafon hast jetzt du ins Spiel gebracht… eine besondere Ehre, oder? Und Murakami… hm… manchmal ist er sehr kryptisch aber vielleicht ist es eben das, was ihn zum Klassiker werden lässt… 😉

  30. Ich bin sicher, daß die Bücher von Peter Prange, besonders „Die Philosophin“, „La Principessa“, „Der letzte Harem“ in 100 Jahren noch auf den Bücherregalen stehen und auch gelesen werden!

    • Und wieder erweitert sich mein Horizont und ich schlage nach, was du hier vorgestellt hast. Die Frage hat mich selbst extrem bereichert, da mein tellerrand flacher wurde 😉

      Danke dafür

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